Tolle Kostüme, tolle Show: In der Weilheimer Stadthalle war einiges geboten

Prunksitzung 2020

Hohenfurch die Faschingshochburg im Kreis

Mit seiner dritten großen Prunksitzung hat der Hohenfurcher Faschingsclub bewiesen, dass die Schönach-Gemeinde ihren Ruf als Faschingshochburg im Landkreis mehr als verdient hat. In der voll besetzten Weilheimer Stadthalle begeisterten die Hohenfurcher das Publikum mit Show, Akrobatik, Garde-Tanz und vielen launigen Reden.

Hohenfurch/Weilheim – „Wochenend’ und Sonnenschein“ spielte die Schongauer BigBand zum Einzug der Garden aus Hohenfurch und Peißenberg, die mit ihren phantasievollen Kostümen und atemberaubenden Tänzen, gepaart mit akrobatischen Figuren, die Bühne zum Beben brachten. Bevor es dann richtig zur Sache ging, eröffnete das Hohenfurcher Prinzenpaar „Christina II. vom Klang der Herzen“ (Christina Linseis) und „Tobias II. vom Birkenauer Adel“ (Tobias Kellhammer) mit einem hingebungsvollen Walzer den amüsanten, launigen und abwechslungsreichen Abend.

Dem stand das Peißenberger Prinzenpaar mit „Prinzessin Laura I.“ und „Prinz Alexander I.“ in nichts nach. Sie zeigten ebenfalls einen romantischen Walzer und boten als Zugabe eine heiße Tanznummer mit sehenswerten akrobatischen Einlagen.

Die Kommunalpolitiker kamen nicht zu kurz

Dass auch die Kommunalpolitiker, die sich zahlreich eingefunden hatten, in der Kritik nicht zu kurz kamen, dafür sorgten beim „närrischen Pfaffenwinkel“ der Elferrat und die Sitzungspräsidenten Tobias Linder und Matthias Strauß, die das Publikum immer wieder mit dem Hohenfurcher Schlachtruf „Schönau, Schönau, Schönau“, anfeuerten.

Nicht zu kurz kam dabei natürlich der Hausherr, Weilheims Bürgermeister Markus Loth, dem sie für die bevorstehenden Wahlen viel Glück wünschten. „Wenn Du nicht auf Deinen Thron zurück kannst, kannst ja den Dobrindt fragen, ob er einen Chauffeur gebraucht.“

Dobrindt war dann auch „ein echter Hochkaräter“ und wichtigster Gast an diesem Abend. „Diese Sitzung gleiche so mancher Faschingssitzung in Berlin“, so die Meinung der beiden Moderatoren. Zu kurz kam auch der Spaß zum Zurücklehnen und Zuschauen nicht. Dafür sorgten Lorenz Huber und Ludwig Braunegger als „Lenzi und Onkel Lou“ mit einer Clownerie der Spitzenklasse. Und Tanzmariechen Jenny aus Höchstatt wirbelte über die Bühne, vorbei am begeisterten Elferrat, der genauso wenig mit Beifall sparte wie das Publikum.

Die Hohenfurcher hatten an nichts gespart 

Die Hohenfurcher hatten an nichts gespart. Eigens aus Wartenberg kam die Truppe „Dance United“, die bei ihrer gigantischen Show waghalsige dreistöckige Hebefiguren präsentierte, was die Besucher den Atem stocken ließ. Als sie dann noch Alexander Dobrindt auf die Bühne baten, der sich dann mutig in die Höhe werfen ließ, war die Show perfekt.

Wortgewandt und mit viel Esprit sorgten danach die beiden „Landpomeranzen“ Silvia Huber und Claudia Löffler für beste Unterhaltung. Nicht nur, dass sie die anwesenden Politiker ein wenig „durch den Kakao zogen“, sie befassten sich auch mit dem so aktuellen Klima-Thema: „Weilheim ist klimafreundlich, alle Radlständer sind leer“, so ihre Beobachtung.

Je später der Abend, umso erheiternder wurde es. Unter dem Kommando „drei vier, drei vier“ von Feuerwehr-Kommandant Jürgen Fischer, zog die „Schönachdorfer Feuerwehrkapelle“ in den Saal ein. Mit schrägen Beiträgen unterhielten sie gut eine Stunde ihr Publikum. Da blieb kein Auge trocken, die Politiker wurden nicht verschont.

Thema war auch der Corona-Virus, denn ein Trommler kam mit Mundschutz: „Vor dieser Gestalt macht selbst der Virus Halt. Und bist du hier im Saal, bleibt der Virus vor der Tür.“

Die Hohenfurcher bezeichneten den „Dachsbräu“ und den Zuchtviehmarkt als die „größte Attraktion“ in Weilheim. Auch die Peißenberger bekamen ihr Fett weg: „Es müsste nicht ,Frohsinn 2000’, sondern ,Trübsinn 2000’ heißen, das hat aber nichts mit Vanni zu tun.“

Alle wurden aufs Korn genommen 

Aufs Korn genommen wurden auch die Nachbarorte: Ein besonderer Spaß war die Frage an Landrätin Andrea Jochner-Weiß: „Willst Du beim Gautrachtenfest heuer unser Taferlbua sein?“ Was sie dann auch auf der Bühne mit viel Humor bewies. Und dann gab es noch einen Tipp: „Wenn Du es nicht mehr in die Ehrenkutsche schaffst, dieser Job bleibt Dir.“

Nicht fehlen durfte das Krankenhaus mit seiner „Halloween-Party“, dabei wurde Jochner-Weiß zur „Pflegemutti“ gekürt. Auch die musikalischen Einlagen der Truppe, die zur „Hälfte vom Arbeitsamt und der Rest vom Landratsamt kommt“ und die in den Saal strafversetzt seien, gaben unter anderem den „Wahlkampf-Tango“ zum besten. Entlassen wurde die schräge Truppe vom Publikum „mit vollen Bäuchen und leeren Köpfen“ nach ihren erheiternden Beiträgen mit tosendem Applaus.

Bilderstrecke zur Prunksitzung des Hohenfurcher Faschingsclubs in Weilheim

Hochkarätig war auch die Musik: Die Schongauer Bigband sorgte dafür, dass die Besucher auf ihre Kosten kamen und lockten alle Tanzbegeisterten mit ihren schwungvollen musikalischen Beiträgen auf die Tanzfläche. Es war wieder eine rundum gelungenen Prunksitzung, bei der kein Auge trocken blieb und die sicherlich in den Köpfen sowohl der Politiker, als auch der Besucher, noch lange nachwirken wird.

Inge Beutler

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