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Strahlende Gesichter auf ganzer Linie: Der zweite „Wonderwomen“-Eishockeyschläger wird in Zukunft der Blickfang in der Wohnung von Jonas Bock (2.v.l.) sein. Mit ihm freuen sich: (v.li.) Freundin Camila, Susi Kühner, Ty Morris und die Geschwister Viola, Lino und Michelle.  

Versteigerung

Mit Schnapszahl zum zweiten „Wonderwomen“-Schläger

EC Peiting-Stürmer Ty Morris versteigert Eishockeyschläger, um auf Brustkrebs aufmerksam zu machen. Ein Schwabbrucker hat den zweiten Schläger nun mit einer Schnappszahl bekommen.

Schwabbruck/Hohenfurch – War der erste der drei pinkfarbenen „Wonderwomen“-Eishockeyschläger, mit denen EC Peiting-Stürmer Ty Morris im Oktober alle Punktspiele bestritten hat, um den Bewusstseinsmonat für Brustkrebs ins Gedächtnis zu rufen, noch für 295 Euro ersteigert worden, war für das zweite Stück mehr als doppelt so viel Geld nötig: Für sage und schreibe 666 Euro hat der junge Eishockey Fan Jonas Bock das besondere Exemplar ersteigert.

Der Schwabbrucker hatte die Aktion von Morris mitbekommen, der den Erlös der Versteigerung der Hohenfurcherin Susi Kühner zukommen lassen will, die selbst an Brustkrebs erkrankt ist. Nach kurzem Abwägen stieg er in den Bieterkampf auf dem Internetportal eBay ein. Immer stückweise, bis am Mittwochnachmittag 300 Euro erreicht waren. Nur lagen die anderen Bieter immer um einen Euro über seinem Gebot. „Also kühlen Kopf behalten und erst mal unter die Dusche“, so sein Gedanke, denn die Zeit drängte. Nur noch wenige Stunden an diesem Mittwoch hatte er die Gelegenheit mitzubieten, denn am Abend musste er an einer Veranstaltung teilnehmen.

Bevor er dorthin ging, setzte er alles auf eine Karte. Jonas gab den „Schnapszahl-Betrag“ von 666 Euro ein. Und bekam genau um 20.19 Uhr und 21 Sekunden den Zuschlag. Informiert wurde er von Freunden, die die Versteigerung verfolgt hatten.

Jonas ist begeistert. Seine Geschwister auch. Nur ein ganz klein wenig drückte ihn der Schuh. Er hat seiner Freundin Camila nichts von der Aktion erzählt. Schon gar nichts von dem Betrag von 666 Euro. Am nächsten Tag dann in einem diplomatisch gewählten Moment die große Beichte. Camila quittiert diese mit einer dicken Umarmung. Und setzt noch eins drauf. Mit Viola, der Schwester von Jonas, backt sie ganz spezielle Muffins für die Schlägerübergabe. Alle mit roten Herzchen und dem Schriftzug des EC Peiting verziert.

Da ist auch Susi Kühner sprachlos, die es sich nicht nehmen hat lassen, persönlich mit Ty Morris zu der Schlägerübergabe nach Schwabbruck zu fahren. Mit einer weiteren kleinen Zugabe für Jonas. Er bekommt natürlich den Schläger von Susi und Ty signiert und dazu noch einen Spielpuck sowie ein Eishockey-Cappy.  hh

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