Brückendrama in Genua - Weitere Todesopfer - Neunjähriges Mädchen und seine Eltern geborgen

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Klein aber fein: Ingenried bietet seinen Bürgern eine moderne Infrastruktur und viele Grünflächen auch innerorts. Ab 2018 steigt die Lebensqualität weiter, ein Dorfladen samt Bäckerei und Café wird eingerichtet.

Serie zur Ortsentwicklung (10) 

Ingenried freut sich auf Dorfladen mit Café

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„Bauen, Bauen, Bauen und nochmal Bauen!“, fordert die Bayerische Staatsregierung von Städten und Gemeinden. Wohnraum wird im Freistaat immer knapper. Wir wollen in unserer Serie zur Ortsentwicklung von den 22 Kommunen aus dem Verbreitungsgebiet der Schongauer Nachrichten wissen, wie stark sie in den kommenden 20 Jahren wachsen möchten und können. Heute: Ingenried

Ingenried – In der 27-jährigen Amtszeit von Bürgermeister Xaver Fichtl ist die Einwohnerzahl der Gemeinde Ingenried schon von 700 auf zirka 1050 gewachsen. In den vergangenen Jahren konnten in den Baugebieten Ingenried Ost und Am Kalkofen viele junge Familien bauen, berichtet der Rathausschef. „In Zukunft möchte die Gemeinde nur ein sehr moderates Bevölkerungswachstum“, sagt er. „Die vorhandenen Bauplätze sollen auch in den nächsten Jahren, soweit das rechtlich möglich ist, für die einheimische Bevölkerung zur Verfügung stehen“, wünscht sich das langjährige Gemeindeoberhaupt.

Junge Familien und Senioren

Dennoch sei „der Zuzug junger Familien selbstverständlich erwünscht“, versichert der Bürgermeister. Für Familien stünden auch immer wieder geeignete Mietwohnungen zur Verfügung, weiß er. In der Gemeinde herrsche ein sehr aktives Vereinsleben, und „alle Vereine haben sehr gute Jugend- und Familienangebote“, lobt der Rathauschef.

Die Senioren haben natürlich auch ihren festen Platz in der Dorfgemeinschaft. Kirchengemeinde und Vereine bieten laut Fichtl immer wieder neue und interessante Programmpunkte. Unter anderem nennt der Bürgermeister das Seniorenturnen, einen regelmäßigen Stammtisch sowie die von der katholischen Landjugend gestalteten Altennachmittage.

Einheimische

Die Gemeinde bietet ihren Bürgern seit 40 Jahren ein Einheimischenmodell. Die Berechtigungs- und Vergaberichtlinien wurden immer wieder den gesetzlichen Vorgaben angepasst. Das zurzeit gültige EU-konforme „Ankaufsrecht“ gilt seit Januar.

Bauland

In den Baugebieten „Am Kalkofen“ und „Ingenried Ost IIb“ stehen nach Angaben des Bürgermeisters nur noch wenige Bauplätze im Einheimischenmodell zur Verfügung. Freiverkäufliche Bauplätze bietet die Gemeinde derzeit nicht an. Der Bauplatzpreis ohne Erschließungs- und Herstellungskosten liege zurzeit im Einheimischemodell zwischen 55 bis 75 Euro. Sobald wieder geeignete Grundstücke zur Verfügung stehen, sollen laut Fichtl Neuausweisungen im Einheimischen-Modell „bedarfsgerecht erfolgen“. Im Bereich der Lückenschließungen oder bei Umnutzungen würden auch immer wieder mal freiverkäufliche Grundstücke oder Gebäude zur Verfügung stehen.

Verdichtung

Die Gemeinde Ingenried ist stolz auf das viele Grün im Ort, und daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Grünflächen hat der Gemeinderat im Flächennutzungsplan so ausgewiesen, macht Fichtl klar. Eine Nachverdichtung in den bebauten Gebieten hält der Bürgermeister daher auch „nur eingeschränkt für möglich“. Die sinnvolle Umnutzung leer stehender Gebäude ist dagegen seitens der Gemeinde sehr erwünscht.

Infrastruktur

„Im kommenden Jahr 2018 möchte die Gemeinde die Infrastruktur im Bereich der Lebensmittelnahversorgung verbessern“, erläutert Fichtl, der jüngst bei einer außerordentlichen Bürgerversammlung das Projekt „Dorfladen“ vorgestellt hatte. Im ehemaligen Gebäude der Metzgerei Martin werden künftig die Bäckerei Würfl und der Dorfladen mit einem kleinen Café und einer warmen Theke betrieben. Auch die übrige Infrastruktur im Ort passt: Der Bürgermeister verweist unter anderem darauf, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren die Ortsteile Erbenschwang, Krottenhill, Am Bahnhof und den Hauptort komplett neu kanalisiert hat. Im Jahr 2005/2006 sei zudem eine moderne Kläranlage an der Erbenschwanger Straße gebaut worden. Die Wasserversorgung sei in einem sehr guten Zustand und technisch auf dem neuesten Stand. Der Kindergarten mit Kinderkrippe biete Platz für etwa 65 Kinder. „Und die Grundschüler können eine moderne und gut geführte Schule in der Nachbargemeinde Burggen besuchen“, freut sich das Gemeindeoberhaupt.

Gewerbeansiedlung

Grundstücke für neues Gewerbe sind zurzeit in Ingenried Mangelware, die Flächen im Gewerbegebiet „Am Bahnhof“ sind alle verkauft, berichtet der Bürgermeister. Bei weiterem Bedarf müssten zunächst geeignete Grundstücke zur Verfügung stehen und ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, erklärt Fichtl die Marschrichtung.

Teil 9: Hohenpeißenberg

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