Am Allerheiligen-Abend

Grusel-Clown in Schongau schwingt vor Mutter und Kind eine Keule

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Schongau - Das ist einfach widerlich, mies und gemein: Schon wieder hat ein Grusel-Clown am Allerheiligen-Abend sein Unwesen in Schongau getrieben. Kurz nach 21 Uhr lauerte der Horror-Clown an der Marktoberdorfer Straße beim Fußballplatz einer Gruppe Jugendlicher auf.

Mit einem Taschenmesser fuhr er über die Gitterstäbe eines Zauns. Wie die Schongauer Polizei berichtet, erschreckten sich die Jugendlichen fürchterlich und flüchteten in Richtung Schulzentrum. Die herbeigerufene Polizei konnte nur noch die Flucht des Clowns feststellen – sein Taschenmesser hatte er dabei allerdings offenbar verloren.

Übrigens: Gestern hat sich die Geschädigte bei den Schongauer Nachrichten gemeldet, die bereits am vergangenen Montag in Schongau-West von einem Horror-Clown gejagt worden war. Besonders erschreckend: Dass die Mutter ihre fünfjährige Tochter dabei hatte, darauf nahm der Horror-Clown keine Rücksicht.

Der Schreck sitzt ihr noch in den Gliedern

Aus Angst, der Horror-Clown könnte sie heimsuchen, möchten sie ihren Namen nicht genannt haben. Ihre Begegnung mit dem Grusel-Schocker schildert sie so: Am Halloween-Abend war die Schongauerin mit ihrer fünfjährigen Tochter an der Beethovenstraße in Schongau-West unterwegs, um sich mit anderen Kindern und Eltern zum Süßigkeiten sammeln zu treffen. In der Nähe eines Bistros sieht die Frau auf der anderen Straßenseite einen Mann, der als Grusel-Clown verkleidet ist. „Er ging ganz langsam mit dem hölzernen Schläger auf der Schulter. Ich war mit meiner Tochter allein, weit und breit kein Mensch.“

Was sich dann ereignet hat, ist unfassbar: Der Horror-Clown sieht Frau und Kind, „und ist mit erhobenen Armen auf uns zugerannt, hat dabei den Baseballschläger geschwungen“.

Die Frau bemüht sich ihrer Tochter zuliebe, nicht ihrer Panik nachzugeben. „Ich habe ihn immer wieder angeschrien. Geschrien, dass ich ein Kind dabei habe.“ Mit Erfolg. Der Grusel-Clown verdrückt sich auf die andere Straßenseite. Entschuldigend lüftet er sogar kurz seine Maske, sagt „Sorry“ und macht sich aus dem Staub.

Der Täter war jung

„Es war ein Jugendlicher, vielleicht Anfang 20“, sagt die Frau. Ihre Tochter hat den Vorfall erstaunlich gut verkraftet – „vielleicht gerade weil ich sie nicht gepackt und davongelaufen bin. Aber tief in meinem Innern habe ich mir fast in die Hose gemacht vor Angst.“

Die Polizei ist bis dato machtlos. Trotzdem ruft Polizei-Chef Herbert Kieweg dazu auf, „immer die Polizei anrufen“. Nur so gibt es eine, wenn auch geringe, Chance, dass ein Horror-Clown gefasst werden kann.

Rubriklistenbild: © dpa

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