Pfarrer Frieder Nägelsbach (links) vor der Ideen-Liste zum Kirchenjubiläum. foto: uf

Ideen zum 100-Jährigen gesucht

Schongau - Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Die Dreifaltigkeitskirche wird nächstes Jahr 100 Jahre alt. Bereits jetzt werden Ideen für das Jubiläum gesucht.

Am Pfingstmontag, 14. Juni 1914, ist der Grundstein zur protestantischen Kirche in Schongau gelegt worden. Dies steht zu Beginn der Urkunde zur Grundsteinlegung der Dreifaltigkeitskirche, die zwei Jahre später eingeweiht wurde. Die Planung und Bauleitung hatte der Bezirksbaumeister Adam Stuhlfauth „in uneigennütziger Weise“ übernommen. Die veranschlagten 30 000 Mark Baukosten wurden großteils durch Spenden aufgebracht. Geplant war das Gotteshaus vom 1898 gegründeten evangelischen Verein mit 160 Sitzplätzen.

Anlässlich des anstehenden Jubiläums hatte Pfarrer Frieder Nägelsbach am vergangenen Dienstagabend die Gemeindemitglieder zum „Brainstorming“ in den Gemeindesaal eingeladen. Marlis Kraus hatte eine Powerpoint-Präsentation vorbereitet und verteilte Stifte und Zettel, damit die rund 15 Teilnehmer ihre Gedankenblitze schriftlich festhalten konnten. Es wurden zahlreiche Ideen in den Raum geworfen: Angefangen von 100 Frühlingsblumenzwiebeln, die rund um die Kirche eingepflanzt werden sollen, bis hin zum großen Fest mit den umliegenden Gemeinden. Gesucht werden noch Berichte von Zeitzeugen, Geschichten und Erlebnisse rund um die Kirche sowie historische Fotos für eine Ausstellung.

Den historischen Aspekt des Kirchenbaues der damals kleinen evangelischen Gemeinde will auch der Historische Verein mit einer Ausstellung im Stadtmuseum und einem Beitrag im „Welf“ beleuchten. Ebenfalls soll es verschiedene Angebote für Kinder und Jugendliche geben. Vom Kirchenquiz und Malwettbewerb bis zum Erlebnisweg, vom Mitsing-Konzert bis hin zur Begegnung mit ehemaligen Pfarrern und Zeitzeugen, von Theater- und Musikveranstaltungen über einen „Abend wie vor 100 Jahren“ bis hin zur Illumination des Kirchturms - die Ideen sprudelten zahlreich.

Ein weiterer Gedanke war eine Aktion „100 für 100“. Das heißt: Für jedes einzelne Kirchenjahr gäbe es ein soziales Projekt, wie Patenschaften, Aktionen für Asylbewerber und Ähnliches. Zudem wurde nach einer Idee für die 100 Jahre alten Ziegel, die bei der Renovierung der Kirche ausgebaut wurden, gesucht.

„Für den heutigen Abend haben wir ein gutes Zwischenergebnis“, resümierte Pfarrer Nägelsbach. Trotzdem sind noch Anregungen und vor allem die Bereitschaft bei den Jubiläumsvorbereitungen mitzuarbeiten gefragt.

Interessierte

finden die vorläufige Ideensammlung im Internet auf www.schongau-evangelisch.de. Wer mitmachen möchte, kann sich im Pfarramt (Telefon 08861/7358) oder im Pfarrhaus (Telefon 08861/9093151) melden.

Ursula Fröhlich

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