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So soll der Wendekreis vor der Zufahrt ausschauen. Rot die Plantsch-Sauna.

Beschluss im Stadtrat

Hol- und Bringzone fürs Plantsch

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Schongau - Der Plantsch-Eingangsbereich ist neu gestaltet worden, die Sauna-Erweiterung fertig – jetzt kommt zum Abschluss noch das i-Tüpfelchen: Bald wird es eine Hol- und Bringzone geben. Damit sollte hektisches Herumrangieren auf dem Gelände bald Vergangenheit sein. Doch mancher ist skeptisch.

Noch vor einem Jahr herrschte bei der Zufahrt zum Plantsch eine regelrechte Anarchie: Autos und Fußgänger liefen und fuhren am Parkplatz quer durcheinander, von Verkehrssicherheit konnte keine Rede sein. Mit dem separaten Fußweg, der im Zuge der Sauna-Erweiterung angelegt wurde, hat sich diese Situation bereits merklich entschärft. Jetzt sollte im Bauausschuss noch die „letzte Entscheidung fallen“, so Sebastian Dietrich vom Stadtbauamt: Es gab den Antrag an die Verwaltung zu prüfen, wie eine Hol- und Bringzone realisiert werden könnte. „Das haben wir in enger Abstimmung mit den Plantsch-Verantwortlichen getan und insgesamt vier Varianten erstellt“, so Dietrich.

Und so sehen die Möglichkeiten aus

Variante A sieht vor, die Hol- und Bringzone direkt in der Einfahrt von der Lechuferstraße anzulegen. In dem Schwenkbereich können laut Dietrich bis zu vier Kurzzeitparker stehen und jemanden abholen. Ohne wie bisher in den Parkplatz einzufahren, können die Autofahrer in einer Kurve zurück in die Lechuferstraße einbiegen. „Das wäre auch für Busse geeignet“, so Dietrich. Schüler könnten so viel besser und sicherer abgeliefert werden, weil ein direkter Anschluss an den neuen Fußweg zum Eingang besteht. „Außerdem ist es die kostengünstigste Lösung, weil wir den Zufahrtsbereich sowieso herrichten müssten“, so Dietrich.

Als einziger Nachteil wurde ausgemacht, dass sich die Verkehrswege in der Ausfahrt kreuzen. Deshalb wurde der verschwenkte Fußweg entlang der Lechuferstraße in Variante B so gewählt, dass er die Plantsch-Zufahrt nicht schräg, sondern rechtwinklig auf kurzem Weg quert.

Variante C wiederum siedelt den Wendebereich direkt vor der Eingangstür an. Dabei sieht Dietrich gleich mehrere Probleme. So würden acht Parkplätze wegfallen, es würden wieder alle Autofahrer in den Eingangsbereich fahren, den man eigentlich freihalten wollte, außerdem könnten Busse dort nicht wenden. „Und wir rücken extrem nah an den Tennisplatz heran, wir bräuchten einen Stück Grund“, so Dietrich.

Mehr Sicherheit für die Schüler

Schließlich gibt es noch Variante D, die den Wendepunkt ganz am Ende des Parkplatzes vorsieht. „Bis dahin würde keiner fahren, das Chaos wäre doch wieder am Eingang“, befürchtete Dietrich, der auch Probleme mit dem Untergrund befürchtet, der aufgefüllt werden muss und in dem Leitungen liegen. Diese Variante sei mit insgesamt 40 000 Euro auch, neben der Variante C (42 000 Euro), die teuerste. Die anderen schlagen mit 35 000 Euro zu Buche. Mit der Polizei sei alles abgesprochen, die finden die Trennung der Verkehrsströme gut.

Paul Huber (CSU) konnte der von der Verwaltung präferierten Variante B wenig abgewinnen. „Die Leute fahren trotzdem bis zum Eingang, alles andere wäre unrealistisch“, war er sich sicher. Man habe den Zugang von der Zufahrt überdacht, entgegnete Dietrich, und hoffe, dass das angenommen werde. „Wir werden nicht alle abholen können“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD). „Aber jeder hat ein Handy, der kann Bescheid sagen, wenn er nach vorne kommt.“ Markus Wühr (CSU) und Bettina Buresch (ALS) plädierten für Variante A. also ohne zusätzlichen Umweg für Fußgänger an der Lechuferstraße. Wühr schlug auch vor, auf die kleine Verkehrsinsel in der Mitte Steine zu legen, damit keiner drüberfährt.

Doch Huber gab nicht auf: „keiner geht nach hinten. Das widerspricht allem, was ich von Sportstätten kenne, das löst unser Problem nicht“, sagte er eindringlich. Doch auch Friedrich Zeller (SPD) fand Variante A die beste Lösung, die schließlich mehrheitlich beschlossen wurde und recht zügig noch in diesem Sommer umgesetzt werden soll.

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