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Sieger-Lächeln: Michael Kießling (2.v.r.) mit den unterlegenen Parteikollegen Bernhard Kösslinger (l.) und Rainer Jünger (Mitte) sowie Landrat Thomas Eichinger (2.v.l.) und dem Landtagsabgeordneten Alex Dorow (r.).

Hohe Ziele

Denklingens Bürgermeister will in den Bundestag

Denklingens Bürgermeister Michael Kießling strebt in den Bundestag: Der 43-Jährige bewirbt sich als CSU-Kandidat für den neuen Wahlkreis Landsberg-Starnberg-Germering. Die erste Hürde hat er bereits genommen – er hat sich innerhalb des Landkreises gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt.

Drei Bewerber waren es, die sich in Schondorf bei der Kreisvertreterversammlung der CSU-Ortsvereine im Kreisverband Landsberg zur Wahl stellten. Alle Bewerber verfügen über viel Erfahrung an der Basis.

-Rainer Jünger (46) ist Kreisgeschäftsführer der CSU Landsberg, Gemeinderat in Schondorf und designierter Vorsitzender des Gesundheitspolitischen Arbeitskreises GPA der CSU in Landsberg. Er war 2014 Bürgermeisterkandidat in Schondorf und holte bei der Stichwahl das beste Ergebnis für die CSU seit 24 Jahren.

Kießling und die anderen Kandidaten

- Bernhard Kösslinger (54) widmet seine Parteiarbeit vor allem der Mittelschicht und ist Vorsitzender des Kreis- und Bezirksverbandes der CSU-Mittelstandsunion sowie stellvertretender Landesvorsitzender im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CSU/CDU in Berlin.

- Kießling (43) schließlich ist Bürgermeister in Denklingen, Kreisrat und Mitglied im Kreisausschuss, stellvertretender Vorsitzender des CSU-Kreisverbandes Landsberg, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Denklingen-Fuchstal-Unterdießen sowie Mitglied im Landesvorstand der Kommunalpolitischen Vereinigung der CSU. 2014 hatte. Kießling, der aus Marnbach bei Weilheim stammt, hatte sich 2013 um die Nachfolge von Landsbergs Landrat Walter Eichner beworben, war aber Thomas Eichinger unterlegen. Die Bürgermeister-Kandidatur in Denklingen war danach erfolgreich.

15-minütige Vorstellrunde

Jeder der Bewerber hatte eine Viertelstunde Zeit, sich den Delegierten vorzustellen und seine politischen Ziele zu erläutern. Rainer Jünger etwa will sich in Berlin für eine umfassende Digitalisierung, die Sicherung der Renten sowie eine vernünftige Energiepolitik einsetzen. Bernhard Kösslinger, von Beruf Rechtsanwalt, sieht sich politisch als Anwalt der Mittelschicht, die „seit Jahren ausgequetscht wird wie eine Zitrone“. Es sei an der Zeit, in den derzeit fetten Jahren eine solide Basis für eine sichere Zukunft zu schaffen. Für den Erhalt der Lebensqualität, der Förderung von Wirtschaft und Mittelstand und der hohen sozialen Sicherheit in Bayern will sich Michael Kießling in Berlin stark machen. Sein Credo heißt „Bewahrung der Heimat – Förderung des Klima- und Umweltschutzes und der Landwirtschaft“.

Bei der anschließenden geheimen Wahl erhielt Kießling die Stimmenmehrheit der Delegierten. Am 17. Oktober wird er sich in der Germeringer Stadthalle neben eventuellen Kandidaten aus Starnberg und Germering um die endgültige Kandidatur bewerben. 

Dieter Roettig

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