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Der Erbenschwanger Musiker Josef Reßle wurde nun ausgezeichnet.

Josef Reßle ausgezeichnet

Musiker Josef Reßle: „Tag besteht aus Musik und Familie“

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Erbenschwang/München - Als erster Preisträger hat Josef Reßle kürzlich den eben neu gestifteten „BMW Welt Young Artist Jazz Award“ gewonnen. Mit dieser Auszeichnung sollen speziell Nachwuchskünstler aus München und Umgebung gefördert werden. In diesem Rahmen hat der Erbenschwanger Jazzpianist auch zwei große Konzerte gespielt – und wurde dafür gefeiert.

Ein Auftritt bei den Leipziger Jazztagen und im renommierten Münchner Jazz-Club Unterfahrt war mit der Auszeichnung verbunden – Josef Reßle,der in München lebt, spielte gemeinsam mit seinem Trio. Die Grundsteine der Musikerkarriere wurden jedoch im Schongauer Land gelegt: Reßle stammt aus Erbenschwang und besuchte in Schongau das Gymnasium. Der heute 30-Jährige nahm in Schongau klassischen Klavierunterricht bei Katja Brandl.„Bei ihr habe ich viel gelernt, sie ist eine tolle Pianistin und Pädagogin“, so der ruhige, zurückhaltende Musiker. Im Anschluss kam der Jazz-Klavierunterricht bei Matthias Preißinger, dem er von dessen Unterrichtsorten Herrsching über München bis nach Dießen folgte. „Er hat mich vorbereitet für die Aufnahme an der Hochschule für Musik, bei ihm habe ich mein Basiswissen für den Studiengang erworben.“

Entschieden hatte sich der Erbenschwanger dazu, in München zu studieren. „München hat eine gute Jazz-Szene, wobei es natürlich Städte gibt wie Berlin oder Köln, in denen das mehr floriert“, umschreibt es der 30-Jährige. In der Stadt ist er längst angekommen, hat mehrere regelmäßige Musikprojekte. „Da muss man vielseitig sein und breiter aufgestellt, von einem Bandprojekt allein kann man meist nicht leben.“ Einige musikalische Projekte stemmt der Pianist gemeinsam mit der Lebensgefährtin und Mutter seines Sohnes, Natalie Elwood, wie er verrät: „Der Tag besteht aus Musik und Familie.“

Und die Tage sind lang: Mindestens dreieinhalb bis vier Stunden sitzt er täglich nur für sich am Klavier zum Proben, um die Technik zu verfeinern und neue Stücke einzustudieren. Dazu kommen Proben mit anderen Musikern, Auftritte, weitere Termine. In der Stadt hat Josef Reßlelängst eine eigene Fangemeinde. Im Schnitt sind es vier Auftritte abends pro Woche. „Es gibt natürlich viele kommerziellen Sachen, aber zum Glück ist mindestens die Hälfte künstlerisch wertvoll“, so der Musiker. Neben der Unterfahrt trifft man Josef Reßle beispielsweise regelmäßig in der Jazzbar Vogler. Weil das Musikerleben aber auch Konzerte außerhalb der eigenen Stadt beinhaltet, ist der Schongauer viel unterwegs – im mitteleuropäischen Raum kommt er weit herum, wie er erzählt.

Viel musiziert Reßle mit dem Trompeter Andreas Unterreiner aus Bidingen. Aufgewachsen zwar nur wenige Kilometer voneinander, hatten sie sich aber erst in München an der Musikhochschule kennengelernt. Gemeinsam spielen sie etwa bei der „Monika Roscher Big Band“. Natalie Elwood ist nicht nur bei der Band „Josef Reßle Quinternion“ als Sängerin mit dabei, sondern „Elwood & Reßle“ treten auch als Duo auf – und verstehen sich dabei blind.

Besonders am Herzen lagen dem Erbenschwanger daher auch zwei Konzerte in München vor Weihnachten. Das Weihnachtskonzert „Elwood & Reßle“ in der Unterfahrt mit jazzig bearbeiteten Weihnachtsstücken und eigenen Kompositionen sowie ein Auftritt des Duos in München-Riem in der Kulturetage mit Metti Schramm. Und ein Gastspiel in Schongau? Zwar wird zuhause mit den Brüdern Sebastian und Florian auch regelmäßig musiziert, aber ein großes Konzert in der Umgebung gab es bisher nicht. Noch nicht.

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