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Mächtig stolz auf ihre Neuerwerbung: Die Vorstandschaft des 580 Mitglieder zählenden TSV Ingenried. Links außen erster Vorsitzender Wolfgang Szewczyk.

Pilotprojekt beim TSV Ingenried

Vereinsfreund Roboter übernimmt in Ingenried die Sportplatzpflege

Was den Rasen des 17 000 Quadratmeter großen Sportgeländes anbelangt, brauchen sich die Verantwortlichen des TSV Ingenried künftig um dessen Schnittlänge nicht mehr zu kümmern. Ab sofort übernimmt der Roboter „Bigmow“ die Arbeit, die jahrelang von freiwilligen Helfern übernommen worden ist. Im Landkreis Weilheim-Schongau ist das ein Pilotprojekt.

Ingenried – Eingebunden in eine Kinder-Olympiade wurde am Samstagnachmittag der Roboter von der Vereinsführung um ersten Vorstand Wolfgang Szewczyk erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Den kirchlichen Segen bekam der Rasenmäher bereits am 29. Juli im Rahmen der jährlichen Fahrzeugweihe. Der Roboter hat eine Schnittbreite von 1,03 Meter. Fünf unabhängige, freischwebende Köpfe sorgen für den richtigen Schnitt, der auf dem Ingenrieder Sportgelände, mit Haupt- und Trainingsplatz, im Millimeterbereich liegt.

Der Vorteil des kurzen Schnittes ist, dass das gemähte Gras nicht mehr gesondert weggefahren werden muss. Das Schnittgut dient fortan als Rasendünger. Bei einer Geschwindigkeit von drei Kilometer/Stunde mäht der Roboter am Tag eine Fläche von rund 8000 Quadratmetern. Mit vollem Akku kann der Roboter eineinhalb Stunden unterwegs sein. Danach geht’s selbstständig zurück zur Ladestation. Das selbstdenkende Arbeitsgerät ist exakt auf die 17 000 Quadratmeter große Fläche programmiert.

Die Vorteile werden den interessierten Besuchern von Wolfgang Szewczyk und von Alexander Gräul (Jengen) aufgezählt. So ergeben sich mindestens 50 Prozent Einsparungen im Vergleich zu den bisherigen Spindelmähern, weniger Arbeit, weniger Stress. Der Rasen ist zu jeder Jahreszeit perfekt geschnitten, unabhängig von Wetterbedingungen und Ferienzeiten. Und ganz wichtig: 90 Prozent weniger CO2-Emissionen, weniger Dünger, keine Grasabfälle, batteriebetriebener, leiser Betrieb. Der Diebstahlschutz erfolgt über GPS-Lokalisierung.

Der robotische Helfer kostet 16500 Euro

Bei Störungen sendet der Roboter ein Signal an die Wartungsbeauftragten des TSV. „Wir haben uns bei diesem Roboter für die richtige Technik entschieden“, sagt der Chef des 580 Mitglieder zählenden Sportvereins.

Bisher waren Manfred und Ronny Öfele für die Mäharbeiten im Einsatz. In der Hochzeit bis zu 100 Stunden allein für die Mäharbeiten. Dazu kamen etliche Stunden für die Wartungsarbeiten. Übrigens haben, so Szewczyk, mit Peiting, Schwabbruck, Denklingen und Hohenfruch bereits etliche benachbarte Sportvereine ihr Interesse an diesem Roboter bekundet. Und was die Kosten des Arbeit erleichternden Gerätes anbelangt, so liegen diese bei 16 500 Euro. Mit 5500 Euro hatte sich die Gemeinde am Kauf beteiligt. Einstimmig war dazu der Beschluss im Gemeinderat.

Den „Rest“ von 11 000 Euro hat der TSV zwar ausgelegt, versucht aber über eine Spendenaktion einen großen Teil wieder in die Vereinskasse zu bekommen. „Die Spenden können auch überwiesen werden“, meinte der erste Vorstand. Selbstverständlich gegen Spendenquittungen.

Für die Kinder-Olympiade hatte der TSV etliche muntere Spiele für die kleinen Besucher vorbereitet. So beispielsweise Sackhüpfen, Dosenwerfen und Stelzenlaufen, Maßkrugschieben und Geschicklichkeitslauf. Die Besten konnten sich über Urkunden und Medaillen freuen. Am Nachmittag gab es zum Kaffee feine Kuchen, gebacken von der TSV-Frauen, am Abend reichlich Gegrilltes. Von Walter Kindlmann

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