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Da rauchten die Köpfe in der Ingenriede r Gemeinderatssitzung: Bürgermeister Xaver Fichtl (Mitte), sein Vize Georg Echtler (li.) und die Gemeinderäte segneten den von Sebastian Ostenrieder (re.) vorgestellten, 200 Seiten umfassenden Haushaltsplan für 2019, ab. 

Einstimmig und ohne Diskussion

Grundsoliden Ingenrieder Haushalt abgesegnet

Über 200 Seiten Zahlen und Tabellen: Das ist der Haushaltsplan der Gemeinde Ingenried für das laufende Jahr.

Ingenried – Manch ein Ingenrieder Gemeinderat hatte angesichts von über 200 Seiten Zahlen und Fakten im Ingenrieder Haushaltsplan damit gerechnet, stundenlang im Gemeindehaus zu verweilen, bis alles durchgesprochen ist. Doch Fehlanzeige: Kämmerer Sebastian Ostenrieder, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt, benötigte exakt 35 Minuten, um den Haushaltsplan vorzustellen, der dann einstimmig abgesegnet wurde.

Der Grund: Es handelt sich um einen grundsoliden Haushalt, der keine neuen Kreditaufnahmen, dafür aber eine Schuldentilgung von rund 62 000 Euro vorsieht, und der gewisse Puffer an den richtigen Stellen beinhaltet. Der Gesamthaushalt der Gemeinde Ingenried beläuft sich im laufenden Jahr auf rund 3,7 Millionen Euro. Dabei sind für den Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben von 2,1 Millionen Euro, für den Vermögenshaushalt von 1,6 Millionen Euro veranschlagt.

Die Rücklagen der Gemeinde Ingenried belaufen sich derzeit auf knapp 1,5 Millionen Euro. Davon sind für heuer Entnahmen von rund 375 000 Euro geplant, die zusammen mit einer Zuführung von rund 410 000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt viel Luft für Investitionen lassen.

Den Löwenanteil dabei nimmt der Dorfladen in Ingenried ein, der mit knapp 770 000 Euro zu Buche schlägt. Darin sind beispielsweise die Kosten für den Umbau zur Bäckerei, die restlichen Baukosten, die Baunebenkosten und die Außenanlagen enthalten.

Der Ausbau der Birkenstraße ist mit 180 000 Euro veranschlagt, der Breitbandausbau mit 220 000 Euro. Bei der Wasserversorgung wird man in Ingenried etwa 60 000 Euro in die Hand nehmen müssen, wobei der Einbau eines Spiralsiebs hier schon mit 41 000 Euro zu Buche schlägt. Auch eine Zuführung an die Sparrate des Windrads mit 64 000 Euro ist im 1,6 Millionen-Euro-Vermögenshaushalt eingeplant, und eben die Tilgung von 62 000 Euro der angehäuften Schulden der vergangenen Jahre. Damit erreicht die Pro-Kopf-Verschuldung der 1075 Ingenrieder Bürger zählenden Gemeinde einen neuen Tiefstand mit 222,26 Euro – ohne Windrad. Keine Frage, dass dieser solide Haushalt ohne Diskussion einstimmig abgesegnet wurde. Ebenso wie der dazugehörige Stellen- und Finanzplan.

VON CHRISTINE WÖLFLE

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