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Einige „Schätzchen“ und „Highlights aus dem Rennsport“: Großer Andrang bei Oldtimertreffen auf dem Hohen Peißenberg

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Von: Bernhard Jepsen

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Ein besonderer Hingucker war der Peugeot 205 Turbo 16 Rallye-Wagen, den ein Oldtimerfreund aus Tirol auf den Hohen Peißenberg brachte. Der Wagen „hat schon einiges hinter sich“, so der stolze Besitzer Erich Müller (h.l.).
Ein besonderer Hingucker war der Peugeot 205 Turbo 16 Rallye-Wagen, den ein Oldtimerfreund aus Tirol auf den Hohen Peißenberg brachte. Der Wagen „hat schon einiges hinter sich“, so der stolze Besitzer Erich Müller (h.l.). © Bernhard Jepsen

Das Oldtimertreffen auf dem Hohen Peißenberg lockte zahlreiche Autobesitzer und Interessierte an. Zu sehen war unter anderem der „schönste BMW“.

Hohenpeißenberg – Alfred Schachtner ist Oldtimerreferent beim MSC Bayerischer Rigi – und das kommt nicht von ungefähr. Seit 30 Jahren ist er in der Szene unterwegs und bestens vernetzt. Beim Oldtimertreffen auf dem Hohen Peißenberg war Schachtner voll in seinem Element. Kaum eine Minute verging, in der er nicht von jemandem zum Small-Talk begrüßt wurde: „Ich kenne hier fast jeden“, erzählte Schachtner schmunzelnd, während sein Blick zufrieden und stolz übers proppenvolle Gelände am unteren Bergparkplatz schweifte.

Bereits zur Mittagszeit hatten die fleißigen MSC-Helfer 650 Anmeldekärtchen an die Teilnehmer des Oldtimertreffens ausgegeben. „Bis zum Nachmittag werden wir wohl auf die 750 kommen“, mutmaßte Schachtner. Die Resonanz war also gewaltig. Die Oldtimerbesitzer lechzten geradezu danach, ihre Schmuckstücke zu präsentieren. Und das bewölkte, aber trockene Wetter bot die idealen Rahmenbedingungen: „Wir haben richtig Dusel. Würde es regnen, dann hätten wir vielleicht nur 20 Prozent der Teilnehmer. Das wäre ein Trauerspiel“, meinte Schachtner: „Nässe ist Gift für Oldtimer.“

Mittendrin: der „schönste BMW“

Geboten wurde den Besuchern eine breite Palette an Autos, Motorrädern und Bulldogs. Als „Special“ hatte der MSC heuer den BMW E 30 ausgerufen – und damit einen Nerv getroffen. Scharenweise sowie in allen Variationen und Farben wurde der, wie eingefleischte Fans behaupten, „schönste BMW“ Richtung Bergparkplatz gesteuert.

Großer Andrang: Bis zum Mittag waren schon 650 Anmeldekärtchen ausgegeben worden.
Großer Andrang: Bis zum Mittag waren schon 650 Anmeldekärtchen ausgegeben worden. © Bernhard Jepsen

Auch Tommy Preikschas aus dem Nachbarlandkreis Landsberg kam mit seinem E 30 zum Oldtimertreffen. Gemeinsam mit Marken-Kollegen hatte er sich in Hohenpeißenberg getroffen, um dann gemeinsam im Korso den Berg hinauf zu fahren. Was Preikschas am E 30 so fasziniert? „Er ist ein zeitloser Klassiker.“ Und für ihn hat er auch eine ganz persönliche Geschichte.

Sein weißer E 30 gehörte früher einem Freund, der später bei einem Motorradunfall tödlich verunglückte. Preikschas übernahm den Wagen und baute ihn so um, wie es der Freund vorgehabt hatte. In der „BMW E 30“-Community ist er gut vernetzt. Kontakte sind besonders bei der Ersatzteilbeschaffung wichtig, denn die wird immer schwieriger. „Auch die Preise für die Autos gehen nur nach oben“, weiß Preikschas zu berichten.

Weiteres Highlight: ein Peugeot 250 Turbo 16

Eines der großen „Highlights“, die beim Oldtimertreffen bestaunt werden konnten, war der Peugeot 205 Turbo 16. Der Rallye-Rennwagen wurde auf einem Hänger aus Lermoos antransportiert. „Das Auto hat schon einiges hinter sich“, erzählte Besitzer Erich Müller. Der Peugeot wurde bereits von mehreren Deutschen Rallye-Meistern chauffiert, auch nahm er bereits an der Misano-Legend-Rallye teil. Dem Gast aus Tirol gefiel das MSC-Oldtimertreffen: „Das ist total nett hier.“

Kleiner Wehrmutstropfen für den MSC: Die eigentlich als Gleichmäßigkeitsfahrt auf den Hohen Peißenberg für September geplante „Monte Rigi Classic“ wird zumindest heuer nicht stattfinden. Von behördlicher Seite waren zwar die Rahmenbedingungen bereits abgesteckt, aber auf Gemeindeebene muss der MSC noch Überzeugungsarbeit leisten. Die „Monte Rigi Classic“, so beteuerten die Vereinsverantwortlichen, habe man jedenfalls weiter auf dem Schirm.

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