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Kindergarten darf Betrieb erweitern, doch jetzt fehlt das Personal

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Eine neue Gruppe für den Hohenfurcher Kindergarten ist genehmigt. Jetzt wird Personal gesucht.
Eine neue Gruppe für den Hohenfurcher Kindergarten ist genehmigt. Jetzt wird Personal gesucht. © Wölfle

Eine gute Nachricht, allerdings unter Vorbehalt, gab es in der jüngsten Gemeinderatssitzung für alle Hohenfurcher mit kleinen Kindern: Die Betriebserlaubnis für den Kindergarten wurde vom Landratsamt erweitert. Doch jetzt wird Personal gesucht.

Hohenfurch – „Wir dürfen nach einer Ortsbegehung mit der Fachaufsicht des Landratsamts den Ausweichraum unseres Kindergartens als Gruppenraum nutzen“, verkündete Hohenfurchs Bürgermeister Guntram Vogelsgesang in der jüngsten Hohenfurcher Gemeinderatssitzung. Damit könne der Bedarf an Kindergartenplätzen im kommenden Jahr gedeckt werden. Sechs Eltern hatten zuerst einen negativen Bescheid bekommen.

Doch damit die Hohenfurcher Kinder auch wirklich in Hohenfurch in den Kindergarten gehen können, braucht es eine zusätzliche Erzieherin und eine Kinderpflegerin. Die Stellenausschreibung läuft bereits. Wenn sich allerdings niemand meldet, müssen die sechs Kinder in die Betreuung nach Denklingen.

Soweit, so bürokratisch geregelt. Doch vor allem Gemeinderat Markus Rieger ist mit dieser Lösung nicht zufrieden. „Das kann doch nicht sein, dass eine Familie, die vielleicht 300 Meter vom Kindergarten weg wohnt, jeden Tag 40 Kilometer fahren muss. Was ist denn da schief gegangen, dass wir keine Plätze haben?“, wollte er wissen. Seiner Meinung nach könne man die benötigten Plätze doch planen, wenn man wisse, wie viele Kinder in der Gemeinde auf die Welt kommen, die dann „nach drei Jahren in den Kindergarten kommen“

Doch da sei der Haken, wie Vogelsgesang erklärte: „Genau das lässt sich eben nicht mehr konkret planen, denn wir wissen ab der Geburt nicht, ob das Kind mit einem Jahr in die Krippe oder erst mit fünf Jahren in den Kindergarten geschickt wird.“ Wer, wann und wie in der Planung einen Fehler gemacht habe, sei müßig zu erörtern, lieber solle man jetzt „alle Kraft in die Lösung des Problems stecken“, appellierte Gemeinderat Albert Berchtold.

Die Alternative mit Denklingen sei keine Wunsch-Lösung, aber immerhin die Garantie der Betreuungssicherheit. „Für die nächsten Jahre müssen wir uns auf jeden Fall etwas überlegen, damit dieser Fall nicht mehr eintritt“, bekräftigte Rieger.

Auch über einen anderen Träger könne nachgedacht werden, wie beispielsweise das BRK. Oder halt doch eine Waldkindergarten-Gruppe. Doch das ist Zukunftsmusik. Aktuell gelte es, Personal zu finden.

CHRISTINE WÖLFLE

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