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Vier Stunden lang zogen die Schleierfahnder Fahrzeuge an der B17 bei Hohenfurch aus dem Verkehr.

Vierstündige Kontrolle an B17

Großeinsatz der Schleierfahnder in Hohenfurch

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Die Schleierfahnder der Grenzpolizei Murnau waren mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei München dieses Mal auf der B17 bei Hohenfurch unterwegs - und landeten zumindest einige Treffer.

Hohenfurch - Gleich sechs Stunden, von 17 bis 23 Uhr, postierten sich die Beamten am Donnerstagabend bei Hohenfurch. „Die Kontrolle der grenzüberschreitenden Kriminalität auf Straßen mit übergeordneter Bedeutung ist auch Bestandteil der Aufgaben der Schleierfahnder – und die B 17 ist eine wichtige Nord-Süd-Tangente auf dem Weg von der Grenze zu Österreich Richtung Norden“, sagte ein Sprecher der Grenzpolizei.

Die aufgedeckten Straftaten durch die Schleierfahnder betrafen aber allesamt heimische Personen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. Gegen 19 Uhr wurde ein BMW angehalten, darin wurde eine geringe Menge Marihuana, ein Crusher und eine Feinwaage aufgefunden und sichergestellt. Diese konnten dem Fahrzeugführer, einem 19-jährigen Mechatroniker aus dem westlichen Landkreis Weilheim-Schongau, zugeordnet werden. Der junge Mann muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Nach Abschluss der Sachbearbeitung bei der Polizei in Schongau durfte er die Fahrt fortsetzen, da er aktuell nicht unter Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Knappe neunzig Minuten später stellte sich bei der Kontrolle eines Pkw heraus, dass der Fahrer, ein 20-jähriger Azubi aus Peiting, im Auto griffbereit einen Teleskopschlagstock mit sich führte. Da dieser jedoch dem Führungsverbot gemäß dem Waffengesetz unterliegt, wurde er sichergestellt und der Mann wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt.

Wiederum 90 Minuten danach fuhr ein Pkw, besetzt mit zwei Personen in die Kontrollstelle. Bei der Überprüfung der Papiere wurde klar, dass der Fahrer, ein 25-jähriger Kellner aus Schongau, aktuell keine Fahrerlaubnis hatte, da er seinen Führerschein abgeben musste. Somit lag gegen ihn ein Fahren ohne Fahrerlaubnis vor, seine Weiterfahrt wurde unterbunden und Anzeige erstattet. Nicht besonders amüsiert über diese Tatsache war jedoch der Vater des Fahrers, der als Beifahrer im Auto saß. Dieser wurde nämlich wegen Ermächtigen als Halter zum Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Verantwortung gezogen, auch wenn er vorgab, davon nichts gewusst zu haben, dass sein Sohn keinen Führerschein hat. Wenigstens konnte der Vater mit dem Auto mit zur Polizei nach Schongau fahren, wo der Sohn nach erfolgter Sachbearbeitung wieder entlassen wurde.

Die Schleierfahnder haben an der B17 schon vor einigen Monaten etwas Pikantes entdeckt, auch passieren dort immer wieder Unfälle.

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