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Die Gemeinderats-Kandidaten von Ingenried wurden nun in einer Aufstellungsversammlung nominiert.

Weitere Aufstellungsversammlung

Kommunalwahl 2020: Georg Saur ist Bürgermeisterkandidat

105 von 170 Ingenriedern wählten in der Aufstellungsversammlung Georg Saur zum Bürgermeisterkandidaten. Konkurrent Meinhard Ryba unterlag mit 58 Stimmen. Wenn sich bis zum 23. Januar kein weiterer Kandidat mittels 50 Unterstützern aufstellen lässt, bleibt Saur der einzige Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl am 15. März.

Ingenried Die Mehrzweckhalle in Ingenried war voll besetzt. Das zeigt das große Interesse der Ingenrieder an politischer Mitbestimmung. Und auch das Interesse am gewählten Kandidaten. Georg Saur, der als Bauerssohn in Ingenried auf dem elterlichen Hof aufgewachsen ist, hat Landwirtschaft gelernt. Verheiratet, Vater von zwei Töchtern, arbeitet Saur seit 1999 als Geschäftsführer beim Maschinenring. Seit 2008 kommen ihm dort seine Kenntnisse in der Psychotherapie zusätzlich zugute.

Bei einer Wahl zum Bürgermeister möchte Saur die Arbeit für den Maschinenring auf einen Tag reduzieren. Und sich den Rest der Zeit um die Belange des Orts kümmern, Sprechstunden nutzen, die neuen Medien für Transparenz und Erreichbarkeit sowie Begegnungen auf Augenhöhe nutzen. Das sei ihm besonders wichtig, so Saur an diesem Abend.

Saur war der Beauftragte in der Vorstandschaft Dorferneuerung

Fähigkeiten, die Saur für sein angestrebtes Amt qualifizieren, seien zum Beispiel seine Kompetenz als Fachwirt für Natur- und Landschaftspflege oder als Geschäftsführer vom touristisch motivierten Projekt „Urlaub auf dem Bauernhof im bayerischen Land“. Saur war von 1994 bis 2006 der dörflich Beauftragte in der Vorstandschaft Dorferneuerung. Erfahrung als Gemeinderat hat Saur auch schon gesammelt, und zwar von 2002 bis 2008. Wird Saur Bürgermeister, sei er offen für Ideen, für Kritik und für die Veränderungen der Neuzeit, so sein Versprechen. Der Slogan von Georg Saur: „Solide, nachhaltige Kommunalpolitik im fairen Dialog“

Die beiden Listen hatten sich zusammengeschlossen

Die beiden Listen „Freie Wählervereinigung“ und „Bürgerliche Wählergemeinschaft“ hatten sich im Jahr 2002 zusammen geschlossen. Sieben der abgegebenen Stimmen waren ungültig. Der 51-jährige Meinhard Ryba, der Saur an diesem Abend unterlag, ist Schreiner, Ingenieur für Holzbauwesen und Sachverständiger in einem Ingenieurbüro für energetische Sanierung von Gebäudehüllen. Ryba trug die Niederlage gelassen. Für den Gemeinderat ließ er sich ebenfalls aufstellen, „weil ich grundsätzlich etwas für die Gemeinde tun möchte“, so Ryba. Weitere Bürgermeister-Kandidaten-Vorschläge vor Ort gab es nicht.

Künftig gibt es zwölf Gemeinderäte

Aktuell gibt es acht Gemeinderäte. Davon stellen sich aber nur drei zur Wiederwahl. Mit über 1000 Einwohnern in Ingenried soll es künftig zwölf Gemeinderäte geben. Auf die Liste zur Wahl des Gemeinderats ließen sich 23 Leute setzen. Sie haben die verschiedensten familiären Hintergründe und Berufe. Über die Listenplätze wurde in geheimer Wahl entschieden. Aufgrund von mehreren Gleichständen musste zu später Stunde an diesem Abend noch eine Stichwahl durchgeführt werden.

Für den neuen Gemeinderat stehen viele Aufgaben an

Große Aufgaben stehen für den künftigen Gemeinderat an. Der Kindergarten braucht eine vierte Gruppe. Das will der aktuelle Gemeinderat zwar noch im Winter auf den Weg bringen, aber das Thema braucht ständige Begleitung, auch damit die Betreuungsangebote wachsen und erschwinglich bleiben. Im Gebäude der Metzgerei Martin sollen drei Gewerberäume entstehen. Für die jungen Ingenrieder soll Bauland geschaffen werden. „Sodass auch weiterhin unsere jungen Leute bei uns im Dorf bleiben“, so der amtierende Bürgermeister Xaver Fichtl. Schließlich stehen zwei Hofstellen leer, deren Innenentwicklung und Belebung man vorantreiben will, damit ein aktives Leben in Ingenried stattfindet.

Kathrin Schäfer


Die Kandidaten

1. Josef Bißle; 2. Martin Brugger; 3. Siegfried Magg; 4. Andreas Fichtl; 5. Carolin Winkler; 6. Lorenz Garmeier; 7. Alexander Wagner; 8. Thomas Kögel; 9. Meinrad Ryba; 10. Albert Kees; 11. Christopher Gabriel; 12. Mathias Mangold; 13. Sandra Höldrich; 14. Johannes Echtler; 15. Max Kögel; 16. Ferdinand Kriesmair; 17. Peter Spix; 18. Nicolas Kunzmann; 19. Esther Gawens; 20. Andreas Ikier; 21. Maximilian Rodewald; 22. Michaela Spix; 23. Christian Maisson.

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