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Das Jahr 2021 brachte viel Sonne und viel Niederschlag

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Oft gab es im Jahr 2021 Sonne auf dem Hohen Peißenberg. © Gronau

Das vergangene Jahr hatte eine Durchschnittstemperatur von 7,6 Grad. Damit war es im Vergleich zum langjährigen Mittel 1,1 Grad zu warm. 2021 war das elfte zu warme Jahr in Folge, wie das Observatorium auf dem Hohen Peißenberg in seinem Jahreswetterrückblick feststellt.

Hohenpeißenberg – Das Jahr 2021 fiel mit einer Mitteltemperatur von 7,6 Grad (immer Celsius) um 1,1 Grad zu warm aus. Als Vergleichswert wird regelmäßig ein Durchschnittswert der Jahrestemperaturen der Jahre von 1961 bis 1990 verwendet. Es war das elfte zu warme Jahr in Folge. Das war auch deutschlandweit der Fall. Es gab aber keine neuen Temperaturrekorde.

Das Vorjahr 2020 war auf dem Hohen Peißenberg mit einer Jahresmitteltemperatur von 9,0 Grad das wärmste Jahr seit dem Jahr 1781 gewesen, seit dieser Wert dort gemessen wird. Die Serie der extrem zu warmen Jahre von 2014 bis 2020 mit Jahresmitteltemperaturen von 8,1 bis 9,0 Grad wurde zumindest unterbrochen.

Die höchste Temperatur des Jahres 2021 wurde mit 28,0 Grad am 14. August gemessen. Am kältesten war es mit minus 14,9 Grad am 13. Februar. Auf dem Hohen Peißenberg wurden 14 Sommertage mit Temperaturhöchstwerten über 25 Grad gezählt. Frost trat an 100 Tagen auf. Eistage – also Tage mit Dauerfrost – gab es 44. Sieben Monate fielen zu warm aus, im Jahr zuvor waren es sogar elf Monate. Besonders warm waren der Februar mit einem Monatsmaximum von 18,6 Grad und der Juni mit über 4 Grad Abweichung.

2021 fielen 1239 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, zwei Prozent mehr, als nach dem langjährigen Mittelwert zu erwarten war. Die Niederschlagsbilanzen auf dem Hohen Peißenberg waren bisher stets sehr ausgeglichen. Aus der Historie der Niederschlagsmessungen, die seit 1879 vorgenommen werden, geht hervor, dass es nach einem oder zwei zu trockenen Jahren immer den Ausgleich in den Folgejahren gab.

Deutschlandweit war das allerdings anders in den vergangenen drei Jahren, welche alle zu trocken waren. Daher war hier das Jahr 2021 ein gutes Jahr mit ausgeglichenen Niederschlägen – vor allem nicht nur punktuell, sondern in der Fläche. Besonders niederschlagsreiche Monate waren Januar, Juli und August. Wesentlich zu trocken waren die Monate April und Oktober, in denen weniger als die Hälfte der Niederschläge fiel, die nach dem langjährigen Mittel zu erwarten gewesen wären.

An zwölf Tagen wurde Hagel beobachtet. Gewitter traten an 37 Tagen auf. Eine Schneedecke lag an 99 Tagen mit einer Maximalhöhe von von 51 Zentimetern, die am 18. Januar 2021 nachgemessen wurde. Die Sonne schien 1994 Stunden. Es war ein sehr sonniges Jahr (Abweichung 109,5 Prozent). Die höchste Windspitze wurde mit 31 Metern pro Sekunde beziehungsweise 111 Kilometern pro Stunde am 30. November gemessen.

Im Deutschlandjahresrückblick für das vergangene Jahr war Bayern das zweitkühlste, zweitnasseste und zweitsonnigste Bundesland. Das Jahr 2021 war auch von lokalen Unwettern wie der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, den sintflutartigen Regenfällen in der Höllentalklamm, sowie Tornados und Hagelschlägen geprägt, welche über Teilen Deutschlands punktuell verteilt waren.

Siegmar Lorenz, Wetterbeobachter Dipl.-Ing.(FA) im Observatorium auf dem Hohen Peißenberg

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