Führen eine Landwirtschaft und haben in den vergangenen Jahren einige Projekte auf die Beine gestellt: Barbara und Jürgen Fischer. 
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Führen eine Landwirtschaft und haben in den vergangenen Jahren einige Projekte auf die Beine gestellt: Barbara und Jürgen Fischer. 

Ceres-Award

„Auf die Vielseitigkeit kommt’s an“: Jürgen Fischer aus Hohenfurch für Landwirtschaftspreis nominiert

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Jedes Jahr werden Landwirte für besondere Leitungen mit dem Ceres-Award nominiert. Heuer kommen drei der Finalisten aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. Zum Beispiel Jürgen Fischer. 

Hohenfurch – „Schön hier. Und wo kann ich das Fleisch, die Milch und die Eier von euren Tieren jetzt kaufen?“ Diese Frage konnte Jürgen Fischer aus Hohenfurch lange nur mit einem Schulterzucken und dem Hinweis auf den jeweiligen Abnehmer beantworten. Seit rund 20 Jahren ist das anders. Jetzt lautet die Antwort: „Auf dem Wochenmarkt, am Automaten oder im Einzelhandel.“ Zusammen mit seiner Frau Barbara hat er ein stabiles Netz für die Direktvermarktung der eigenen Produkte aufgebaut. Einer der Gründe, warum Fischer nun Finalist in der Kategorie „Manager“ des Ceres-Awards ist.

Eigentlich ist er alleine nominiert, aber ohne seine Familie, allen voran Frau Barbara, würde das Ganze gar nicht klappen, das betont der Landwirt sofort. In den vergangenen Jahren haben die Fischers einige Projekte auf die Beine gestellt. „Auf die Vielseitigkeit kommt es an“, sagt Fischer. So habe man zum Beispiel eine Metzgerei in Peiting gepachtet, ein weiterer Schritt zur Direktvermarktung.

Weitere Landwirte aus dem Landkreis Weilheim-Schongau sind für den Ceres-Award nominiert: Darunter auch Florian Jocher aus Schongau.

Jürgen Fischer aus Hohenfurch für Ceres-Award nominiert: Erlebnisbauernhof empfängt immer wieder Besucher

Außerdem ist der Fischerhof, auf dem vor allem Geflügel, Hühner und Gänse sowie Milchkühe gehalten werden, ein Erlebnisbauernhof. Heißt, die Familie empfängt immer wieder Besuchergruppen. Für Schulklassen bieten sie, passend zum Unterricht in der vierten Klasse, Führungen an, damit die Kinder aus erster Hand erfahren, wie eine Landwirtschaft funktioniert. „Wir wollen die Realität zeigen – keinen Bilderbuchbauernhof“, erzählt Barbara Fischer. Auch ältere Schulklassen nutzen zum Beispiel den Wandertag gerne, um den Fischerhof anzuschauen, auch Seniorengruppen werden regelmäßig empfangen. „Normalerweise. Wegen Corona fällt das zur Zeit alles weg“, so Jürgen Fischer.

Auch wenn der Hof, seit ihn die Fischers im Jahr 2002 von Jürgens Eltern übernommen haben, immer größer wurde, mittlerweile 25 Mitarbeiter zum Team gehören und immer mehr Organisation gefragt ist, bleibe die Landwirtschaft ein Familienbetrieb. „Die Kinder helfen gerne beim Verkauf mit, auch, um ein bisschen Geld dazuzuverdienen“, so Fischer. Und die Hofweiterführung in fünfter Generation scheint gesichert. „Ein Sohn will Landwirt werden, ein anderer Metzger lernen“, berichtet der Papa stolz.

Jürgen Fischer aus Hohenfurch für Ceres-Award nominiert: Er gibt Wissen an andere weiter

In den vergangenen 20 Jahren hat Jürgen Fischer freilich viele Erfahrungen gesammelt. „Den einen oder anderen Fehler haben wir gemacht, allerdings auch viel Gutes erlebt“, so Fischer. Das Wissen gibt er nicht nur als Ausbilder weiter, die Fischers beraten auch Unternehmer bei der Existenzgründung. Auch Teambuilding-Seminare bieten sie an.

Die Umtriebigkeit der Fischers ist ganz im Sinne des Awards. „Führen und Entscheiden, Vorantreiben, immer besser werden und Verantwortung übernehmen“, wird da von Managern gefordert. 

Und hier gibt es weitere Nachrichten aus Schongau und Umgebung.

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