Fünffach-Mama Maria Nuscheler aus Hohenfurch ist eine echte Super-Mama: Das findet zumindest ihre Familie mit (vorne von links) Elisabeth (16), Antonia (5), Sebastian (2), Ludwig (18) und (oben) Papa Tom und Sohn Xari (14). herold „Ich tät keins von meinenfünf Kindern je hergeben.“

Alles Gute zum Muttertag!

Kämpferin, starke Frau – und „Super-Mama“

  • Barbara Schlotterer-Fuchs
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Maria Nuscheler aus Hohenfurch ist eine von vielen Super-Mamas. Immer Vollgas, immer gut drauf. Alles geben für die Familie. Die Fünffach-Mama kann so leicht nichts aus der Ruhe bringen – schon gar nicht Corona. Ein Porträt als kleines Dankeschön zum morgigen Muttertag stellvertretend für alle Super-Mamas.

VON BARBARA
SCHLOTTERER-FUCHS

Hohenfurch – Der Talhof in Hohenfurch ist ein traumhaftes Fleckchen. Nicht nur wegen seiner Lage inmitten üppiger grüner Wiesen. Ein kleiner plätschernder Brunnen hier. Nette Deko-Stühlchen dort. Holzlegen mit eingearbeiteten Herzen, liebevoll angelegte Blumeninseln: Dieses Kleinod trägt die Handschrift von Maria Nuscheler (43). Alleine stellt sich an dieser Stelle die Frage: Wann macht die Fünffach-Mama das alles?

Maria Nuscheler lacht und strahlt dabei eine Unmenge an Lebensfreude aus. Anlässlich unseres kontaktlosen Treffens mit Mundschutz hat sie noch „schnell“ einen Kuchen auf den Tisch gezaubert. Zwischen Wäschebergen, Kochen, Holz machen... Ja, die Liste der täglichen Aufgaben ist lang. „Kleine Töpfe habe ich nicht, die sind schon alle so groß.“ Maria Nuscheler deutet mit ihren Armen die Ausmaße eines Riesen-Topfes an. „Und der ist bei uns immer randvoll.“ Jeden Tag kocht sie für neun Personen. Über Mamas Kochkünste freuen sich Sebastian (2), Antonia (5), Xari (14), Elisabeth (16), Ludwig (18), Mann Tom (50) und auch Oma und Opa in Apfeldorf werden oft mitversorgt, ebenso Arbeiter, die auf dem Riesen-Hof mithelfen.

Seit 19 Jahren sind Maria Nuscheler und ihr Mann Tom verheiratet. „Am 10. Mai ist ja unser Hochzeitstag.“ Und der fällt in diesem Jahr zufällig auf den Muttertag. „Ich tät sie glei wieder nehmen.“ Ein schöneres Kompliment kann ein Ehemann seiner Frau nach so vielen Jahren kaum machen. Und es wird noch besser: Papa Tom ist voll des Lobes. „Ein Mannsbild tät des gar net aushalten.“ Auch wenn seine Maria mal nur zwei Stunden Schlaf hat, weil ein Kind krank ist, „dann ist sie in der früh trotzdem genauso gut aufgelegt wie sonst“.

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Tatsächlich: Maria Nuscheler ist ein durchaus positiver und fröhlicher Mensch. „Eine Kämpferin, eine starke Frau und trotzdem auch ein Gutmensch, der sich für alles aufopfert und zu wenig an sich selber denkt“, sagt ihr Tom.

Maria Nuscheler will von so viel Lob gar nichts wissen, winkt bescheiden ab. Quatsch. Alles ganz selbstverständlich. Und auch, wenn’s mal nicht so rund läuft: „Ich tät keins von meinen fünf Kindern je hergeben.“ Die Nuschelers sind eine Hammer-Familie. Hier helfen alle zusammen. Die fünfjährige Antonia kuschelt sich ganz fest an die Mama. „Wenn ich nachts was Gruseliges träum, dann ist die Mama für mich da“, erklärt sie auf die Frage, was eigentlich an ihrer Mama besonders toll ist.

Die Corona-Zeit hat Mama Maria nicht aus der Bahn geworfen. Ganz im Gegenteil. „Ich genieße das, wir haben alle ganz viel Zeit zusammen.“ Nicht nur bei den Mahlzeiten ist die ganze Familie beinander. Man spielt Karten. Der 14-jährige Xari packt auch mal die Ziach aus und spielt zum Frühstück auf. Was er an seiner Mama so besonders gerne mag? „Sie kocht die besten Kässpatzen – und sie ist immer gut drauf.“ Die große Schwester Elisabeth wird da noch deutlicher: „Ich glaube, die Mama gibt mehr, als was ein normaler Mensch schaffen kann. Das wissen wir auch alle zu schätzen.“

Tatsächlich ist es unfassbar, wie liebevoll hier auf dem Hof alles gestaltet ist. Ein Platz zum Wohlfühlen. Ganz nebenbei organisiert Mama Maria auch noch die Ferienwohnungen, packt im Holz mit an und haut täglich ein bis zwei Maschinen Wäsche weg, mäht den Rasen und versorgt neben der Familie auch noch die Hennen und Katzen.

Übrigens: Zum Muttertag gibt’s für Maria Nuscheler als Geschenk einen echten Klassiker, der alle Klischees erfüllt. Was schenkt man einer echten Hausfrau? Einen Vorwerk-Staubsauger. Da muss Maria Nuscheler tatsächlich selber drüber lachen. „Ich hab mir aber auch ein E-Bike gekauft“, verrät sie. Auch bei Nuschelers wird jetzt zu Kontaktlos-Zeiten noch mehr geradelt als sonst.

„Sie hat aber auch schon mal eine Hilti auf Weihnachten bekommen.“ Ehemann Tom erinnert sich noch gut an das besondere Geschenk. „Ich tu gern abbrechen, sowas macht mir Spaß.“ Mit der leichten „Lady-Hilti“ hat Maria Nuscheler dann alle Bäder aus dem alten Haus auf dem Hof rausgerissen. Definitiv eine Power-Frau.

Bleibt da überhaupt noch Zeit für Hobbys? Maria Nuscheler überlegt. Der Garten ist eine große Leidenschaft. Hier steht auf der Terrasse auch ein gemütlicher Liegestuhl. Und da muss Maria Nuscheler dann schon fast über sich selbst und die eigene Umtriebigkeit lachen. Weil: „Der steht da schon lang, aber dringelegen bin ich da noch nie.“

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