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Knapp 200 Seiten Zahlen, Zahlen und nochmal Zahlen: Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung ließen sich die Ingenrieder Gemeinderäte den Haushaltsplan für 2017 von Sebastian Ostenrieder vorstellen. 

Gemeinderat Ingenried

Solider Haushalt mit Schuldenabbau

Überschaubare Ausgaben, sichere Einnahmen, keine neue Kreditaufnahme: Der Haushaltsplan der Gemeinde Ingenried für das Jahr 2017 ist wohl das, was man gemeinhin solide nennt. Die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt umfassen im laufenden Jahr insgesamt rund 3,5 Millionen Euro.

Ingenried – „Aus dem Verwaltungshaushalt werden die laufenden Kosten bezahlt, aus dem Vermögenshaushalt werden die Investitionen der Gemeinde getätigt“, erklärte Sebastian Ostenrieder, Geschäftsstellenleiter der VG Altenstadt, den Gemeinderäten und Zuhörern.

Die größten Posten der Ausgaben des auf rund 1,86 Millionen Euro festgelegten Vermögenshaushalts entfallen heuer auf den Straßenbau, Erschließungs- und Baukosten in den neuen Wohngebieten „Am Kalkofen“ und „Ingenried Ost II b“ (rd. 138 000 Euro), die Baukosten für die Abwasserbeseitigung (226 000 Euro) und Wasserversorgung (108 000 Euro) sowie den Erwerb von neuem Bauland (55 000 Euro).

Die Ausgaben im Verwaltungshaushalt, der mit 1,64 Millionen Euro veranschlagt ist, umfassen alle laufenden Kosten: Angefangen beim Personal, über Versicherungen, Gebäude-, Straßen- und Grundstücksunterhalt, bis hin zu Planungskosten und Klärschlammentsorgung.

„Wir haben vorsichtshalber bei manchen Posten mehr Geld eingeplant, damit wir den Haushalt nicht überschreiten“, erläuterte Ostenrieder seine Einschätzungen in dem knapp 200 Seiten umfassenden Haushaltsplan. Beispielweise rechne man künftig mit wesentlich weniger Kosten beim „Fremdstrombezug“, wenn die Straßenbeleuchtungen mehrheitlich auf LED umgerüstet sind.

Auch die Pro-Kopf-Verschuldung ist rückläufig, was unter anderem daran liegt, dass die Gemeinde Ingenried seit diesem Jahr die 1000 Einwohner-Marke erstmals überschritten hat. Mit 287,93 Euro liegt diese so tief wie seit 13 Jahren nicht mehr. Allerdings ist bei dieser Rechnung die Belastung vom Windrad herausgerechnet, sonst läge sie bei rund 1440 Euro.

Auch wenn die allgemeine Steuerkraft leicht rückläufig ist, rechnet die Gemeinde mit relativ konstanten Einnahmen (vor allem aus den Verkäufen von Baugrund), so dass am Ende des Jahres die anvisierten Zuführungen in Höhe von rund 530 000 Euro zu den Rücklagen (derzeit knapp 901 000 Euro) erreicht werden könnten. Damit würden die Rücklagen die Millionen-Grenze überschreiten. Ein solides Polster.

Christine Wölfle

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