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Idyllisch gelegen ist der ehemalige Greißl-Hof in Hohenfurch unweit der Kalkbrennerkapelle „im Graben“.

Gemeinderat Hohenfurch

Bauanfrage weckt Misstrauen

Schwer taten sich die Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung mit dem Bauantrag der Hohenfurch Resort GmbH &Co. KG. Nachdem die Bauvoranfrage auf Umnutzung des im letzten Jahr verkauften Greißl-Hofes zum Beherbergungsbetrieb glatt durchging, stellten sie den Bauantrag aufgrund von Unklarheiten zurück.

Hohenfurch – „Die jetzige Bauanfrage weicht doch erheblich von dem ab, was in der Bauvoranfrage zu sehen war“, eröffnete Sieglinde Schuster (SPD) die Diskussion. Die jetzige Eigentümerin Viviane Viehof hatte auf dem 4,7 Hektar großen Areal mit Haupthaus und all seinen Nebengebäuden eine Wohnung für den Hausmeister, eine Wohnung für sich selbst sowie einen Beherbergungsbetrieb mit Wellnesseinrichtungen, zwölf Stellplätzen und sieben Fremdenzimmer in der Voranfrage als Umnutzung der bestehenden Gebäude angegeben.

Jetzt seien es Atelierhaus, Hausmeisterhaus, Gästehaus und im Haupthaus mit Yogaraum, und es könnten ohne Weiteres zwei Wohnungen entstehen, auch seien es mittlerweile elf Fremdenzimmer.

Außerdem, hakte Martin Knopp (CSU) ein, müsse man prüfen, ob da nicht „Schwarzbauten“ dabei wären, denn ein Gebäude tauche nicht im Liegenschaftskataster auf. Dies bestätigte auch Josef Schmidbauer (SPD).

Hohenfurchs Bürgermeister Guntram Vogelsgesang wies darauf hin, dass durch die Bauvoranfrage alle bestehenden Gebäude zur Umnutzung genehmigt wurden. Dass ein Gebäude nicht vermessen und ins Kataster eingetragen wurde, heiße nicht zwingend, dass dies ein Schwarzbau sein müsse. Außerdem solle „das Landratsamt klären, ob eine vierte Wohneinheit entstehen könnte“.

Doch das wollten die Räte so nicht akzeptieren. „Wir waren bei allen großen Projekten vor Ort gewesen, sei es beim Rewe oder bei der Biogasanlage“, so Josef Schmidbauer. Bei einem Gebäude, so Luitpold Fischer, handle es sich um einen Schuppen, der nun umgenutzt werden wolle. Man wolle auch den Bürgern gegenüber fair bleiben, die pflichtgemäß alles anmelden und notfalls mit einer Ansage rechnen müssen, so Sieglinde Schuster. Sonst könne jeder einen Schuppen bauen und ihn später umnutzen.

Räte fordern einen Begehungstermin

Hohenfurchs Bürgermeister Vogelsgesang entsprach dem Wunsch des Gremiums und möchte für Juni einen Begehungstermin mit einer Abordnung der Gemeinderäte mit der neuen Besitzerin vereinbaren.

Myrjam C. Trunk

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