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Fuchstalbahn: Hohenfurcher Rat fasst ablehnende Beschlüsse, sagt aber nicht endgültig Nein

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Bahnübergang hinterhalb des Moosfelds in Hohenfurch
Dieser Bahnübergang hinterhalb des Moosfelds ist einer von dreien, die laut Eckpunktepapier aufgelassen werden sollen, obwohl die Bahn ihn für die Fußgänger des neuen Baugebiets vorgeschrieben hat. © Christine Wölfle

Zwei ablehnende Beschlüsse, jedoch kein endgültiges Nein zu Fuchstalbahn: Das gab der Gemeinderat Hohenfurch bei seiner jüngsten Sitzung bekannt.

Hohenfurch – „Das Vorgehen war irritierend“, erklärte Bürgermeister Guntram Vogelsgesang einleitend. So sei nach einem Runden Tisch im September in Schongau, zu dem mehr als die angekündigten Rathauschefs erschienen waren, angeraten worden, dieses Thema nichtöffentlich in den jeweiligen Gemeinden zu beraten. „Da habe ich mich schon gewundert, dass es nun gerade in Schongau doch auf der öffentlichen Tagesordnung stand“, ärgerte sich Vogelsgesang. Die Hohenfurcher hatten sich an die Bitte gehalten, und der Bürgermeister stellte in der öffentlichen Sitzung die Beratungsergebnisse vor.

Drei Bahnübergänge sollen auf Hohenfurcher Flur verschwinden

Laut dem 50-seitigen Eckpunktepapier sollten drei der acht Bahnübergänge auf Hohenfurcher Flur aufgelassen werden. Das hieße, dass dort keine Überquerung der Gleise mehr möglich wäre. „Dem stimmen wir nicht zu“, verlas Vogelsgesang aus dem Beschuss, der mehrheitlich, aber nicht einstimmig gefasst wurde.

Ebenso stimmte der Gemeinderat gegen die im Eckpunktepapier aufgeführte pauschale Kostenübernahme durch die Gemeinde, das, weil ein Gutachten noch aussteht, noch keine konkreten Zahlen beinhaltet. „Da sind einfach noch zu viele Fragen offen“, waren sich die Räte einig. Beispielsweise stelle sich die Frage nach einem Bahnhof, für den Grund erworben werden müsste, sowie nach der gesamten Infrastruktur wie Zufahrten, Parkplätzen und Fahrradstellplätzen. „Ohne Kostenrahmen können wir dem nicht zustimmen.“

Gemeidne wartet auf das Gutachten

Allerdings wurde den Beschlüssen ein Zusatz hinzugefügt, der besagt, dass weiterhin seitens der Gemeinde Hohenfurch Gesprächsbereitschaft bestehe. Zudem seien die Beschlüsse lediglich als Handlungsanweisung für einen erneuten Runden Tisch zu verstehen. Konkret beschließen könne man erst, wenn das erforderliche Gutachten vorliege. „Es ist ja auch klar, dass die Bahntrasse an sich unantastbar ist, schon allein aufgrund des Güterverkehrs“, betonte Guntram Vogelsgesang. Und Gemeinderat Peter Schratt fügte hinzu: „Wir müssen bei diesem Thema überregional denken und uns, im Hinblick auf die Verkehrswende, nicht abhängen lassen. Das bereuen wir später.“

CHRISTINE WÖLFLE

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