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Die Musikkapelle Ingenried beim Osterkonzert in der Mehrzweckhalle. Den über 250 Besuchern hat’s gefallen. 

Osterkonzert der Musikkapelle Ingenried

Musikalische Freudensprünge

Wenn die Ingenrieder Musikkapelle zu ihrem Osterkonzert bittet, kommen die Besucher. Und dies nicht nur aus dem Ort selbst mit seinen 1050 Einwohnern. 250 waren es am Ostersonntagabend in der Mehrzweckhalle, die von der Auswahl der Stücke und von dem gut aufspielenden Klangkörper mit seinen 44 Musikern und Musikerinnen mehr als begeistert waren.

Ingenried – „Es ist eine Verkettung glücklicher Umstände, wenn es eine Kapelle gibt, die so schön aufspielt wie die Ingenrieder.“ Herbert Rauch vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund war voll des Lobes. Benno Daxer, verantwortlicher Dirigent seit einem Jahr, hatte aber auch ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Stücke bewiesen: Moderne und traditionelle Musik, fein zugeschnitten auf den in allen Registern gut besetzten Klangköper.

Deutlich wurde dabei auch, dass die Harmonie zwischen Dirigent und den 44 aktiven Musikern (28 Männer, 16 Frauen) stimmt. Das zeigte sich schon zu Beginn des zweistündigen Konzerts mit Kurt Gäbles „Marcia Augustana“, das der Komponist zu Ehren der Stadt Augsburg komponiert hatte. Schwungvoll gleich hinterher die „Toccata for Band“ von Frank Erickson.

Einen musikalischen Freudensprung mit fröhlichen Rock-Melodien vollführte die Kapelle mit Markus Götz‘ „Jump and Joy“. Eines der beiden Stücke, mit dem der Klangkörper am 15. April in Hohenfurch antreten wird. Sanfte Hügel, Klippen, Dörfer und Burgen solle man sich bei dem Stück „Irish Castle“ von Markus Götz vorstellen, empfahl Moderator Stephan Riedle. Übrigens das zweite Wertungsstück, das an Holz- und Blechbläser höchste Anforderungen stellt.

Es folgte Richard Comellos „Twinkling Flutes“, bei dem die beiden Solistinnen Verena Epp und Sarah Kreutzer ihr Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Mit dem schneidigen Marsch „Regimentskinder“ von Julius Fucik schickte der Klangkörper die Besucher in die Pause.

Reichlich Abwechslung boten die Musiker im zweiten Teil des Konzertes mit „The Muppet Show Theme“, den „Träumenden Trompeten“ mit den beiden Solisten Florian Garmeier und Alexander Schweiger und dem „Bergblütenwalzer“. Bei den „Prager Gassen“ und dem Abba Potpourri „The Way old Friends do“ übergab Benno Daxer den Dirigentenstab an seinen Vorgänger Markus Mangold.

Einer Archivleiche neues Leben eingehaucht hat Hans Daxer. Der Dirigent der Altenstadter Musikkapelle hat Peter Lohbunners „Gruß aus Ingenried“ aus dem Jahr 1976, zuletzt 1978 gespielt, neu arrangiert. Die Männer und die Frauen der Musikkapelle sangen dazu inbrünstig „Blasmusik ist so schön, sie wird nie vergehn…..“

Die Besucher waren von den Darbietungen begeistert und erklatschten sich noch als Zugabe die Polka „Magische Momente“ und den „Belgano Marsch“.

Auch Pfarrer Joachim Schnitzer war begeistert. „Die Ingenrieder haben klasse Musiker in ihren Reihen.“ Bürgermeister Xaver Fichtl sagte: „Wir haben einen guten Dirigenten und einen engagierten Vorstand in der Musikkapelle.“

Als angenehme Moderatoren erwiesen sich Monika Kögel und Stephan Riedle. Beide beschränkten sich auf das Wesentliche der jeweiligen Stücke und deren Komponisten. Eine Augenweide in der nüchternen Mehrzweckhalle gelang Monika und Nadja Krumbacher mit ihrem herrlichen Blumenschmuck. 

Walter Kindlmann

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