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Team „Tequila“ aus Mexico: Edvin und Ivan (li.) kamen bei ihrer Wettsägen-Premiere im Braunegger-Stadl auf erstaunlich gute 53,31 Sekunden. Sehr zur Freude von Moderator Tobias Linder und den zahlreichen Besuchern.
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Frauen-Power: Die „Landwirtmädels“ Svenja Schorer (links) und Madlen Kees gaben beim Wettsägen alles. Die beachtliche Zeit von 1:24,46 Minuten war anschließend auf dem Monitor zu lesen. Respekt und Applaus waren ihnen sicher.
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Das Siegerteam „Die Retter des Handwerks“: Ludwig Huber (li.) und Florian Braunegger mussten bei der Siegerehrung nochmals ran und ihr Können in einem dritten Durchgang unter Beweis stellen. Mit Bravour, wie man an der Zeit ablesen kann.
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Kultveranstaltung im Braunegger-Stadl

In Hohenfurch sägen sogar Mexikaner

Starkbieranstiche und Feste mit dem besonders stark gebrauten Gerstensaft gibt es in vielen Variationen. Und es gibt ein ganz besonderes Fest, das die Hohenfurcher Landjugend veranstaltet. Eine Kombination aus Starkbier, Blasmusik und Team-Wettsägen. Im Braunegger-Stadl ging die Kultveranstaltung jetzt wieder über die Bühne.

Hohenfurch – Dirigent Wilhelm Binder bringt Spannung in seinen Körper, hebt den Taktstock. Dann der exakte Einsatz der Hohenfurcher Blaskapelle: Der Bayrische Defiliermarsch in vollem Klang der Instrumente. Eigentlich marschiert bei so einem Anlass immer der Ministerpräsident ein. Nicht in Hohenfurch, nicht im Braunegger-Stadl. Da läuft alles anders.

Da tauscht nach dem letzten Ton des Marsches der Linder Tobi seine Tuba gegen ein Mikrofon und entpuppt sich als perfekter Ansager und Wettbewerbsleiter. Für einen besonderen Wettbewerb: Wettsägen ist angesagt.

Bühne ist Arena der Gladiatoren an der Säge

Die Arena für die Gladiatoren wird die Bühne sein. Die Gegner der Kämpfer entpuppen sich als Baumstämme. Frisch geschält, exakt 30 Zentimeter im Durchmesser, vier Meter lang. Gleich daneben die Sägen. Zahnhöhe 34 Millimeter, das Sägeblatt misst eineinhalb Meter. Mörderinstrumente.

Noch ein Gegner ist auf der Bühne angebracht: Eine große digitale Uhr wird die Zeit für die Gäste im Stadl anzeigen. Diese sind an dem Abend wirklich bunt gemischt: Neben Landjugend-Gruppen der Nachbargemeinden auch Soldaten aus dem hohen Norden und Gäste aus Mexiko. Hohenfurch macht’s möglich.

Frauen-Power: Die „Landwirtmädels“ Svenja Schorer (links) und Madlen Kees gaben beim Wettsägen alles. Die beachtliche Zeit von 1:24,46 Minuten war anschließend auf dem Monitor zu lesen. Respekt und Applaus waren ihnen sicher.

Zwei Durchgänge sind für die 16 Mannschaften vorgesehen. Armin Gornig und Sebastian Mayrock vom Team „Feuerwehr“ eröffnen den Reigen. Legen die Messlatte gleich mal auf 43,65 Sekunden. Danach ein harter Brocken: Die Vorjahressieger „Die Retter des Handwerks“ spucken in die Hände. Florian Braunegger und Ludwig Huber sind quasi Profis. Einer Maurer, der andere Zimmerer. Sie unterbieten die Zeit, brauchen nur 24,34 Sekunden, bis der Rundling fällt.

Dann das Team „Männerchor“: In den Lenzen etwas reifer, aber die Leistung kann sich sehen lassen: 32,45 Sekunden brauchen sie. Der Burschenverein „Erkapollingen“ alias Thomas Eirenschmalz und Jerome Grap unterbieten erneut mit 24,75 Sekunden. Patrick Welz und Maxi Linder bilden das „Augustiner Racing Team“. Zwar schnell in Sachen Augustiner, aber beim Sägen verkümmern sie. Knapp über einer Minute liegt ihre Zeit.

Jetzt wird’s kompliziert für Sprecher Tobias Linder: Er muss den Gästen den Teamnamen „Die Mollasoach“ erklären. Dahinter verbergen sich die beiden Säger Michi Meindl und Leonhard Lautenbacher, die mäßige 57,06 Sekunden beim Sägen brauchen.

Jubel aller Starkbierfreunde gab es danach für das Team „Tequila“ aus Mexiko: Edvin und Ivan, zwei Männer mit stattlicher Körperbreite ergreifen die Sägen. Absolutes Neuland für die beiden, deshalb erstaunlich ihre Leistung: 53,31 Sekunden. „Viva la Mexico“.

Wettsägen nur für harte Kerle? Fehlanzeige! Das beweisen Svenja Schorer und Madlen Kees. Als Team „Landwirtmädels“ geben sie alles. 1:24,46 Minuten ist auf dem Monitor zu lesen. Respekt.

Die Bundeswehr macht‘s möglich: Auch Exoten aus dem hohen Norden sägen mit

Danach Exoten aus dem hohen Norden. Die Bundeswehr macht’s möglich. Team „Fischköppe“ mit Georg & Julian vertreten Bremen und schaffen erstaunliche 36,71 Sekunden. Zwei weitere Mannschaften, die mit um den Sieg kämpfen wollen, stehen am Start. Team „Reich und sexy“ und „Die Pappnas“. Insider können die Namen sofort zuordnen: Lenzi Huber und Steff Linder, die mit 24,06 wieder eine neue Duftmarke setzen.

Dann Präsident und Prinz des Faschingsvereins, Josl Linder und Ludwig Braunegger. Die 29,19 können sich ebenfalls sehen lassen. Warum Moritz Taufratshofer und Ludwig Nuscheler sich den Namen „d´lustigen 3“ geben, bleibt ihr Geheimnis. Ihre Zeit von 1:02,58 Minuten nicht. Hier ist Übungsbedarf angesagt.

Dass auch Männlein und Weiblein im gemischten Team harmonieren können, beweisen Anna Hager und Thomas Fernsemer. Als „Suffköpf“ ersägen sie sich 1:04,26 Minuten und sind sichtlich zufrieden. Das Starkbier mundet eben besser als nacktes Holz.

Das Siegerteam „Die Retter des Handwerks“: Ludwig Huber (li.) und Florian Braunegger mussten bei der Siegerehrung nochmals ran und ihr Können in einem dritten Durchgang unter Beweis stellen. Mit Bravour, wie man an der Zeit ablesen kann.

Schockstarre dann bei Selina Fichtl und Anna-Lena Wöhnl: Sie wurden von ihren Freunden zu dem Wettbewerb gemeldet und wussten nichts davon. Aber von wegen Rückzieher: Die Mädels haben mehr Mumm als ihre Männer und ziehen als Team „Bachtal“ das Ding mit 1:53,4 Minuten durch. Team „Biertragl“ mit Flori Thiel und Clemens Niggl ersägt sich noch ein 45,02, bevor Lisi Nuscheler und Johanna Reßle den Reigen des ersten Durchgangs als „Trachtenmiezen“ mit 1,03:85 Minuten beenden.

Die Altmeister Florian Braunegger und Ludwig Huber zeigen im zweiten Durchgang, wo der Hammer hängt. Nur unglaubliche 18,16 Sekunden benötigen sie, dann ist der Käs gegessen. Die alten sind damit auch die neuen Sieger des Gaudi-Wettbewerbs. Gefolgt vom Burschenverein „Erkapollingen“ und Team „Reich und sexy“. Erwähnenswert: Die „Fischköpfe“ aus Bremen landen auf Platz fünf.

HANS-HELMUT HEROLD

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