Zum Abschluss noch das gemeinsame Gruppenfoto: Vor den ungarischen Handballern vorne von rechts Piroska/Negele-Wirt Karol Hajnal, Bürgermeister Guntram Vogelsgesang, Julianna Hainal und Mitarbeiter Boro Bandic. Dahinter von rechts Präsident Laszlo Marosi und Trainer Vladan Matie.
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Zum Abschluss noch das gemeinsame Gruppenfoto: Vor den ungarischen Handballern vorne von rechts Piroska/Negele-Wirt Karol Hajnal, Bürgermeister Guntram Vogelsgesang, Julianna Hainal und Mitarbeiter Boro Bandic. Dahinter von rechts Präsident Laszlo Marosi und Trainer Vladan Matie.

Erstliga-Handballer aus Tatabanya zu Besuch bei ihrem früheren Wirte-Ehepaar in Hohenfurch

Ungarn treffen Ungarn

Hohenfurch – Es war nur ein kurzer Besuch in Hohenfurch: Drei Tage lang hielt sich kürzlich die ungarische Erstliga-Handballmannschaft des KC Tatabanya mit ihren sieben Nationalspielern in der Schönachgemeinde auf. Bei ihren Freunden, Karol und Julianna Hajnal im Gasthof Piroska/Negele, wo sie vom Wirtsehepaar samt Personal bestens betreut wurden.

„Wir fühlen uns hier sehr wohl, und die ländliche Gegend gefällt uns sehr gut“, bestätigte Laszlo Marosi, der Präsident des Profi-Vereins, der einst neun Jahre lang Spielmacher bei Lemgo war und dort perfekt die deutsche Sprache lernte. Er kann sich gut vorstellen, wieder einmal mit dem Team nach Hohenfurch zu kommen.

Dass die Handballer mit dem Wirtsehepaar, ebenfalls ungarischer Abstammung, über vergangene Zeiten in der 70 000 Einwohner zählenden Stadt Tatabanya gesprochen haben, versteht sich von selbst. Denn: Das Wirtsehepaar Karol (Karlo) und Julianna Hainal hat in früheren Zeiten im Sport-Zentrum des Erstligisten Tatabanya KC für die Handballer gekocht.

Bei einem kurzen Rundgang nutzten die Handballer die Gelegenheit, die Schönachgemeinde kennen und lieben zu lernen. Alles unter Corona-Bedingungen, und auch an den Grenzen gab es bei der Überfahrt keinerlei Probleme. „Alle 24 Stunden unterziehen wir uns einem Test“, bestätigt der Präsident und zeigte sich angetan von der Gemeinde: „Das sind hier viele nette und freundliche Leute.“

Vor allem der Blick in die schneebedeckten Berge hat es den Ungarn angetan. „Eine schöne Gegend.“ Gerne wären sie noch eine weitere Nacht in Hohenfurch geblieben. Doch in der Schweiz war eine folgende Übernachtung für ein angesetztes Spiel bereits gebucht und bezahlt, und das Hotel bestand auf die Anreise.

Am zweiten Tag in Hohenfurch gab es noch ein paar Begrüßungsworte durch Bürgermeister Guntram Vogelsgesang, der von einer Ehre sprach, solch große Sportler im Dorf begrüßen zu dürfen. Als Dank überreichte er das Hohenfurcher Wappen im Glas, ehe die Handballer schon wieder die Pflicht einholte: Nach einer taktischen Trainingseinheit mittels Video im Piroska/Negele-Saal folgte nach einer Kaffeepause die Abfahrt nach Memmingen zu den Rhein-Neckar Löwen, morgens Rückkehr nach Hohenfurch und dann noch ein Tag Aufenthalt, ehe es spätnachmittags in Richtung Schweiz zu den Kadetten Schaffhausen weiterging und von dort aus nach dem Donnerstags-Match direkt zurück in die Heimat.

„Für uns hat jetzt die Nationalliga Priorität“, sagt Laszlo Marosi. „Dort haben wir sechsmal den dritten Platz geholt, und den wollen wir auch diesmal behaupten.“ Auch ohne Zuschauer. Denn wie in Deutschland sind auch die Ungarn sehr vorsichtig. „Aber hoffentlich bald wieder mit Fans“, sprach der Präsident die neue, 6000 Besucher fassende Halle an, die in Tatabanya derzeit vor der Vollendung steht. Sicherlich gibt es auch dort einmal ein Wiedersehen. Zumindest für Hohenfurchs Wirtsleute, die um ihre Gäste redlich bemüht waren und nach Worten der Handballer alles richtig gemacht haben.

DIETMAR FRIEBEL

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