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So soll der Dorfladen samt Bäckerei nach dem Aus- und Neubau von außen aussehen. Beim Innenausbau mussten Gemeinderat und Planer nun aber umdisponieren.

Jetzt drängt die Zeit

Dorfladen Ingenried: Trennung von Laden und Bäckerei nötig

Die Planungen für den neuen Dorfladen in Ingenried haben nochmals überarbeitet werden müssen. Jetzt drängt die Zeit, denn Ende April muss alles in trockenen Tüchern sein, damit wichtige Zuschüsse für das Projekt abgegriffen werden können.

Ingenried „Die eingegangenen Gutachten zum Aus- und Neubau, eine Rücksprache mit dem Steuerberater sowie die Vorstellungen des Ladenplaners der Bäckerei Würfl haben den „Zeitplan verhagelt“, erläuterten Bürgermeister Xaver Fichtl und Architekt Horst Hafenmayer bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. So habe eine Prüfung des Lärmschutzes ergeben, dass die An- und Auslieferung der Backwaren im Osten des Gebäudes in einem geschlossenen Raum vonstatten gehen müssen. „Es ist optisch kein Schmuckstück, aber wir haben uns dazu entschieden, dass in dieser Zone eine Fertiggarage entstehen soll, mit derselben Verkleidung wie der Neubau auf der gegenüberliegenden Seite“, stellte Hafenmayer den ersten Teil der Änderungen vor.

Die größere und bedeutendere Veränderung wird allerdings im Gebäude selbst sein: Die einst geplante Verbindung von einer in den Dorfladen integrierten Backwaren-Theke (angedacht war auch ein Holzofen), wird es so nicht geben. „Unser Steuerberater hat uns dringend geraten, eine ganz klare Trennung von Laden und Bäckerei zu vollziehen“, erklärte Fichtl die neue Situation, die auch der Ladenplaner von Bäckermeister Andreas Würfl befürworte. Hier war einmal mehr der Architekt gefragt, der im neuen Plan versucht hat, diese Trennung so „sanft“ wie möglich einzuarbeiten. So soll die Bäckerei nun einen eigenen Eingang bekommen, die Abgrenzung zum Dorfladen soll durch eine Glaswand gewährleistet sein, die allerdings zu den Ladenöffnungszeiten halbseitig geöffnet werden kann.

Das hieße mit jetzt 175 Quadratmetern zwar mehr Verkaufsfläche für den Dorfladen, dennoch waren viele Gemeinderatsmitglieder nicht glücklich mit dieser Lösung. „Mir gefällt das eigentlich nicht“, äußerte Elisabeth Nieberle Bedenken, denn: „Der Gemeinschafts-Effekt bricht dadurch irgendwie weg, wenn sich die Kunden entscheiden müssen, auf welcher Seite sie sitzen.“ Das sah auch der Bürgermeister so, dennoch hofft er, dass sich das alles einspielen werde und die Glasfront im alltäglichen Betrieb gar nicht mehr wahrgenommen werde. Zudem sei die Trennung alternativlos, und die jetzige Lösung in seinen Augen die verträglichste.

Was die neue Planung finanziell für die Gemeinde bedeutet, steht noch nicht fest. Veranschlagt war rund eine halbe Million Euro, die nach Abzügen und Umlagerungen aus Erbe und Grundstücksverkäufen von der Gemeinde zu stemmen gewesen wäre. Jetzt schlägt allein die Fertiggarage mit etwa 20 000 Euro zusätzlich zu Buche, die Berechnungen vom Statiker stehen noch aus, und die neuen Pläne vom Architekten gibt es natürlich auch nicht gratis. Dennoch segneten die Gemeinderäte letztlich alle Änderungen ab, denn das Genehmigungsverfahren muss zügig vorangebracht werden, da bereits Ende April das gesamte Projekt vorgestellt werden soll, um die LEADER-Förderung in Höhe von 45 000 bis 50 000 Euro zu bekommen.

Von Christine Wölfle

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