Vier Darstellungen der Geburt Christi in einer Krippe zeigen die Vielfalt der Auswahl für die Kunden von Krippen Dürr in Hohenfurch. Hier eine Immanuel-Krippe mit in Holz geschnitzten Köpfen und Händen der Figuren.
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Vier Darstellungen der Geburt Christi in einer Krippe zeigen die Vielfalt der Auswahl für die Kunden von Krippen Dürr in Hohenfurch. Hier eine Immanuel-Krippe mit in Holz geschnitzten Köpfen und Händen der Figuren.

Hohenfurcher Firma baut seit 1977 Krippen

Christi Geburt auch zu Corona-Zeiten

Es gibt sie aus vielen verschiedenen Materialien sowie in jeder Form und Größe: In der Adventszeit werden Krippen wieder auf Vordermann gebracht, damit es zu Weihnachten keine unliebsamen Überraschungen gibt. Ein Geschäft in Hohenfurch hat sich auf alles rund um diese Kunstwerke spezialisiert.

Hohenfurch – Seit fünf Jahren bekniet Claudia förmlich ihren Mann Dominic, einen Krippenstall zu bauen. Für Dominic sollte es eigentlich ein Klacks sein, schließlich ist er gelernter Dachdecker und hat daher in Sachen Holz jede Menge Erfahrung. Aber wie es halt bei Männern so ist, es dauert alles so seine Zeit.

In diesem Jahr hat sich Dominic einen Ruck gegeben. Töchterchen Mia ist mittlerweile zwei Jahre alt und soll unter dem Christbaum eine Krippe finden. Also hat er einen alpenländischen Bausatz erworben, aus dem er jetzt still und heimlich den gewünschten Stall baut.

Über 5000 Figuren können zu 140 Krippen ausgewählt werden

Deshalb sind die beiden von Kaltenberg nach Hohenfurch gekommen. Die beiden lassen sich bei Krippen Dürr in aller Ruhe beraten. Gar nicht so einfach, denn die Auswahl ist gigantisch. Über 5000 Figuren können zu 140 Krippen ausgewählt werden. Mit dem passenden Zubehör sind über 10 000 Artikel vor Ort.

Firmenchefin Andrea Dollinger und Tochter Anja präsentieren zwei Figuren aus einer orientalischen Krippe in stattlicher 40-Zentimeter-Größe.

Seit 1977 gibt es die Firma Krippen Dürr in Hohenfurch, die alles rund um die heilige Familie zu bieten hat – auch zu Corona-Zeiten. Geführt wird sie von Alexander Dürr und seiner Schwester Andrea Dollinger. Mittlerweile ist auch Tochter Anja Dollinger mit in den Betrieb eingestiegen. Und die drei haben zusammen mit den Angestellten alle Hände voll zu tun. Denn eine gute Beratung ist das A und O, damit die Kunden wiederkommen und ihre Krippen Jahr für Jahr erweitern.

So wie Daniela Müller aus Denklingen, die mit ihrem Mann vor fünf Jahren zum Einzug in das neue Haus eine heilige Familie bekommen hat. „Jedes Jahr wird erweitert, vor allem Tiere sind gefragt“, erzählt Daniela.

Der Stall ist im Stil eines Bauernhofs gestaltet. Sehr zur Freude ihrer Kinder Franz und Anna, die mit ihrem Cousin Jakob jeden Tag Austrieb und am Abend Stallarbeit spielen. Deshalb dürfen sie sich in diesem Jahr auch Arbeitsgeräte für die Krippe aussuchen.

Figuren werden aus Holz, Ton, Kunststoff und Polystone gefertigt

Die Figuren werden aus Holz, Ton, Kunststoff und Polystone gefertigt. Und das in Größen zwischen 3,5 bis 40 Zentimetern. „Es würde ja nicht gerade harmonisch aussehen, wenn neben einem Hirten in 16er-Größe ein Ochs in 8er-Größe stehen würde“, beschreibt es Andrea Dollinger. Und fügt hinzu, dass sogar auf Wunsch Figuren bis zu 1,50 Meter zu haben sind.

Jedes Jahr gibt es Zusatzteile für die Krippe von Daniela Müller (re.) aus Denklingen. Jakob (6), Franz (4) und Anna (2) dürfen sich ihre Lieblingsstücke aussuchen.

So groß will es Ulrike aus Iffeldorf nicht. Sie stellt sich eine Darstellung der heiligen Nacht in einer Laterne zusammen. „Schafe müssen mit rein, und einen Ochsen dazu“, so ihr Wunsch.

Auch Sonderwünsche werden erfüllt

Es gibt auch Sonderwünsche: Birgit und Jürgen aus Schongau haben Maria und Josef, geschnitzt aus Ahorn, geerbt. Die Figuren sind über 40 Jahre alt und stammen aus der Anfangszeit von Krippen Dürr, gefertigt in Südtirol und versehen mittlerweile mit einer wunderbaren Patina. Die neuen Figuren der immer noch gleichen Serie sollen farblich angeglichen werden. Kein Problem für Andrea Dollinger: Sie wird bei ihrem Schnitzer die neuen Figuren auf die Farbe der alten beizen lassen.

Ausfall des Weihnachtsmarkts in Augsburg ist für die Firma kein Beinbruch

Eigentlich hätten Andrea Dollinger und ihr Bruder Alexander Dürr in der Adventszeit ihre Verkaufsbude wie seit vielen Jahren auch auf dem Weihnachtsmarkt in Augsburg aufgestellt. „Aber durch Corona wurde dieser bekanntlich abgesagt“, erzählt sie. Doch über zu wenig Kundschaft kann sie nicht klagen. Denn alles, was es in Sachen Schwippbögen, Räuchermännchen, Pyramiden, Baumbehang oder Faltenrockengel zu bestaunen gibt, kann auch im Laden in Hohenfurch erworben werden. Gute 150 Quadratmeter Ladenfläche stehen als Ausstellungsfläche zur Verfügung.

Andrea selbst hat in ihrem Zuhause eine alpenländische Krippe. Vor allem die vielen verschiedenen Tiere, die auf dem großzügigen Gelände weiden, waren für ihre drei Kinder immer faszinierend. Und irgendwann werden bestimmt auch Enkelkinder ihre Freude daran haben.

HANS-HELMUT HEROLD

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