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Die neuen Hohenfurcher Gemeinderäte: Fünf neue Gemeinderäte wurden in Hohenfurch durch Bürgermeister Guntram Vogelsgesang (rechts) vereidigt

Konstituierenden Sitzung

Hohenfurch: Mehr Geld, aber keinen Ausflug

Auch in Hohenfurch steht die Mannschaft für die nächste Legislaturperiode: Bei der konstituierenden Sitzung wurden fünf neue Gemeinderäte sowie ein neuer zweiter Bürgermeister vereidigt. Und alle dürfen sich auf ein höheres Sitzungsgeld freuen.

Hohenfurch– Im Vorfeld der ersten Sitzung des neuen Hohenfurcher Gemeinderates gab es einige Verwirrung über den Versammlungsort. „Zuerst hatten wir die Zusage der Pfarrei für deren Saal, aber dann kam die Absage der Diözese, die jede Veranstaltung untersagt, obwohl das in anderen Orten auch möglich gemacht wurde“, erklärte Bürgermeister Guntram Vogelsgesang kopfschüttelnd. So wich man kurzfristig in die Turnhalle der Grundschule aus und versuchte dort, mit Blumen und Fahnen einen festlichen Rahmen zu schaffen.

Für die CSU sitzen jetzt fünf Gemeinderäte am Ratstisch

In diesem wurden dann zu Beginn der Sitzung Bernd Langegger und Alexander Grimm (beide Freie Wählervereinigung), Albert Berchtold, Matthias Zeidlmaier und Christine Grünewald (alle CSU) vereidigt. Damit ergibt sich in Hohenfurch eine kleine Verschiebung der Parteistärke: Für die CSU sitzen jetzt fünf statt vier, und für die SPD nur noch drei Vertreter statt bisher vier im Gemeinderat. Bei der Freien Wählervereinigung bleibt es bei vier Vertretern.

Trotz verschiedener Gruppierungen gab es bei der Wahl des zweiten Bürgermeisters keine Diskussionen. Stefan Lukats schlug seinen Parteikollegen Peter Schratt vor, da dieser nicht nur eine langjährige Erfahrung im Gremium vorweisen könne, sondern auch ein sehr gutes Wahlergebnis eingefahren habe. In geheimer Wahl entfielen dann auch elf Stimmen auf Schratt (eine auf Lukats, eine ungültig). „Ich werde mich bemühen, dieses Vertrauen zu rechtfertigen und möglichst alle Erwartungen zu erfüllen“, versicherte der 70-Jährige nach seiner Vereidigung.

Kaum Diskussionsbedarf bei der Verteilung der Posten

Bei der Verteilung der verschiedenen Posten gab es auch größtenteils keinen Diskussionsbedarf. Die Altpapiersammlung der Vereine organisiert weiterhin der Bürgermeister. Als Vertretung der beiden Bürgermeister wurde Sieglinde Schuster bestimmt, und als Vertreter im Schulverband Schwabniederhofen-Hohenfurch Peter Schratt. Jugendreferent bleibt Stefan Lukats, Naturreferent Peter Schratt.

Beim Referat für Senioren und Inklusion (vorher für „Behinderte“) forderten Josef Schmidbauer und Sieglinde Schuster (SPD) die Weiterführung des Referats durch Rita Weckbecker, die allerdings aus dem Gemeinderat ausgeschieden ist. „Das finde ich eher schwierig, wenn dieser Posten nicht mit einem Mitglied des Gremiums besetzt wird“, verwies Vogelsgesang auf Projekte, die möglicherweise auch nicht-öffentlich verhandelt werden. Diesem Gedankengang folgten auch die anderen Räte, und so wurde Christine Grünewald mit zwei Gegenstimmen zur neuen Beauftragten ernannt. Man wolle aber gerne auch künftig auf Weckbeckers Beratung zurückgreifen, beispielsweise bei Ortsbegehungen.

Auch bei der Bestimmung der Vertreter für die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungs-Gemeinschaft Altenstadt musste die Wahlurne herhalten. Neben dem Bürgermeister müssen pro 1000 Einwohner je ein Mitglied des Gemeinderats entsandt werden. Also zwei. Die SPD schlug Josef Schmidbauer vor, die CSU Helmut Huber, und die Freie Wählervereinigung Peter Schratt. Einer zu viel.

Auf Schratt entfielen zwölf Stimmen, Schmidbauer setzte sich mit einer Stimme Vorsprung gegen Huber durch. Dieser übernimmt aber, zusammen mit Stefan Lukats, die Vertretung der beiden Gewählten.

Im Rechnungsprüfungsausschuss bleiben Sieglinde Schuster, Stefan Lukats und Helmut Huber. Matthias Zeidlmaier wurde neu aufgenommen und übernimmt auch gleich den Vorsitz. Dieser Ausschuss ist der einzige, den die Gemeinde Hohenfurch künftig besetzt.

In Zukunft lieber Projektgruppen

„Ich sehe keinen Sinn mehr in einem Bauausschuss oder dem Rad- und Feldwegeausschuss, wir diskutieren sowieso alles gemeinsam“, erklärte Vogelsgesang. Lieber wolle man in der Zukunft Projektgruppen bilden.

Bei diesen Treffen gibt es allerdings kein Sitzungsgeld. Auch dies wurde nach einer Diskussion beschlossen. Nur bei Gemeinderatssitzungen, Treffen des Rechnungsprüfungsausschusses und wenn ein Referent während seiner Arbeitszeit einen Termin wahrnimmt, bekommt man 25 Euro. Das sind sieben Euro mehr als bisher.

„Ich weiß, dass es schwer vermittelbar ist, in Corona-Zeiten eine Erhöhung zu beschließen“, sagte der Bürgermeister. „Doch Corona ist hoffentlich in einem Jahr vorbei, und die Amtszeit geht sechs Jahre.“ Zudem hätten alle anderen Gemeinden auch das Sitzungsgeld erhöht. Dafür verzichte man heuer auf den traditionellen gemeinsamen Ausflug im September. „Machen wir nächstes Jahr einfach einen umso Schöneren.“

Christine Wölfle

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