Jubelt über die Preise bei „Jugend forscht/Schüler experimentieren“: Michael Bernert aus Hohenfurch.
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Jubelt über die Preise bei „Jugend forscht/Schüler experimentieren“: Michael Bernert aus Hohenfurch.

Michael Bernert (14) für zwei Erfindungen ausgezeichnet

„Jugend forscht/Schüler experimentieren“: Hohenfurcher gewinnt mehrere Preise

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Großer Jubel in Hohenfurch: Michael Bernert war heuer gleich mit zwei Projekten beim Nachwuchsforscher-Wettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren“ angetreten – und hat nun Preise abgesahnt.

Schongau/Hohenfurch –Gespannt verfolgte Michael am Donnerstagnachmittag die Preisverleihung, die Hoerbiger diesmal, wie auch den Wettbewerb selbst, online ausrichtete. Seinen Laptop hatte er extra an den Fernseher angeschlossen, um die Verleihung auf dem großen Bildschirm im Wohnzimmer verfolgen zu können. Der Hohenfurcher durfte bald jubeln: Juror Matthias Bergfeld verkündete seinen Sieg in der Kategorie Arbeitswelt. Der 14-jährige Realschüler hatte einen City-Roller mit zuschaltbarem Motor gebaut, damit Senioren mobil bleiben und Steigungen ohne Anstrengung überwinden können. Nicht nur Michaels gut durchdachte Konstruktion und die von ihm bestens durchgeführten Schweißarbeiten haben die Jury überzeugt, auch das von ihm gedrehte Video, auf dem er seine Oma in Aktion mit dem Roller zeigt, hat bestens gefallen. Offenbar auch der Stadt Schongau, denn von dieser bekam Michael noch einen Sonderpreis obendrauf. „Es ist schon ein tolles Gefühl, auf dem ersten Platz zu landen“, sagt Michael. Nur leicht nervös sei er gewesen. Nun freut er sich auf die Teilnahme beim Landeswettbewerb – für diesen hat er sich mit dem Sieg auf Regionalebene automatisch qualifiziert. Für sein zweites Projekt, eine High End 3D Druckkabine, bekam er den Sonderpreis Hören, Akustik und Lärm.

Einen riesen Respekt hat Jurymitglied Patricia Breunig vor allen Teilnehmern die heuer trotz coronabedingter Hindernisse, wie etwa weniger Austausch mit Betreuungslehrern, angetreten sind. Während ihrer Schulzeit am Welfen-Gymnasium Schongau war sie selbst mehrfach bei „Jugend forscht“ dabei, weshalb sich die Doktorandin am Regensburger Lehrstuhl für Physikdidaktik gut in die Teilnehmer hineinversetzen kann.

Auch wenn sich die Jury von allen Projekten nur per Videokonferenz ein Bild machen konnte, habe alles gut funktioniert. Nur manchmal habe die Technik Probleme gemacht. Leisere Töne waren manchmal etwa nicht zu hören. Doch alle waren gut vorbereitet, erzählt Breunig. Mancher Teilnehmer hatte seine Kamera zum Beispiel extra im Garten aufgebaut, um sein Projekt gebührend präsentieren zu können. Pro Jurygespräch war eine halbe Stunde eingeplant, so dass alle ihre Fragen loswerden konnten. „Allerdings konnte man nicht spontan nocheinmal wo vorbeischauen, wie sonst“, sagt Breunig. Ein bisschen stressiger sei es gewesen, aber von Hoerbiger bestens geplant. Die Atmosphäre in der Halle habe freilich trotzdem allen gefehlt.  

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