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Auch beim Jugendgottesdienst wie hier in der Pfarrkirche in Hohenfurch hat das Smartphone seinen Platz.

Besonderer Gottesdienst in Hohenfurch

Chatten mit Jesus – die Jugend steigt ein

„Hey Jesus, ich hoffe, du kennst Dich mit neuen Medien aus und schreibst zurück!“ – Unter dem Motto „Breaks nutzen – Chat mit Jesus“ fand am Samstagabend in Hohenfurch ein Jugendgottesdienst in der Pfarrkirche statt.

Hohenfurch – Chatten mit Jesus – ist das möglich? Ganz so wie in dem fingierten Chat auf der Leinwand, bei dem ein Nutzer namens Jesus antwortet, natürlich nicht. „Jugendliche chatten mit Jesus, Oma und Opa würden Stoßgebet dazu sagen“, so Pfarrer Karl Klein. Deshalb nahm er auch gerne die Idee des Jugendgottesdienst-Teams auf, Jugendliche da abzuholen, wo sie heute überwiegend zu finden sind: Am Smartphone.

Treffen mit Freunden sieht heute zunehmend so aus: Mehrere Jugendliche sitzen beisammen, jeder starrt auf einen kleinen Bildschirm, gesprochen wird nicht. Die Kommunikation findet per Handy statt. Online sein – heute fast schon ein Muss, damit einem nichts entgeht.

Das kann Vorteile und Nachteile haben, wie Karl Klein ausführt. Zum Beispiel in der Notaufnahme im Krankenhaus. Da kann man Wartezeiten sinnvoll überbrücken, indem man sein Handy nutzt. Zumindest so lange, bis der Akku leer ist. Aber dann? „Dann kann ich entweder Zeitschriften durchblättern oder gar nichts machen, wie früher“, so der Pfarrer, der findet, dass es manchmal auch guttut, „einen Augenblick durchzuschnaufen und zu überlegen, was ich sonst noch zu tun habe“.

Man könnte ja auch mit Jesus reden. „Schön wäre es, wenn man eine Antwort kriegen würde“, führte Karl Klein aus und zitierte die Geschichte vom ungläubigen Jünger Thomas, der erst an die Erscheinung Jesu glauben wollte, nachdem er es mit eigenen Augen gesehen und die Wunden Jesu befühlt hatte. „Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben“, war Jesus Antwort für Thomas.

„Jesus ist immer da und hört mich immer. Er ist online“, so Pfarrer Karl Klein. „Ich bin schon manchmal mit den gesamten E-Mails und Nachrichten, die ich als Pfarrer bekomme, überfordert. Wenn ich so viele wie Jesus bekommen würde, würde ich mein Handy wegschmeißen“, meinte er. Deshalb sei es wichtig, zu verstehen, wie Jesus tickt und antwortet. Oft habe man die Antwort auf wichtige Fragen ja schon im Hinterkopf.

Damit die Jugendlichen ihr Smartphone nicht ganz umsonst mitgebracht hatten, konnte dieses während der Fürbitten per WhatsApp eingebracht werden. Zahlreiche „Pling!“-Töne während der begleitenden Musikklänge bewiesen, dass diese Möglichkeit der stillen Fürbitte, die nicht vorgelesen und nach dem Gottesdienst gelöscht werden sollte, auch genutzt wurde. Und wer einen täglichen Impuls aufs Handy geschickt bekommen möchte, kann sich unter Telefon 0157/37309427 bei Magdalena Wölfl anmelden.

Der nächste Jugendgottesdienst findet am 13. Mai in Schwabbruck statt.

Ursula Fröhlich

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