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Hörten aufmerksam zu: Die Ingenrieder Privatwaldbesitzer.

Ingenrieder Waldbesitzer

Jungpflanzen zu 70 Prozent vertrocknet

Hermann Strobl, Chef der Ingenrieder Waldbesitzervereinigung, Ludwig Rabl von der Waldbauernvereinigung Schongau und Andreas Schmid vom Forstamt Schongau haben jüngst die Ingenrieder Privatwaldbesitzer auf den neuesten Stand in Sachen Holz gebracht.

Ingenried – Informationsabend für die Ingenrieder Privatwaldbesitzer im Gasthof Löwen: Bei dem war Hermann Strobl, der Vorsitzende der Ingenrieder Waldbesitzervereinigung, sichtlich froh, mit Franz Kriesmair endlich jemanden gefunden zu haben, der auf dem Lagerplatz für Borkenkäferholz für Ordnung sorgt. „Da hat es ja ausgschaut wie Sau“, so Strobl. Auch das Ausschneiden der Wege funktioniere gut.

Die Ingenrieder Waldbesitzervereinigung zählt derzeit 50 Mitglieder, die zusammen über rund 400 Hektar Privatwald verfügen. Ludwig Rabl von den Schongauer Kollegen fasste zusammen, dass wegen der Hitzeperiode und der damit verbundenen Trockenheit heuer bis zu 70 Prozent der Jungpflanzen vertrocknet sind. Bei einer Nachbesserung, mindestens 30 Prozent, gibt es für die betroffenen Waldbesitzer einen staatlichen Zuschuss. Eine Nachkontrolle erfolgt im Herbst. Die neu gesetzten Bäumchen sollten bis dahin so stark sein, dass sie bei Schnee nicht gleich umfallen.

Dieser Hinweis ist Ludwig Rabl wichtig: „Zuschussfähig ist nur die Aufforstung von Misch- oder Laubwald.“ Was indes die Käfersituation anbelange, so habe sich diese mengenmäßig entspannt. „Ein Abwärtstrend in der Käferkurve ist deutlich“, sagte Förster Rabl.

Andreas Schmid vom Forstamt Schongau erinnerte daran, dass die Abfuhr des geschlagenen Holzes im Winter einfach günstiger sei. Und auch daran, dass im März die Fangzahlen in Sachen Borkenkäfer gut waren. Schmid sagte auch, dass die Situation bei Käfer- und Frischholz derzeit relativ undurchsichtig sei. „Einfach deswegen, weil das Angebot an Frischholz sehr groß ist und die kleinen Sägewerke schnell dicht sind. Die haben ihren Bedarf rasch gedeckt.“

Für Langholz indes würde sich das Zeitfenster im Herbst öffnen. Man versuche, die Kontingente zu steuern, um den Preis je Kubikmeter von 78 Euro zu halten. Momentan sei man froh, wenn eine Acht vorne beim Erlös stehen würde.

In Sachen Starkholz sei die Zeit ebenfalls schwierig: „Starkholz beginnt bei einem Durchmesser von 50 Zentimetern. Es kommt eine Zeit, in der man das Holz gar nicht mehr so stark werden lassen kann“, sagte Schmid.

Es gab anschließend noch etliche Fragen und Beiträge der 28 anwesenden Waldbesitzer, die von Strobl, Rabl und Schmid alle mit reichlich Fachwissen umfassend beantwortet worden sind.

Walter Kindlmann

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