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Predigte am 300 Jahre alten Altar: Pater Joyice.

300 Jahre Altarjubiläum Birkland

Der Heiligen Anna zu Ehren

Birkland - Mit einem Kirchenzug, dem anschließenden Festgottesdienst, etlichen Altarführungen und einer Ausstellung über Dominikus Zimmermann hat die Birkländer Pfarrgemeinde St. Anna am Sonntag das 300-jährige Altarjubiläum gefeiert.

Im Mittelpunkt stand den Tag über Baumeister Dominikus Zimmermann, dessen Großvater aus Birkland stammte. „Wir können heute dankbar an Dominikus Zimmermann denken, der vor 300 Jahren den Altar gestaltet hat. Zugleich können wir die Heilige Anna um Fürsprache bitten und vertrauensvoll das Erbarmen unseres Herrn herabrufen“, sagte Franz Schmid. Der Salesianer Pater aus Benediktbeuern sprach in seiner Predigt von der Botschaft von Leben voll Gerechtigkeit und Frieden. Das sei die eigentliche Botschaft des Evangeliums. Er erwähnte die Heilige Anna, der zu Ehren Kirchen gebaut und Bruderschaften sich zusammengeschlossen hätten. „Sie ist fleißig, handwerklich begabt und sie hat ein Herz für Arme und Bedürftige.“ Der in Birkland errichtete Altar zeuge davon, welch Vertrauen die Großmutter von Jesus hier genieße. „Das lässt auf große Zuneigung schließen“, sagte der Pater der zusammen mit den beiden Pfarrern Joyice Lanithottam und Adelbert Meier den festlichen Gottesdienst zelebriert hatte. 

Peitings evangelischer Pfarrer Dirk Wollenweber sagte in seinem Grußwort, die Lutheraner könnten der Heiligen Anna dankbar sein. Martin Luther habe nämlich Anna geschworen ins Kloster einzutreten. Stefan Flach-Bulwan indes erinnerte in seinem Rückblick an Dominikus Zimmermann, der arge Schwächen im Rechnen gehabt habe und dessen Kostenvoranschläge seine Auftraggeber stets in große finanzielle Nöte gestürzt hätten. Zimmermann selbst habe kein leichtes Leben gehabt. Von seinen elf Kindern hätten lediglich fünf das Erwachsenenalter erreicht. Dominikus Zimmermann könne nach 300 Jahren immer noch als Vorbild mit Familiensinn und Demut bezeichnet werden. Wörtlich sagte Stefan Flach-Bulwan: „Wir können stolz sein, dass ein Enkel Birklands diesen Altar geschaffen hat.“ 

Bürgermeister Michael Asam meinte, die 300-Jahr- Feier des Altares sei ein schöner Anlass die Heilige Anna zu würdigen und die hervorragende Arbeit von Dominikus Zimmermann hervorzuheben. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wilfried Schmid indes hält es für wichtig, dass in Birkland sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten kirchliche Gemeinschaft gelebt und gefeiert habe. Dem Kirchenchor mit Leiter Erwin Zwerschke war es vorbehalten den Gottesdienst mit der „Gabler-Messe“ musikalisch zu gestalten. Für die Fürbitten war Kirchenpfleger Karl-Heinz Rammelsberger zuständig. Mit eingebunden war zeitgleich mit der Festmesse in der Pfarrkirche der Kindergottesdienst nebenan im Festzelt. 

Die Ausstellung im Pfarrhof erleichterte die Spurensuche nach Zimmermanns Schaffen und seinen Stationen. Am Nachmittag hatten die kleinen Birkländer ihren Spaß beim Kinderprogramm mit Kinderschminken und dem Luftballon-Wettbewerb. Zudem durften sie auch selbst einen Altar aus der Sicht von Kindern gestalten. Zur Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen spielten die Birkländer Musikanten mit Dirigent Ralph Hilse.

wk

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