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Auf dem Laufsteg: Heimische Models von der Hohenfurcher Minigarde präsentierten bei der Modenschau in Hohenfurch vor rund 200 Zuschauern die Kreationen der jungen Schneiderinnen. 

Erste eigene Kollektion

Junge Schneiderinnen arbeiten an ihrem Traum

Zwei Mädchen, gerade mal 13 und 14 Jahre jung, machen sich auf, die Welt der Mode zu erobern. Patricia Berchtold und Jasmin Götz aus Hohenfurch entwerfen, schneidern und nähen, was das Zeug hält, und haben bei einer eigenen Modenschau vor rund 200 Besuchern mit vielen Unikaten überrascht.

Hohenfurch – Freizeitkleidung, Abend- und Brautkleider, Rock’n’ Roll-Outfits, Bodys, Dirndl und weitere Stilrichtungen nach eigenen Ideen sind für die „Schneiderei“ längst kein Problem mehr. Natürlich auch auf Wunsch und nach Maß. Was sie später mal werden wollen, das steht bei Patricia Berchtold und Jasmin Götz, die Nachbarinnen sind und das Gymnasium in Schongau besuchen, längst fest: „Irgendetwas, das mit Schneiderei und Mode zu tun hat“, bekräftigt das Duo.

Nach dem Entwurf geht es an die Nähmaschine: Patricia Berchtold und Jasmin Götz bei der Arbeit.

Und die beiden gehen noch weiter: „Unser großer Traum wäre ein eigenes Modehaus“, schwärmt Patricia und relativiert: „Aber da machen wir uns nicht so viele Gedanken. Fest steht nur, dass wir etwas mit Schneiderei zu tun haben.“ Von einem Vorbild, beispielsweise dem großen Modeschöpfer Karl Lagerfeld, will das Duo aber nichts wissen. „Wir wollen uns selbst verwirklichen“, sagen beide und setzen auch bei den Materialien auf Qualität.

Dass die beiden Mädels was drauf haben und ihr Handwerk verstehen, davon konnten sich die Besucher bei einer selbst organisierten Modenschau überzeugen. Übrigens der dritten, denn die ersten beiden Vorführungen in den vorigen Jahren haben im kleineren Kreis in der elterlichen Doppelgarage stattgefunden.

Diesmal war es eine große Modenschau im Freien, für die ein eigener Laufsteg mit Lichterkette und Fackelbeleuchtung aufgebaut worden ist. 32 Produkte haben dabei die Models Amelie Fischer, Lena Friebel, Miriam Pfeiffer, Reana Friebel, Rosalie Zörr, Lea Wöhnl und Miriam Berchtold von der Hohenfurcher Minigarde dabei vorgeführt. Stets begleitet von der passenden Musik und viel Beifall.

Über 70 Stunden hat jede der beiden in der Vorbereitung geschneidert und genäht. Weitere 15 Stunden half Sarah Pfeiffer (14) mit, sie kam etwas später mit ins Boot. „Aber es hat uns viel Spaß gemacht“, bestätigt das Duo. Auch Unterwäsche, Federmäppchen, Kissen und weitere Gewerke haben die „Modeschöpferinnen“ im Programm. Teilweise haben sie diese bei der Modenschau zum Verkauf angeboten.

Um die Voraussetzungen zu schaffen, stellt Albert Berchtold den Schneiderinnen sogar einen eigenen Raum zur Verfügung, dort können sie sich in ihrer Kunst nach Herzenslust austoben. Auch für die Zukunft haben Patricia Berchtold und Jasmin Götz ihre vagen Vorstellungen: „Wir sind jetzt mit unseren eigenen Ideen und der Modenschau durchgestartet und wollen später auch mal verkaufen.“ Und: „Vielleicht können wir unsere Produkte mit einem angemeldeten Kleingewerbe an die Kunden bringen“, so die Planung.

Gearbeitet wird nach Maß. „Aber manchmal legen wir einfach los, und es kommt was Schönes dabei raus“, spricht Jasmin die Kreativität an. „Aber erst müssen wir die Schule fertig machen.“ Eines ist dem Duo besonders wichtig: „Wir wollen uns einmal selbst finanzieren und nicht unseren Eltern auf der Tasche liegen“, bekräftigt Patricia Berchtold, dass sie auch die Werkstatt selbst eingerichtet haben.

Patricia und Jasmin sind vor vier Jahren ganz zufällig zum Hobby Schneidern gekommen: „Jasmin hat eine Nähmaschine entdeckt. Dann sind wir nach Schongau gefahren und haben einen roten Stoff gekauft und gemeinsam genäht“, verrät Patricia Berchtold. Das hat ihnen so gefallen, dass es zum Hobby wurde.

Dietmar Friebel

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