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Auch die Lechbrucker Schützen nahmen mit prächtig geschmücktem Wagen und fescher Fußgruppe am Umzug teil. 

125 Jahre Schützenverein Wildsteig

Festumzug: Ein prachtvolles Stück Brauchtum

Wildsteig - Ihr 125-jähriges Bestehen hat der Schützenverein Hubertus Wildsteig am Wochenende gefeiert. Höhepunkt war der große Festzug durch den Ort mit über 70 Gruppen. Rund 2000 Besucher säumten den Weg und freuten sich mit den Vereinen über dieses „schöne Stück Brauchtum“.

Schmucke Trachten und schöne Dirndl („Föhla“), anmutige Schützenköniginnen und gestandene Schützenkönige, draufgängerische Wilderer und Mannsbilder mit geschultertem Stutzen, dazu noch zahlreiche Musikkapellen, Trommlerzüge und zahlreiche Festwagen – das war der Festumzug des Schützenvereins „Hubertus“ Wildsteig; einen, wie es sich gehört, weiß-blauen Himmel nicht zu vergessen.

Glück hatten die Wildsteiger vor allem mit dem Wetter, trocken und nicht zu heiß, so dass rund 2000 Zuschauer den Umzug der 74 Fußgruppen, Musikkapellen und natürlich Schützenkompanien und Vereine an der Wegstrecke verfolgten. Angeführt von den Standartereitern und der Musikkapelle, ließ es sich auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß nicht nehmen, mit zu marschieren, unter dem Beifall und freudigen Anfeuerungen der Zuschauer, die teilweise von weit her gekommen waren, um dieses schöne Stück Brauchtum zu beobachten.

Festumzug: Ein schönes Stück Brauchtum

„Es ist immer schön“, so Ulrich Schilcher, „wenn die Menschen in der Tracht am Weg sind“. Quasi im Auftrag war der Peitinger mit seiner Ehefrau nach Wildsteig gekommen, um seinen Schwiegersohn, den Hohenpeißenberger Schützenkönig fotografieren zu können. Es sei vor allem die Begeisterung, die solch ein Umzug auslöse, meinte Schilcher, und die Jung und Alt in ihren Bann ziehe.

Auch Henny Haman war begeistert. Zusammen mit seiner Frau ist der Niederländer gerade auf dem Campingplatz in Rottenbuch und nutzte die Gelegenheit, Fotos zu machen. „Very nice“, also sehr schön, sei der Umzug gewesen, meinte Haman und freute sich, wie seine Frau, vor allem über die zahlreichen Musikgruppen und war fasziniert vom bayerischen Brauchtum.

Den Umzug selbst fand auch jene unbekannte Schöne gut, die an der Wegstrecke Opfer eines Wilderers wurde. „Nicht erwartet“ habe sie den Kuss, meinte die Bernbeurerin, den einer aus der Seeger Wilderergruppe bei ihr „stahl“, ehe er, mit Ruß im Gesicht und Hirschen auf der Schulter, im Festzug wieder verschwand. Was der Gaudi und Feierlaune der jungen Dame und ihrer Begleiterin keinen Abbruch tat, die nach dem Umzug noch in das Festzelt wollten.

Zuschauer vom Zimmerer-Wagen ganz besonders begeistert

Das war auch Ziel der vielen Wildsteiger, die ebenfalls fasziniert den Festzug verfolgten. Lang und groß war er, hieß es aus den Reihen der Zuschauer, und schön. Neben den Fußgruppen waren auch zwei Soldaten mit Haflingern im Zug, als Teil des Veteranenvereins Wildsteig.

Einer der schönsten Wagen für Thomas Lippmann war eindeutig der der Wildsteiger Zimmerer. Zum ersten Mal sei er mit seiner Frau bei einem solchen Umzug dabei, so der Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH. Die Zimmerer hatten sich etwas besonderes ausgedacht. Denn wo gehobelt und gesägt wird, da fallen Späne – in diesem Fall mit etwas Schwung auch auf die Zuschauer. Die, unter anderem die Landrätin an der Ehrentribühne, nahmen es mit Humor und freuten sich über den schönen Umzug, der allen Wetterunken zum Trotz, bei fast Kaiserwetter, über die Bühne ging.

os

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