Appelliert an alle Hundebesitzer, die Hundetoiletten auch zu benutzen: Waltraud Guttek mit ihrer Hündin Mica. Foto: uf

Hundehalterin sauer auf Hundehalter

Peiting - 27 Sammelbehälter für Hundekot hat die Gemeinde Peiting aufgestellt. Trotzdem finden sich immer wieder „Tretminen“ auf Gehwegen, Grünstreifen und Wiesen.

Waltraud Guttek liebt Hunde. Sie ist selbst stolze Besitzerin einer Mischlingshündin namens Mica. Was sie aber nicht verstehen kann ist, dass offensichtlich viele Hundebesitzer ihre Lieblinge ohne Bedenken auf Gehwege kacken lassen, ohne die Haufen hinterher einzusammeln. Besonders beliebte Hundekotplätze sind auch Grünstreifen, Sandkästen auf Kinderspielplätzen oder Wiesen.

Wer schon mal versehentlich in einen Hundehaufen getreten ist, kann Waltraud Gutteks Ärger sicher nachvollziehen. „Das ist unmöglich“, ärgert sie sich über das rücksichtslose Verhalten einiger Hundebesitzer in der Gemeinde. Immerhin befinden sich auf dem ganzen Gemeindegebiet Sammelbehälter für Hundekot. Die Sammeltüten gibt es kostenlos.

Einem Nachbarn von Waltraud Guttek ist es sogar vor kurzem passiert, dass eine Hundebesitzerin ihren Liebling direkt vor seinen Augen in seiner Garageneinfahrt das „große Geschäft“ hat verrichten lassen. Auf seine Aufforderung hin, den Haufen wegzuräumen, bekam er die patzige Antwort, das würde sie auf dem Rückweg erledigen. Was dann aber leider nicht der Fall war.

„Wenn man Hundebesitzer auffordert, die Kackhaufen einzusammeln, bekommt man oft die Antwort, dass sie ja Hundesteuer zahlen“, sagt Waltraud Guttek aus Erfahrung. Für sie ist es selbstverständlich, die Hinterlassenschaften ihres Hundes auch mitzunehmen. Selbst wenn das, besonders bei Hitze im Sommer, nicht immer angenehm sei.

Peitings Bauhofleiter Franz Multerer kann nur berichten, dass die aufgestellten Sammelbehälter gut angenommen würden und fast immer voll seien. Fünf 80-Liter-Tonnen voll Hundekot entsorgen seine Mitarbeiter pro Woche.

Rund 120 000 Stück Hundekottüten werden in Peiting pro Jahr verbraucht. Allerdings gestalten sich Mäharbeiten auf Grünstreifen im Außenbereich trotzdem oft unangenehm, da dort - trotz Sammelbehältern - viel Hundekot liegenbleibe. Besonders unappetitlich ist der Hundekot auf Heuwiesen, die zur Futtergewinnung dienen. Da reicht schon ein Hundehaufen, um einen ganzen Heuballen ungenießbar zu machen. „Es gibt eben immer wieder unvernünftige Hundebesitzer“, drückt es Multerer vorsichtig aus.

Positive Meldungen gibt es dagegen in Bezug auf mögliche Beschädigungen der Hundetoiletten: Die neuen Behälter sind laut Multerer weniger anfällig für Vandalismus. Allerdings wurden in letzter Zeit mehrmals die Sammeltüten angezündet.

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