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Am Freitag ist bei Ingenried ein Sportflugzeug abgestürzt.

Pilot (50) schwer verletzt

Bei Ingenried: Sportflugzeug stürzt ab

Ingenried - Die missglückte Notlandung eines Leichtflugzeugs auf einer Wiese am nordwestlichen Ortsrand von Ingenried hat am Freitagvormittag zu einen Großalarm für die Rettungskräfte geführt. Bei dem Flugunfall wurde der Pilot schwerverletzt. Er kam in die Unfallklinik nach Murnau.

Bilder: Sportflugzeug stürzt bei Ingenried ab

Bilder: Sportflugzeug stürzt bei Ingenried ab

Einer der ersten an der Absturzstelle war Manfred Geretzhuber aus Sachsenried. Er war in der Früh zum Haslacher See nach Bernbeuren geradelt und befand sich bereits wieder auf der Heimfahrt, als er von Ingenried aus beoachtete, wie ein Kleinflugzeug rasch an Höhe verlor. Gleich darauf sah Geretzhuber den kleinen Flieger zerschmettert auf einer Wiese rund 300 Meter vom Ortsrand entfernt liegen. Er radelte sofort hin und sah, wie ein Mann aus der zerborstenen Pilotenkabine krabbelte.

„Der Pilot war noch ansprechbar, er stand aber unter Schock und klagte über furchtbare Schmerzen im Kreuz“, berichtet Manfred Geretzhuber. Deshalb hat er dem Schwerverletzten geraten, sich nicht mehr zu bewegen und ruhig zu bleiben.

Mittlerweile trafen die ersten Ingenrieder Feuerwehrleute unter ihrem Kommandanten Norbert Rößle ein. Sie kümmerten sich um das abgestürzte Fluggerät, aus dem geringe Mengen Treibstoff liefen, gewährleisteten den Brandschutz und spendeten mit einer Decke Schatten für den verunglückten Piloten, der später von einem Rettungshubschrauber nach Murnau transportiert wurde.

Bei dem Piloten handelt es sich um einen 50-jährigen Mann aus Neuweiler/Baden-Württemberg, der in Bad Wörishofen mit einem Leichtflugzeug zu einem Allgäu-Rundflug gestartet war. Gegen 10.30 Uhr verspürte er laut Polizeiangaben einen Schlag am Flugzeug, dessen Ursache er nicht kannte.

Schließlich bekam er Probleme mit der Maschine, die kurze Zeit später über einer Wiese am Ortsrand von Ingenried niederging. Vor dem Aufsetzen hatte der 50-Jährige noch den Bremsfallschirm am Flieger ausgelöst, doch in dem hohen Gras setzte die Maschine so hart auf, dass das Bugrad umknickte und somit ein Ausrollen auf dem leicht abschüssigen Gelände nicht mehr möglich war. Der Propeller ging bei dem Bodenkontakt zu Bruch, einen Teil des Motorengehäuses riss es weg, und auch die Frontscheibe zerbrach. Die Polizei geht von Totalschaden aus. Die genaue Höhe steht noch nicht fest.

Da ein Teil des hinteren Höhenleitwerks am Flugzeug fehlte, wurde die Umgebung der Absturzstelle genau abgesucht. „Es war aber nichts zu finden“, so ein Polizeisprecher. Am Nachmittag wurde die Suche mit einem Hubschrauber fortgesetzt. Es kann nämlich nicht ausgeschlossen werden, dass das Flugzeug mit einem anderen Objekt kollidiert war (der Pilot hat bekanntlich einen Schlag gehört). Das Luftfahrtbundesamt Süd ist über Absturz informiert worden.

Neben der FF Ingenried waren auch die Feuerwehren aus Schongau, Altenstadt, Schwabbruck und Sachsenried an die Absturzstelle gerufen worden. „Sie brauchten allerdings nicht mehr einzugreifen“, meldete Kreisbrandmeister Hans Deschler aus Altenstadt.

Michael Gretschmann

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