Auf ihn kommt es an: Der Einwinker hilft dem Piloten des Rettungshubschraubers bei der Landung.
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Auf ihn kommt es an: Der Einwinker hilft dem Piloten des Rettungshubschraubers bei der Landung.

In Schongau und Hohenfurch

Zwei Einsätze für Feuerwehren in der Nacht

Die Feuerwehren im Landkreis müssen täglich ihren Dienst versehen. Zur Zeit immer mit dem „Gespenst Corona“ im Nacken sitzend. In den vergangenen Tagen mussten sie oft nachts ausrücken.

Hohenfurch/Schongau – Es sind schwierige Zeiten, vor allem für die Einsatzkräfte aller Rettungsdienste. Egal ob Bergwacht, Wasserwacht, Polizei, Feuerwehr oder Rettungsassistenten und Notärzte, sie alle haben derzeit unter extremen Bedingungen zu arbeiten. Immer mit dem „Gespenst Corona“ im Nacken sitzend, müssen diese Frauen und Männer täglich ihren Dienst versehen. Und das oft zu Zeiten, wo ihre Mitbürger den Feierabend angetreten haben oder schon lange die Bettruhe genießen.

So auch in der Nacht auf vergangenen Mittwoch, in der die Feuerwehren aus Hohenfurch und Schongau zu Einsätzen alarmiert wurden – allerdings zeitlich und örtlich getrennt voneinander.

Feuerwehr Hohenfurch musste Landeplatz für Rettungshubschrauber ausleuchten

Gegen 20 Uhr bekam die Feuerwehr Hohenfurch den Auftrag, einen Landeplatz für den Rettungshubschrauber aus München auszuleuchten. Eine schnelle Entscheidung war gefordert, da der Hubschrauber schon vom Klinikum in München gestartet war. Hohenfurchs Feuerwehr-Kommandant Frank Karczewski wählte den Landebereich auf einem Wiesenstück in Nähe einer neugebauten Halle aus, da dorthin eine problemlose Zufahrt möglich war.

Alles ging blitzschnell. Die Beleuchtung wurde aufgestellt, der Einwinker legte Atemschutz an und kniete in Position, als der Hubschrauber im Anflug war. Die erkrankte Person wurde vom behandelnden Notarzt an die Rettungscrew des Hubschraubers übergeben, in den Helikopter verbracht und auf dem schnellsten Weg nach München geflogen.

Einteilung der Aufträge durch Kommandant Frank Karczewski (2.v.re.). Alle Einsatzkräfte tragen Masken.

Schongauer Feuerwehr wird von Polizei alarmiert

Für die Hohenfurcher Wehr war der Einsatz mit der Nachbesprechung beendet. Die Schongauer wurden dagegen kurz vor Mitternacht durch die Polizei alarmiert. Der Grund: Eine Ölspur auf der Straße, die für andere Verkehrsteilnehmer zur Gefahr werden kann, musste beseitigt werden.

Verursacht wurde der Ölaustritt durch einen Defekt am Motor eines Pkw. Wie von Kommandant Werner Berchtold zu erfahren war, zog sich die Ölspur vom zweiten Kreisverkehr der Marktoberdorfer Straße auf der B-472 bis hin zum Abzweig Burggen/Altenstadt. Das ausgelaufene Öl musste auf der gesamten Strecke mit einem speziellen Granulat gebunden und abgekehrt werden. Gute eineinhalb Stunden waren die 15 Männer damit beschäftigt. Alle mit Schutzmasken ausgerüstet, was das Arbeiten nicht gerade einfach macht.

Auch am vergangenen Ostermontag sind die Frauen und Männer der Schongauer Wehr im Einsatz gewesen. Ebenfalls gegen Mitternacht wurden sie zur Unterstützung des Rettungsdienstes angefordert und halfen.

HANS-HELMUT HEROLD

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