Jahreskonzert Musikkapelle Hohenfurch

„Wie aus einem Guss“

Hohenfurch - Von der Hohenfurcher Musikkapelle wird es einfach schon erwartet: Ein Konzert auf hohem Niveau. So auch am Samstagabend. Die gut 200 Besucher jedenfalls waren von der feinen Blasmusik begeistert, die Dirigent Wilhelm Binder für das Jahres-Konzert in der Schulturnhalle ausgewählt hat.

„Sie ist eine der besten Mittelstufen-Kapellen im Bezirk“, lobte Bezirksleiter Bernhard Weinberger die Hohenfurcher Blaskapelle. Die Musikkapelle hatte beim Wertungsspiel in Obermeitingen unter ihrem Dirigenten Wilhelm Binder 94 von möglichen 100 Punkten erspielt. „Das bedarf schon einer sehr guten Leistung. Keine andere Kapelle hatte mehr“, sagt Weinberger. Genau dies wurde auch beim Jahres-Konzert deutlich. Walzer, Polkas, Märsche, moderne und konzertante Blasmusik. Eine Kapelle, die mit bodenständiger Musik, Intonation und Zusammenspiel die Zuhörer begeistert. Einfach eine feine Mittelstufenkapelle, die Wilhelm Binders Handschrift trägt.

„Ich hoffe, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist“, sagte erste Vorständin Veronika Grimm eingangs des Konzerts. War es. 32 Musiker und Musikerinnen sitzen da oben auf der Bühne der Schulturnhalle und meistern die elf ausgewählten Stücke mit beeindruckender Leichtigkeit. So gleich zu Beginn der „Figaro-Marsch“ aus der unproblematischsten und gelungensten Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Übergangslos wechselte die Musikkapelle mit der „Fields Overture“ von Hiraki Takahashi über nach Japan. „Reiten Sie mit uns über Japans endlose Weiten“, bat Bernd Sedlmeier. Ein angenehmer Moderator, der sich auf das Wesentlichste der jeweiligen Stücke beschränkt hat und dabei mit humorvollen Bemerkungen nicht geizte.

Haben auf dem Jahreskonzert in Hohenfurch begeistert: die Mitglieder der Jugend-Musikkapelle.

„Where Eagles Soar“ war das nächste Stück auf dem Programm. „Frei wie ein Adler, genießen Sie die Umgebung aus der Vogelperspektive“, empfahl Sedlmeier. In „Backdraft“ von Hans Zimmer konnten sich die Besucher auf eine musikalische Feuerwalze freuen. „Eine Rauchgas-Explosion“, meinte der Moderator und schickte gleich danach die Besucher mit dem „Salemonia Marsch“, ein Musikstück der Spitzenklasse von Kurt Gäble, in die Pause.

Für reichlich Abwechslung sorgt die Musikkapelle im zweiten Teil mit Stücken aus dem Musical „Phantom of the Opera“, „Kaiserin Sissi“, „The Merry Widow (Die lustige Witwe) und mit dem zackigen Marsch „Regimentskinder.“ Die Besucher waren begeistert und erklatschten sich noch „Die tollkühnen Männer“ und die Polka „Sehnsucht nach dir“. Ihr Debüt beim Konzert gaben übrigens Simon van Denzen und Ulrike Pfeiffer.

Eingebunden in das Konzert war zudem der Auftritt der Jugendkapelle Hohenfurch-Kinsau. Erfrischend spielten die Burschen und Mädchen den „Tiger Rag“ und „Ein Strauß für dich.“ „Und als Zugabe spielen wir die ,Uncle Sam-Parade’, bevor es mit den alten Leut’ oben auf der Bühne und dem Seniorenprogramm wieder weiter geht“, sagte der muntere Sprecher der Jugendkapelle Quirin Zörr. Verdienter Applaus für den musikalischen Nachwuchs. Veronika Grimm appellierte bei dieser Gelegenheit an die Eltern im Saal: „Schickt’s Eure Kinder zu uns zum Instrumentenlernen, da sind sie zudem auch noch gut aufgehoben.“ Bürgermeister Guntram Vogelsgesang war begeistert von Hohenfurchs Musikkapelle: „Hervorragend, wie aus einem Guss.“

Walter Kindlmann

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