Auf 30 Jahre Kulturstiftung blickte Sparkassenvorstand Alexander Schmitz bei einem Festabend in Schongau zurück und hatte hierbei aufmerksame Zuhörer.

30 Jahre Kulturstiftung

Segen für Kunst, Kultur & Umwelt

Schongau - 30 Jahre sind ein Grund zu feiern. Solange gibt es bereits die Kulturstiftung der Sparkasse Schongau. Und auch die Stiftergemeinschaft Schongau hat bereits ihr fünfjähriges Jubiläum. Grund genug für einen Festabend mit Lesung und Musik im Sparkassenforum.

„Kunst und Kultur geben einer Region ein unverwechselbares Gesicht und sind Merkmal einer aktiven Bürgergesellschaft“, so Landrätin Andrea Jochner-Weiß in ihrem Grußwort. Umso lobenswerter sei es, dass sich die Kreissparkasse den Menschen im Schongauer Land verpflichtetet fühlt und Kunst, Kultur und Umwelt mit einer Stiftung fördert.

Es braucht das Ehrenamt

Die Erträge der 1985 auf Initiative von Altlandrat Manfred Blaschke und des verstorbenen Sparkassendirektors Max Plank gegründeten Kulturstiftung kommen vor allem Vereinen und Ehrenamtlichen zugute, die sich im Sinne der Stiftung engagieren. Diese hat sich auf die Fahnen geschrieben, Kunst und Kultur zu fördern, Natur- und Heimatschutz zu pflegen und der Erwachsenenbildung zu dienen. „Was wäre unsere Gesellschaft ohne ehrenamtliches Engagement?“, stellte Sparkassenvorstand Alexander Schmitz als Frage in den Raum. Ohne das Ehrenamt wäre vieles im Schongauer Land nicht möglich, es trägt zur Lebensqualität bei.

„Es bedarf viel Herzblut , um Dinge zu bewegen“, so Alexander Schmitz. Der Kreissparkasse sei es ein Anliegen, gesellschaftlich wichtige ideelle Bereiche mittlerweile über Generationen hinweg zu fördern und gemeinnützigen Aktivitäten durch Spenden und Sponsoring Hilfe zu leisten. Eine Aufgabe, die man auch in derzeit schwierigen Zeiten fortführen wolle. Bis heute habe man fast eine Viertelmillion Euro für gemeinnützige Zwecke ausschütten können. Der Stiftungsbetrag von ursprünglich 200 000 Euro sei in den letzten 30 Jahren fast auf das Siebenfache angewachsen.

Eine Ausstellung und Zeit, Kontakte zu pflegen, gab es beim anschließenden Umtrunk und Imbiss. Diese Gelegenheit nahmen die Gäste gerne wahr.

In den vergangenen sieben Jahren konnten fast 100 Projekte mit rund 50 000 Euro unterstützt werden. Vor fünf Jahren sei die Stiftergemeinschaft der Kreissparkasse Schongau gegründet worden, die Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen und Kommunen die Möglichkeit bietet, auf einfache Weise eine Stiftung zu gründen. In den ersten zwölf Monaten wurden im Rahmen der Stiftergemeinschaft 16 Bürgerstiftungen gegründet und bislang rund 190 000 Euro ausgeschüttet. Für die Stiftungen ist Christine Schuster als Stiftungsberaterin zuständig.

Wie so eine Stiftung aussieht und sich entwickelt, führte anschließend Bürgermeister Peter Erhard am Beispiel der Bürgerstiftung Böbing aus. „Die Erträge sind überschaubar“, so Peter Erhard. Eine wichtige Aufgabe sei aber die persönliche Wertschätzung und Anerkennung ehrenamtlichen Engagements, die durch die Förderung aus den Erträgen zum Ausdruck gebracht werde. Diese sei fast höher zu werten, als die finanzielle Unterstützung.

Scheck für die Musik

Auch am Festabend konnte von Alexander Schmitz wieder ein Scheck an Hans Piehler für die musikalische Nachwuchsförderung in Peiting überreicht werden. Das die sich auszahlt, bewiesen die Musiker des Abends, sprich das Pfaffenwinkel-Horn-Ensemble unter der Leitung von Andreas Fuchs sowie die Peitinger Hornbläser unter der Leitung von Hans Piehler, die aufs Feinste aufspielten. Für den literarischen Teil sorgte Hans Schütz mit Gedichten rund um sein Lebensthema, den Lech.

Beim anschließenden Imbiss gab es dann reichlich Gelegenheit, Kontakte zu pflegen und sich in einer kleinen Ausstellung über die Geschichte der Stiftungen zu informieren.

Ursula Fröhlich

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