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Warum es für die „Stiftung Namibia“ keine Corona-Pause gab

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Von: Kathrin Hauser

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Berichteten über die Aktivitäten ihres Vereins: (v.l.) Andrea Schuster, Brigitte Zöller, Dr. Beatrix Heimrich, Irma Gundlach und Thomas Dorsch von der „Stiftung Namibia“. © Gronau

Schon bevor die Corona-Pandemie wütete, war das Engagement der „Stiftung Namibia“ dort wichtig. In den vergangenen eindreiviertel Jahren haben die Hilfsprojekte des Hohenpeißenberger Vereins in Afrika noch an Bedeutung zugenommen, deswegen sind mehr Spenden nötig.

Hohenpeißenberg – „Wir haben damals ganz klein angefangen“, erinnert sich Dr. Beatrix Heimrich, die Vorsitzende der „Stiftung Namibia – Kinder in Afrika brauchen Hilfe“. Im Jahr 2004 gab es zum ersten Mal einen „Eine-Welt-Basar“ in Hohenpeißenberg. Damals war Pater Johannes Neudegger Pfarrer im Ort, der zuvor als Missionspater unter anderem in Namibia tätig gewesen war. Aus dieser Verbindung entstand das Engagement für Namibia. „Wir sind dann immer größer geworden“, erzählte Heimrich kürzlich bei einem Pressetermin. Mit der Zeit sei der „Eine-Welt-Basar“ zum „Afrika-Tag“ herangewachsen , der mit buntem und vielfältigem Programm aus dem Gemeindesaal ins größere „Haus der Vereine“ umziehen musste.

Im März 2014 wurde dann der Verein „Stiftung Namibia“ gegründet, deren Motto lautet „Sich als eine Welt fühlen und Verantwortung übernehmen“. Zweck des Vereins sei kurzfristig, den Menschen in Namibia mit Dingen zu versorgen, die sie zum Leben benötigen wie zum Beispiel Nahrungsmitteln und einem Zuhause. Langfristig gehe es darum Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, etwa indem Bildung ermöglicht werde, berichtete Heimrich.

Der Verein unterstützt mehrere Hilfsprojekte in Namibia und hat diese zum Teil auch mit aufgebaut. Diese Unterstützung aus Hohenpeißenberg und der Umgebung war schon vor der Coronazeit wichtig. Der Verein hat unter anderem ein Selbsthilfeprojekt für Frauen, ein Straßenkinderprojekt, einen Kindergarten einer Missionsstation und ein Bildungsprojekt, bei dem Frauen zu Internatsleiterinnen ausgebildet werden, unterstützt. „Wir haben schon mehr erreicht, als wir uns träumen lassen konnten“, sagte Heimrich. Die Projekte werden vor Ort von Schwester Beate Schröter koordiniert, die den Tutzinger Missionsbenediktinerinnen angehört. Zudem reisen regelmäßig Vereinsmitglieder nach Afrika, um dort mitzuhelfen.

Doch um weiter so erfolgreich Hilfe leisten zu können, benötigt der Verein finanzielle Unterstützung durch Spenden. Während der Pandemie haben sich Not und Elend auf dem ärmsten Kontinent der Welt noch vergrößert, deswegen hat auch die „Stiftung Namibia“ ihr Engagement noch verstärkt, wie Heimrich und ihre Mitstreiterinnen Andrea Schuster, Brigitte Zöller und Irma Gundlach bei dem Pressetermin berichteten. Im vergangenen Jahr mussten zum Beispiel zusätzlich Lebensmittel verteilt werden. In Namuntuntu, wo sich die Missionsstation befindet, war Spatenstich für den Bau des Internats, das unter anderem mit Möbeln eingerichtet werden soll, die vom Verein gesammelt und in einem Container nach Namibia verschifft wurden. Der Kindergarten in Bethanie im Süden Namibias wurde fertiggestellt. Dort soll mithilfe von Voluntären eine Anlaufstelle für Touristen aufgebaut werden, um der armen Bevölkerung eine Möglichkeit zu bieten, Geld zu erwerben.

Gleichzeitig sind die Gelegenheiten, die Vereinskasse zu füllen, während der Coronazeit weggebrochen. So konnte heuer zum zweiten Mal kein „Afrika-Tag“ stattfinden. „Wir brauchen Geld, um unseren Verpflichtungen weiter nachkommen zu können“, sagte Zöller. Auch neue Mitglieder seien willkommen. Demnächst wollen nach längerer Pause wieder Vereinsmitglieder nach Namibia reisen: „Es ist wichtig, dass wir diesen Kontakt haben“, so Zöller.

Spenden

Der Verein „Stiftung Namibia – Kinder in Afrika brauchen Hilfe“ hat ein Spendenkonto bei der „Sparkasse Oberland“: IBAN: DE05 7035 1030 0036 0106 27 BIC: BYLADEM1WHM

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