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Das Feldkreuz in der Birkenstraße steht einer geplanten Fahrbahnerweiterung im Weg.

Gemeinderat Ingenried

Wenn ein Wegkreuz im Weg steht

Ingenried - Auf Ingenrieder Flur wird kräftig gebaut. Doch für neue Bauplätze sind gewisse Vorbereitungen nötig, die jetzt in die Vorplanung gehen sollen.

Gemeinsam mit dem neuen Verkehrsplaner Michele Mongella und Robert Streif erarbeiteten die Räte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung anstehende Tiefbau- und Straßenbaumaßnahmen in gleich vier Gebieten. „Wir fassen heute noch keine Beschlüsse, sondern informieren uns lediglich im Vorfeld, so dass wir eventuelle Ausschreibungen vorbereiten können“, betonte Bürgermeister Xaver Fichtl. Diese werden wohl bald auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei (Zum unteren Tal) anlaufen, denn dort entstehen zwei oder ein gemeinsamer großer Bauplatz.

Dazu muss das Gelände allerdings erst einmal Zugang zum Wasser- und Abwasser haben, was laut Planer „durch die Hintertür“ erreicht werden kann. Ebenso sieht es bei der Erschließung dreier Bauplätze „Am Kalkofen“ aus, und beim neuen Gewerbegrundstück auf dem „Ehemaligen Bahnhof II“. Hier ist allerdings noch ein so genanntes Regenwasser-Rückhaltebecken vorgeschrieben, das die Planer berücksichtigen müssen.

Fahrbahnerweiterung oder Feldkreuz?

Wesentlich mehr Diskussionsbedarf wird es bei der geplanten Fahrbahnerweiterung auf fünf Meter in der Birkenstraße geben, denn dort steht ein Feldkreuz im Weg. Glaubt man den Aussagen Ludwig Kees, der als Sprecher der Anwohner bei der Sitzung anwesend war, schließen diese eine Versetzung des Kreuzes kategorisch aus. Was zwei der vier Vorschläge von Mongella hinfällig machen würde. Dieser hatte vorgeschlagen, entweder das Flurkreuz „geringfügig nach hinten zu versetzen“, um die erforderliche Fahrbahnbreite zu ermöglichen. Oder es auf der gegenüberliegende Seite zu platzieren. Denkbar, „aber schwierig“, wäre auch eine Umfahrung rechts und links des Feldkreuzes, das sich dann auf einer Verkehrsinsel befinden würde. Schwierig deshalb, weil das Mal erhöht steht, und abgesenkt werden müsste. Die vierte Alternative wäre eine Engstelle in diesem Bereich der Straße. Die einzige Version, die nicht heftiges Kopfschütteln seitens Kees hervorrief.

Bürgermeister Fichtl versuchte die Wogen zu glätten und versicherte, dass es vor weiterführenden Planungen auf jeden Fall eine Gesprächsrunde mit den Anwohnern geben werde. Und auch das zu veräußernde Grundstück an der Birkenstraße werde bis dahin zurückgestellt.

Aber: „Die Straße muss auf jeden Fall eine ordnungsgemäße werden.“ Und das bedeutet auf jeden Fall eine Erweiterung, zumal dort der Schulbus und große landwirtschaftliche Fahrzeuge passieren.

Christine Wölfle

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