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Die Musikkapelle Ingenried bei ihrem Osterkonzert. Rechts die beiden Dirigenten Benno Daxer und Markus Mangold. 

Osterkonzert der Musikkapelle

Die Harmonie zwischen Musikern und neuem Dirigenten stimmt

Unter dem neuen Dirigenten Benno Daxer wurde das Osterkonzert der Ingenrieder Musikkapelle zu einem musikalischen Genuss. 

Ingenried – Seit einem Jahr hat Benno Daxer (31) als Dirigent die Verantwortung über die 46 Männer und Frauen zählende Musikkapelle Ingenried übernommen. Es war am Ostersonntag sein erstes Konzert vor großem Publikum. Dabei wurde deutlich, dass die Harmonie zwischen Dirigent und Musiker stimmt.

Sein Vorgänger Markus Mangold indes hat sich bescheiden in das Orchester eingereiht. Und fühlt sich dabei sichtlich wohl. Zwölf Jahre hatte Mangold die Musikkapelle geleitet. Nicht nur als Musiker, auch als zweiter Dirigent bleibt der Tuba- und Baritonspieler dem Blasorchester erhalten. Es ist schon beeindruckend: Ingenried zählt gerade einmal 1050 Einwohner und verfügt über ein 46-köpfiges Orchester. 19 Frauen und 27 Männer, die beim Osterkonzert frisch und munter den Anweisungen ihres Dirigenten folgten, der für das Konzert in der Auswahl der Stücke ein glückliches Händchen hatte.

Benno Daxer und Markus Mangold begeistern als Solisten

Das wurde schon bei der festlichen „Concert Fanfare“ mit dem gefühlvollen Mittelteil zur Heldenverehrung deutlich. Auf eine musikalische Reise durch die atemberauschende Landschaft Norwegens nahm die Kapelle die Zuhörer bei den „Norway Impressions“ mit.

Mit „Celebration Overture“ von Vlak Kees servierte das Orchester schwungvolle Melodien im Geiste des zu Ende gehenden 20. Jahrhunderts. Viel Tempo im Mittelteil, festlich das Finale. Es folgte der „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik. Als ein Meisterstück der Blasmusik hat Moderator Stephan Riedle diesen Marsch angekündigt. Bei dem Marsch „Zwei Schürzenjäger“ waren Markus Mangold und Benno Daxer die Solisten für Flügel- und Tenorhorn. Große Klasse, was die beiden da den Zuhörern geboten haben.

Das Publikum forderte frenetisch Zugaben

Reichlich Abwechslung boten die Musiker im zweiten Teil des Konzertes mit dem Marsch „Junge Kameraden“, dem Walzer „Das Dorf Luzice“ und dem Solo für sechs Klarinetten „Sweet Clarinet“ sowie mit dem „Rumba in Concert“ und dem Ohrwurm „Ghostbusters“ von Ray Parker.

Schon klar, dass bei diesem zweistündigen Konzert das Orchester ohne Zugaben nicht von der Bühne runter gelassen wurde. Es waren die „Geister-Polka“ und der „Astronauten-Marsch“. Monika Kögel und Stephan Riedle waren den Abend über die angenehmen Moderatoren, die sich bei ihren Ankündigungen auf das Wesentliche der jeweiligen Stücke beschränkten.

Bürgermeister Xaver Fichtl indes ist einfach nur stolz auf die Musikkapelle. „Alles Eigengewächse“, betont er. Vize-Bezirksleiter Thomas Tronsberg sagte, ein anspruchsvolles, gefälliges Konzert, bei dem man gerne zuhört. Pfarrer Joachim Schnitzer meinte: „Ich bin immer dann begeistert, wenn da etwas Schwungvolles im Programm dabei ist. Heute bin ich es.“ Ignaz Keck, langjähriger Dirigent in Bernbeuren, sagte: „Eine schöne ausgeglichene Besetzung von der Flöte bis hin zum Bass.“ Erwähnenswert ist auch der prächtige Bühnenschmuck, für den Nadja Krummbacher und Monika Edelmann zuständig waren.

wk

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