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Tourismusmanager Philipp Holz (stehend) stellte dem LAG-AL-P-Lenkungsausschuss das Radwege-Projekt vor.

Freizeitradweg-Konzept

Radeln liegt voll im Trend

Das Freizeitradweg-Konzept samt Beschilderung 2005/06 war laut Susanne Lengger vom Tourismusverband Pfaffenwinkel eines der erfolgreichsten Leader-Projekte. Da sich der Markt stark entwickelt hat, wird nun gemeinsam mit der Zugspitzregion eine Überarbeitung angestrebt.

Ingenried – Freizeitradeln liegt voll im Trend, mit wachsender Tendenz. „Im Radreisebereich drängt mit Tagesgästen eine sehr zahlungskräftige Klientel in die Region“, führte Philipp Holz, Tourismusmanager der Zugspitzregion, aus. Für die Erholung draußen in der Natur ist nicht nur den Städtern kaum ein Aufwand zu groß. „Für eine Tour von knapp eineinhalb Stunden wird nicht selten eine An- und Abreisezeit von drei Stunden in Kauf genommen“, so Philipp Holz. Durchs Radeln, insbesondere E-Bikes fände eine „Demokratisierung der Natur“ statt. Menschen seien in Regionen unterwegs, wo sie bisher nicht hingekommen seien.

Der Freizeitradverkehr birgt aber laut Susanne Lengger nicht nur ein irrsinniges Potential, sondern auch Konflikte, zum Beispiel mit Land- und Forstwirtschaft.

Der Wandel von Wander- in Radregionen sei nicht aufzuhalten, aber durch ein ausgeklügeltes Wegenetz effektiv zu lenken, so Philipp Holz. Zumal auch beim klassischen Wandern unter dem Motto „Bike&Hike“ immer mehr das Rad genutzt werde, um an Einstiege zu gelangen.

Bislang bestehen die beschilderten Radwege nur als Netz. Künftig sollen ausgearbeitete Touren angeboten werden. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden sollen die bestehenden Routen Zielgruppen-spezifisch überarbeitet werden. Deshalb beantragten die benachbarten Tourismusverbände Pfaffenwinkel und Zugspitzregion Fördermittel in Höhe von 129 500 Euro, die im Rahmen einer gemeinsamen Maßnahme bis 2021 in Bestandsaufnahme, Potentialanalyse und konkrete Maßnahmenplanung fließen sollen.

Andreas Scharli vom Lenkungsausschuss sah das Vorhaben kritisch. „Die Strecken nach Garmisch-Partenkirchen sind am Anschlag. Ich glaube nicht, dass wir das verkehrstechnisch irgendwie in den Griff kriegen“, meinte er zur Anfahrtssituation. Daher sehe er wenig Sinn darin, das Freizeitangebot weiter auszubauen. Markus Keller pflichtete ihm bei und forderte politische Rad-Konzepte, um den Verkehr in vernünftige Bahnen zu lenken. Dazu Philipp Holz: „Ziel der Planung ist es auch, die Radströme so zu lenken, wie wir es für richtig halten“.

Letztendlich konnten Susanne Lengger und Philipp Holz den Lenkungsausschuss von ihrem Vorhaben überzeugen und bekamen die Fördermittel für ein neues Konzept bewilligt. Wie die Maßnahmen im einzelnen aussehen, wird die Planung der nächsten Jahre zeigen.

URSULA FRÖHLICH

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