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Beim zweiten Anlauf klappt die Vergabe

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Von: Kathrin Hauser

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Nun können die Bauarbeiten beginnen: Die ehemalige Sparkasse wird Schritt für Schritt zum „Kinderhaus am Schächen“ umgebaut. Foto (a): Ruder
Nun können die Bauarbeiten beginnen: Die ehemalige Sparkasse wird Schritt für Schritt zum „Kinderhaus am Schächen“ umgebaut. Foto (a): Ruder © Ruder

Im zweiten Anlauf hat der Hohenpeißenberger Gemeinderat nun die Aufträge für die Umbauarbeiten der ehemaligen Sparkasse zum Kinderhaus vergeben. Beim ersten Versuch waren die eingereichten Angebote so teuer, dass sie den finanziellen Rahmen gesprengt hätten.

Hohenpeißenberg – Nach der zweiten Ausschreibung hat es nun geklappt: Für sämtliche Gewerke, die im Rahmen der Sanierung und des Umbaus der ehemaligen Sparkasse zum „Kinderhaus am Schächen“ vergeben werden müssen, konnten Beschlüsse gefasst werden. Der Hohenpeißenberger Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Mittwoch, die Elektroinstallationsarbeiten, Sanitär- und Lüftungsinstallationsarbeiten, die Heizungsinstallationsarbeiten, die Metallbau- und Schlosserarbeiten und die Zimmererarbeiten an die Firmen zu vergeben, die vom damit betrauten Ingenieurbüro vorgeschlagen worden waren. Die Beschlüsse wurden jeweils ohne Gegenstimme gefasst.

Die meisten Aufträge über Arbeiten an der ehemaligen Sparkasse können Firmen in der Region erteilt werden – mit den Elektroinstallationsarbeiten wurde sogar ein örtlicher Betrieb („Weinmann Elektro-Anlagen“) beauftragt. „Wir hätten gern mehr Aufträge am Ort vergeben, aber wenn keine Angebote kommen, geht das nicht“, sagte Bürgermeister Thomas Dorsch dazu.

Wie berichtet, hätte die Vergabe bereits stattfinden sollen, doch im ersten Anlauf waren die Angebote – insbesondere die über die Baumeisterarbeiten – so teuer gewesen, dass sie den finanziellen Rahmen gesprengt hätten. „Beim ersten Mal hätten die Baumeisterarbeiten alle Kostenplanungen zerrissen“, sagte Dorsch, nachdem alle Gewerke vergeben waren. „Diesmal sind es durchwegs Angebote, die noch im finanziellen Rahmen liegen“, so der Bürgermeister. Dennoch lägen die Kosten zum derzeitigen Stand rund 165 000 Euro und damit runde acht Prozent über den ursprünglich geplanten Ausgaben, wovon die Gemeinde Hohenpeißenberg lediglich einen geringen Anteil übernehmen muss. Zuschüsse in Höhe von insgesamt rund 1,4 Millionen Euro waren von Freistaat und über ein Sonderförderprogramm des Bundes bereits bewilligt worden.

Im Jahr 2019 hatte die Gemeinde Hohenpeißenberg das ehemalige Sparkassengebäude erworben und anschließend die Räume im Obergeschoss provisorisch so umgebaut, dass dort im September 2019 eine Kinderkrippe ihren Betrieb aufnehmen konnte. Während der Umbauarbeiten des Sparkassengebäudes ist diese nun im Pfarrsaal untergebracht (wir berichteten). Nun soll auch das Erdgeschoss der ehemaligen Sparkasse zum Kindergarten umgebaut werden. Wenn alle Arbeiten nach Plan erledigt werden können, dann soll das „Kinderhaus am Schächen“ in einem Jahr bezogen werden können.

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