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Zehn solcher Hundeklos schafft die Gemeinde Ingenried jetzt an. 

Gemeinderat Ingenried

Jetzt auch Hundeklos in Ingenried

Den Ingenriedern stinkt es gewaltig: Als eine der letzten Gemeinden der Verwaltungs-Gemeinschaft (VG) Altenstadt wird nun auch die Gemeinde Ingenried so genannte Hundestationen aufstellen. Mit Kot-Tüten und Entsorgungs-Fach.

Ingenried – Auslöser für diese Entscheidung war ein Foto, das Ingenrieds Bürgermeister Xaver Fichtl von verärgerten Landwirten zugesandt bekommen hat. Darauf zu sehen: Rund zehn schwarze Tüten, gefüllt mit Hundekot, wild entsorgt an einem Acker. „Es ist schon schade, dass ein paar unvernünftige Hundebesitzer uns zum Handeln zwingen, alle Vernünftigen in Misskredit bringen und diese dann auch noch die Folgekosten mittragen müssen“, ärgerte sich das Gemeindeoberhaupt bei der jüngsten Sitzung.

Doch es hilft nichts. Die Räte beschlossen einstimmig, dass zehn dieser Stationen angeschafft (beim Maschinenring für rund 2700 Euro) und an gut ausgewählten Standorten längs der beliebtesten Gassi-Routen aufgestellt werden. So unter anderem in allen Ortsteilen, an der Unterführung, am Bahnhof und der Kläranlage.

„Wir könnten die Stationen dann alle zwei Wochen im Zuge der normalen Müllabfuhr leeren lassen“, schlug Fichtl vor – und rechnete gleich noch die neu entstehenden Kosten vor. Diese werden allerdings nicht von der Gemeinde getragen, sondern auf alle Hundebesitzer umgerechnet und auf die jährliche Hundesteuer drauf geschlagen. So entstehen allen Besitzern der insgesamt 50 Hunde in Ingenried Zusatzkosten von 15 Euro pro Jahr und Hund. Statt bisher 30 Euro, zahlt man künftig für den ersten Hund 45 Euro, für den zweiten und alle weiteren Hunde 85 Euro statt bisher 70 Euro, und die Kampfhundesteuer wird von 700 auf 1000 Euro jährlich den Sätzen der umliegenden Gemeinden angepasst.

„Kampfhunde sind bei uns bis jetzt zum Glück noch nicht gemeldet, hoffentlich bleibt das auch so“, hofft Fichtl. Und: „Die Erhöhung sind die tatsächlichen zusätzlichen Kosten, die der Gemeinde entstehen, deshalb kann ich diese Entscheidung auch voll vertreten.“

Christine Wölfle

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