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Informierte den Gemeinderat: Michael Braun (Mitte) vom KVS mit Bürgermeister Guntram Vogelsgesang (links) und VG-Geschäftsstellenleiter Sebastian Ostenrieder.

Hohenfurch will Zweckverband beitreten

Jetzt soll’s Rasern an den Geldbeutel gehen

Hohenfurch - Der Hohenfurcher Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend den Beitritt der Gemeinde zum Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit (KVS) frei gemacht. Das Gremium votierte mit überwältigender Mehrheit dafür. Jetzt muss der Beschluss nur noch die Gemeinschaftsversammlung der VG Altenstadt am heutigen Donnerstag und die Zweckverbandsversammlung im April passieren.

Dass sich die Gemeinderäte für einen Beitritt entscheiden würden, war im Grunde schon länger klar. Nicht nur, dass Bürgermeister-Gattin Sabine Vogelsgesang in der Vergangenheit immer wieder dafür gesorgt hatte, dass der Geschwindigkeits-Smiley in der Ortsdurchfahrt wiederholt installiert wurde. Auch Gemeinderat Josef Schmidbauer (SPD) hatte immer wieder darauf verwiesen, „dass es doch nicht angehen kann, dass in unserer Ortsmitte so gerast wird und wir nichts dagegen tun können“. Und so waren die zwei Gegenstimmen bei der Schlussabstimmung letztlich auch keine Gegner des Vorhabens. Manfred Gornik und Peter Schratt votierten nur dafür, zunächst einen zweijährigen Testlauf zu probieren und danach zu entscheiden, ob man beitreten will. Auslöser ihrer Entscheidung war vermutlich nicht zuletzt die Ankündigung aus Bernbeuren, möglicherweise wieder auszutreten, weil die Gemeinde bislang stets draufgezahlt hat.

 Die Bernbeurer, so erläuterte der Geschäftsführer des KVS. Michael Braun aus Bad Tölz, seien allerdings bei einem tatsächlichen Austritt die bislang einzige Gemeinde, die diesen Schritt unternehmen würde. Und es seien immerhin 99 Städte und Gemeinden, die der KVS derzeit betreue. Braun war es auch, der die Einrichtung dem Gemeinderat kurz vorstellte. Als Körperschaft des öffentlichen rechts sei man derzeit vom Landkreis Landsberg im Westen bis Rosenheim im Osten und auch bis Garmisch-Partenkirchen im Einsatz. Die 63 Mitarbeiter arbeiteten dabei mit modernster Technik und elf Überwachungsfahrzeugen. Zwei weitere sollen in diesem Jahr noch dazukommen.

 Derzeit wirke man an 1800 Messstellen, wobei „wir nirgends messen, wo die Gemeinde das nicht will“. Außerdem stimme man sich bei seiner Arbeit stets mit der Polizei ab. Betreut werde dabei nur der fließende Verkehr – und das im abgelaufenen Jahr immerhin an etwa 25 000 Stunden. Die Gemeinden erhielten zum Ende jedes Jahres mit dem Jahresbericht auch Grafiken und Darstellungen und erhielten Einblick in die Abrechnungen. Eine Stunde Überwachung schlage für die Gemeinde mit 95 Euro zu Buche, hinzu kämen pro zu bearbeitendem Fall sechs Euro Gebühr.

 Stolz sei man auf die Benotung „unserer Mitarbeiter, die überall die Note 1 oder 2 erhalten haben“. Parallel zu den Geschwindigkeitsmessungen, so Braun, würden auch Flyer aufgehängt mit Texten wie „Lassen Sie uns abblitzen“ oder „Rücksichts-Gang einlegen“. „Uns geht es bei unseren Messungen auch nicht nur darum, wie viele Fahrzeuge uns ins Netz gehen, sondern auch, wie schwer die Delikte sind“, erläuterte Braun. 

Für Bürgermeister Guntram Vogelsgesang ist wichtig, „dass alle Verkehrsteilnehmer gleich behandelt werden und nicht – wie in Oberammergau geschehen – Bußgelder wieder zurückgenommen wurden.“ Das konnte Braun zusagen Zudem interessiert den Gemeindechef, ob es möglich sei, sogenannte semistationäre Anlagen zu installieren, also Blitzgeräte auf Anhängern, die bis zu fünf Tage stehenbleiben können. Beim KVS ist man darauf vorbereitet, wartet nur noch auf die Entscheidung des Freistaats. Falle diese positiv aus, werde man entsprechende Fahrzeuge anschaffen. Die Gemeinderäte wollten zudem wissen, ob es eine Anfahrtspauschale gebe, ob man die Messtage auswählen oder auch bei der Höhe des Bußgelds mitreden könne.

 Auch Fragen dazu, wie oft man Flyer aufhängen könne und ob die Verkehrsüberwacher schon wüssten, wo sie auf der Hauptstraße blitzen, kamen. Zur letzten frage meinte Braun: „Wir werden in einer Seitenstraße stehen und einen Seitensensor aufbauen.“ All dies überzeugte das Gremium, das damit den ersten Schritt zur Bekämpfung der Temposünder ging.

Stephan Penning

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