Ein Präsent zum 85. Geburtstag erhielt der längjährige Fördervereinsvorsitzende Arthur Simnacher (li.) von Helmut Hunger (M.) und Johann Wäsle. Foto: wk

Himmelfahrt-Förderverein sammelt jetzt für barrierefreien Eingang

Schongau - Für die neue Sandtner-Orgel hat der Förderverein der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt Schongau allein 100 000 Euro beigesteuert.

Für die neue Sandtner-Orgel hat der Förderverein der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt Schongau allein 100 000 Euro beigesteuert. Mit dem barrierefreien Eingang auf der Südseite der Stadtpfarrkirche steht das nächste Projekt an, wie jetzt bei der Jahresversammlung deutlich wurde.

Die Sandtner Orgel mit ihren 43 Registern und den 2600 Pfeifen hat unterm Strich 650 000 Euro gekostet. Wie der Fördervereins-Vorsitzende Helmut Hunger erläuterte, wurden seitens des Fördervereins Kosten für ganz bestimmte Orgelteile übernommen. Nämlich für den Spieltisch mit den drei Manual-Klaviaturen, eine Pedalklaviatur, 55 Registerzüge mit Porzellan-Schildern, Schaltungen für Register, Koppeln und Tremulanten sowie für die drei mittleren Pfeifenfelder mit 25 Pfeifen - und für die 21 Pfeifen vom Registerpedal Kontrabass und das Hauptportal Copel.

Unterm Strich lagen die Kosten dafür bei genau 100 087 Euro. „Einen erheblichen Beitrag dazu haben Sie, meine lieben Mitglieder, geleistet“, bedankte sich Hunger. 120 Mitglieder zählt derzeit der Förderverein. Eine finanzielle Verschnaufpause gönnt sich der Förderverein aber nicht: „Wir haben bereits die Zusage gegeben, die Kosten für den barrierefreien Eingang an der Südseite der Stadtpfarrkirche zu übernehmen“, sagte der seit sieben Jahren amtierende Vorsitzende. Die Kosten liegen bei rund 23 000 Euro.

Das ist ziemlich genau der Betrag, den Schatzmeister Klaus Pühler in seinem Rechenschaftsbericht gerade noch als Kassenstand vorweisen konnte. Am 3. Juni ist Baubeginn für den barrierefreien Eingang. 14 Tage später soll, so die Planung, alles erledigt sein.

Stadtpfarrer Bernhard Mooser sagte zum Thema Orgel: „Ihre Sinnhaftigkeit hat in der Osternacht überzeugt.“ Was das Südportal anbelange, so gehe es jetzt zügig vorwärts. Das Vorzeichen im Süden werde aus Gründen des Denkmalschutzes nicht erneuert. Der Boden wird abgesenkt, ohne an der Substanz etwas zu verändern. Mit der nun vorgesehenen Glastüre werde das Portal ein modernes Element außerhalb der Kirche. Von außen kommend werde die Botschaft verkündet, „Jesu kommet alle zu mir“, und von innen stehe als Hoffnungszeichen: „Geht hin und verkündet die Verheißung, ich bin bei Euch alle Tage“.

Mit in die Jahresversammlung eingebunden war ein Beitrag des Schongauer Filmemachers Helmut Bosch mit dem Titel „Lasst uns ziehen in Frieden“. Der Film handelt von der Wallfahrt der Schongauer nach Andechs. Der Ursprung der Wallfahrt beruht auf der Pestzeit, bei der, so Bosch, die Schongauer glimpflich davon gekommen seien.

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