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Jubel in der Aula der Grundschule Hohenfurch: Zum siebten Mal gewinnen die Schüler die begehrte Trophäe der Wasserwacht Peiting-Schongau bei der Aktion „Nichtschwimmerfreie Grundschule“.

Aktion der Wasserwacht Peiting-Schongau

„Nichtschwimmerfreie Grundschule“: Hohenfurch gewinnt im Jubiläumsjahr

Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass sich diese Aktion der Wasserwacht Peiting-Schongau zu so einer tollen Erfolgsgeschichte entwickeln würde? Einer, der felsenfest davon überzeugt war, ist Magnus Magg. Beharrlich verfolgte der damalige Rektor der Grundschule Hohenfurch sein Ziel, dass am Ende jeder Viertklässler schwimmen kann. 

Hohenfurch – Es ist ein Aufschrei der Begeisterung, der durch das Hohenfurcher Schulhaus hallt: Soeben hat Gerd Merk, der Vorsitzende der Wasserwacht Peiting-Schongau, das Ergebnis der Aktion „Nichtschwimmerfreie Grundschule“ bekannt gegeben. Die Grundschule Hohenfurch hat es erneut geschafft, die begehrte Auszeichnung in Empfang zu nehmen. 97,61 Prozent aller Schüler der Schönachgemeinde können schwimmen. Bei den Viertklässlern sind es stolze 100 Prozent. Das heißt im Klartext, dass nur noch zwei Kinder dieser Schule ohne „Seepferdchen“ in die Sommerferien entlassen werden.

Hohenfurch hat nun zum siebten Mal die begehrte Trophäe der Wasserwacht gewonnen. Zwei Schulen kommen ganz dicht an die Leistung der Hohenfurcher ran: Platz 2 belegt Altenstadt mit 95,20 Prozent, den dritten Platz erschwimmt sich Burggen mit glatten 93 Prozent. Bemerkenswert ist, dass auch bei diesen beiden Schulen die Viertklässler zu 100 Prozent alle das „Seepferdchen“ besitzen. Ebenfalls wie Hohenpeißenberg, Wildsteig, Rottenbuch, das Förderzentrum Altenstadt und Denklingen.

„Nichtschwimmerfreie Schule“-Aktion kommt gut an

Die Vertreter der Wasserwacht, Gerd Merk und Magnus Magg, geben in Hohenfurch in der Aula ihre Freude zum Ausdruck, dass auch in diesem Jahr die Aktion so gut angenommen wurde. Dabei erwähnt Altenstadts Schulleiterin Anja Mross, dass die Gemeinde Altenstadt in diesem Jahr für jeden Nichtschwimmer einen Schwimmkurs bezahlt hat. Schulleiter Raphael Seidl aus Burggen richtet seinen Dank vor allem an die vielen Eltern und Lehrer, die diese Aktion so großzügig unterstützt haben: „Ohne diese Hilfskräfte hätten wir das gute Ergebnis nie erreichen können“, so der Schulleiter.

Zum zehnten Mal wird die Auszeichnung nunmehr vergeben. Von links Magnus Magg (Schulbeauftragter und Initiator der Aktion), Bürgermeister Guntram Vogelsgesang (Hohenfurch), Gerd Merk (Vorsitzender Wasserwacht Peiting-Schongau), Uta Adelt, Anja Mross und Raphael Seidl (Schulleitung Hohenfurch, Altenstadt und Burggen.

Trotz aller Freude über die guten Ergebnisse muss der Wasserwacht-Vorsitzende Merk die Stimmung dämpfen: Er erinnerte an die erschreckenden Zahlen, dass in Deutschland immer noch 40 Prozent der Viertklässler nicht schwimmen können. „Die Anzahl der vielen ertrunkenen Kinder ist traurig und macht nachdenklich“, so Merk. Gerade auch im Hinblick auf die Tatsache, dass die meisten Urlauber ihre Ferien irgendwo am Wasser verbringen.

Auch Magnus Magg schildert negative Beobachtungen: „Erfreulich, dass immer mehr muslimische Kinder zum Schwimmkurs geschickt werden. Aber danach ist für sie Ende der Fahnenstange“, so Magg. Der Grund: Die Mütter weigern sich, mit ihren Kindern ins Schwimmbad zu gehen, um nach dem Erwerb des „Seepferdchens“ weiter an sich zu arbeiten.

So erfolgreich hat sich die Aktion „Nichtschwimmerfreie Schule“ entwickelt

Eine Zahl aus der Statistik macht deutlich, wie erfolgreich sich die Aktion „Nichtschwimmerfreie Grundschule“ entwickelt hat: 82 Prozent der Grundschüler der 16 beteiligten Grundschulen können schwimmen. Dieser Erfolg muss dick unterstrichen werden.

Einen großen Sprung nach vorne haben die Schulen von Hohenpeißenberg und Steingaden hingelegt. Im Gegensatz zu den Vorjahren sind sie jetzt hinter den drei Erstplatzierten zu finden. Schongau bleibt leider das Schlusslicht.

Die Preise, die für die ersten drei Schulen ausgelobt wurden, können sich wahrlich sehen lassen und sollen zum Nachmachen animieren: Insgesamt wurden 2150 Euro durch die Raiffeisenbank Pfaffenwinkel, die Sparkasse Oberland sowie die Firmen Hirschvogel, Hochland und Gustav Klein gespendet, die folgendermaßen aufgeteilt wurden: Die Grundschule Hohenfurch erhält 1000 Euro, 700 Euro gehen an die Grundschule Altenstadt, und 400 Euro darf die Grundschule Burggen in Empfang nehmen.

Die Platzierungen der Grundschulen:

(Der erste Wert bezieht sich auf die gesamte Schule, der zweite Wert auf die 4. Klassen)

1. Hohenfurch 97,61 %, (100 %), 2. Altenstadt 95,20 %, (100 %), 3. Burggen 93,00 %, (100 %), 4. Steingaden 89,20 %, (95 %), 5. Hohenpeißenb. 88,70 %, (100 %), 6. Wildsteig 86,00 %, (100 %), 7. Rottenbuch 85,94 %, (100 %), 8. Schwabsoien 84,00 %, (90 %), 9. Apfeldorf 82,90 %, (94 %), 10. Alfons-P. Peiting 78,64 %, (96%), 11. Bernbeuren 77,50 % (95 %), 12. Joh.Fr.-Lentn.Peiting 72,00 %, (76 %), 13. Förderz. Altenstadt 71,00 %, (100 %), 14. Forst-Wessobrunn 70,00 %, (89,00 %), 15. Denklingen 65,80 %, (100 %), 16. Schongau 64,00 %, (91,%).

Durchschnitt: 81,34 % (90,00%)

VON HANS-HELMUT HEROLD

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