+
Für die Rumänienhilfe hatte die Hirschvogel-Kapelle ihr Programm einstudiert – links Solistin Stefanie Herz.

Hirschvogel-Benefizkonzert in der Fuchstalhalle

Viel Musik für einen guten Zweck

Leeder - „Wir sind seit zwei Wochen ausverkauft“, freute sich Hans-Willi Raedt , Leiter der Vorentwicklungsabteilung der Denklinger Firma Hirschvogel. Er moderierte das mittlerweile 3. Benefizkonzert der Firma zu Gunsten der Rumänienhilfe.

Der Abend in der Fuchstalhalle in Leeder war nicht nur für einen guten Zweck, sondern galt auch dem Gedenken an den ehemaligen Firmenchef, Dr. Manfred Hirschvogel, der 2010 überraschend im Alter von 65 Jahren verstorben war.

Von Raedt erfuhren die rund 300 Besucher etwas über die Tradition der Firma Hirschvogel, die sich in Ergänzung zum Sozial- und Bildungsauftrag der Frank-Hirschvogel-Stiftung, auch in der Region gemeinnützigen Aufgaben widmet. So unterstützt die Firma finanziell die Rumänienhilfe Altenstadt, die mit freiwilligen Helfern seit über 20 Jahren in die rumänische Stadt Zagujeni fährt und dort mit verschiedenen Projekten dringend benötigte Hilfe leistet.

Matthäus Unsinn, ein sehr engagierter Helfer, bedankte sich zunächst bei den eigentlichen Initiatoren der Rumänienhilfe, Helga und Rudolf Lang, die in den vergangenen 20 Jahren unermüdlich diese Hilfeleistung vorangetrieben haben, und berichtete dann über die schon getätigten Aktionen. „Wir sind gerade mit unserem Bautrupp wieder zurückgekommen“, sagte er. Ein fünfminütiger Film von der diesjährigen Osteuropafahrt, gedreht von Beppo Miller aus Altenstadt , wurde gezeigt. Das Video verdeutlichte nicht nur die schon geleistete Arbeit am Kinderheim, der Schule, dem Jugendhaus und verschiedenen anderen Gebäuden. Es wurden auch erschreckende Bilder aus den dortigen Ghettos gezeigt, die verdeutlichten, wie wichtig die weitere Unterstützung in dieser Region ist.

Und finanziell dazu beitragen konnte man an diesem Abend auf vielfältige Weise. Der Reinerlös aus dem Eintrittsgeld, den Losverkäufen für die in der Pause stattfindende Tombola und den Umsätzen aus dem Verzehr, kommt der Rumänienhilfe zu Gute. Aber das war noch nicht alles. „Wir durften in Vorbereitung zu diesem Konzert auch direkte Spenden annehmen“, freute sich Raedt und bat Fritz Ressle von der Spedition Ressle in Hilden bei Düsseldorf auf die Bühne. Als langjähriger Freund und Geschäftspartner der Firma Hirschvogel, hatte sich Ressle auf den weiten Weg nach Fuchstal gemacht, um dem erfreuten Ehepaar Lang einen Scheck über 2500 Euro zu überreichen.

Eine Flohmarktaktion der IT der Firma Hirschvogel brachte noch weitere 400 Euro ein, und von der Firma Kößler aus Landsberg erhielt die Rumänienhilfe 200 Euro. „Und wenn Sie ein paar zerknüllte oder verschmutzte Geldscheine haben – es stehen noch Spendenkästen bereit“, gab der Moderator gutgelaunt bekannt.

Die gesamte Veranstaltung war auf jeden Fall eine vergnügliche Sache. Die Hirschvogel-Band, unter der hervorragenden Leitung von Johannes Hafenmayr, zeigte ein breites Spektrum an einstudierten Stücken. Über diverse klassische Werke, wie einem Potpurri aus Opernarien, dem Marsch „Wien bleibt Wien“, der schnellen Polka „Vergnügungszug“ von Johann Strauß bis hin zu dem „Marche Groteske “ namens Don Quixotes , der sich zu einem abstrusen Tempo steigerte und die Musiker zum verzweifelten Zerreissen von Notenblättern veranlasste.

Nach der Pause spielte man Beschwingtes unter anderem von den Les Humphries, Musik von Tom Jones und Neil Diamond. Und es gab auch noch Stefanie Herz, die normalerweise in der Konstruktionsabteilung der Firma Hirschvogel tätig ist. Hier trat sie als Sängerin auf und verblüffte mit klarer Stimme das Publikum. Eine Arie aus der „Fledermaus“ konnte man hören, ein Stück von John Miles, und sie glänzte bei dem Stück „ One moment in time“, das einst Whitney Houston sang.

Natürlich gab es Zugaben. Gleich zwei davon. Nach einem fetzigen „ Radetzki-Marsch “ wurden die Zuhörer noch mit „Guten Abend, Gute Nacht“-Gesang belohnt. Dem ehemaligen Firmenchef Manfred Hirschvogel hätte es gefallen. Zur Erinnerung an ihn fand Frank Ansits, Geschäftsführer für Produktion der Hirschvogel Automotive Group, sehr persönliche Worte: „Er hatte eine positive Grundstimmung und viel Humor."

Regina Wahl-Geiger

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Messer-Attacke am „Neuraum“: Ist die Waffe gefunden? 
Möglicherweise ist das Messer gefunden worden, mit dem am Sonntag ein 31-Jähriger vor der Diskothek Neuraum niedergestochen worden ist – und das bereits, bevor die …
Messer-Attacke am „Neuraum“: Ist die Waffe gefunden? 
„Zeigen Sie Begeisterung für Ihren Beruf“
63 Absolventen und Absolventinnen der Rottenbucher Fachakademie für Sozialpädagogik haben den theoretischen Teil ihrer Ausbildung zu staatlich anerkannten Erziehern mit …
„Zeigen Sie Begeisterung für Ihren Beruf“
Bernbeuren plant Bäckerladen mit Feneberg
Macht in der Bäckerei Heiligensetzer in Bernbeuren jetzt ein Feneberg-Markt auf? Bevor es die Spatzen von den Dächern pfeifen, und dies vielleicht auch noch falsch, …
Bernbeuren plant Bäckerladen mit Feneberg
Gemeinde Burggen: Trotz Investitionen keine neuen Kredite
Die Gemeinderäte von Burggen haben den Haushaltsplan 2017 mit einem Gesamtumfang von 5,14 Millionen Euro in den Einnahmen und Ausgaben verabschiedet. Erfreulich ist, …
Gemeinde Burggen: Trotz Investitionen keine neuen Kredite

Kommentare