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Der bisherige AWO-Kindergarten „Waldmäuse“ in Peiting bekommt im September einen neuen Träger.

Peiting

Jetzt ist es raus: Kinderhilfe übernimmt Kindergarten von AWO

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Peiting - Gute Nachricht für die Eltern des AWO-Kindergartens „Waldmäuse“ in Peiting: Das Ringen um die Trägerschaft ist beendet. Die Kinderhilfe Oberland übernimmt die Einrichtung ab September.

Die Nachricht dürfte bei den meisten für Erleichterung sorgen: Das monatelange Ringen um die Trägerschaft des AWO-Kindergartens „Waldmäuse“ ist vorbei. Nach des Eskalation eines Streits um gemeindliche Zuschüsse zwischen Arbeiterwohlfahrt und der Gemeinde, haben sich drei Interessenten bei der Ausschreibung um den Kindergarten bemüht.

Das Rennen gemacht hat mit der Kinderhilfe Oberland ein Träger, mit dem die Gemeinde Peiting bislang ausschließlich gute Erfahrungen gemacht hat, wie Bürgermeister Michael Asam betont. Zu einem Streit um Zuschüsse dürfte es künftig nicht mehr kommen: Die Kinderhilfe Oberland ist der einzige Träger, der – mit Ausnahme der Mietfreiheit – kostendeckend arbeitet und keine gemeindlichen Zuschüsse in Anspruch nimmt.

Damit gab es viele Gründe, die für die Kinderhilfe Oberland gesprochen haben. Unter anderem auch, dass das bestehende Konzept erstmal nicht über den Haufen geworfen wird. „Wir arbeiten kundenorientiert, nach den Wünschen der Eltern und Mitarbeiter“, betont mit Wilfried Knorr einer der beiden Kinderhilfe-Geschäftsführer.

Mittelfristig würde sich der Trägerwechsel natürlich bemerkbar machen. „Wir sind ein evangelischer Träger, arbeiten auch integrativ“, sagt er. Am 15. September – mit dem Wechsel in der Trägerschaft – wird man das nicht merken, sicherlich aber in 15 Jahren. Ein Weg, den man gemeinsam mit Eltern und Personal gehen möchte. „Ein Konzept kann man nicht von außen überstülpen“, weiß Knorr. Die Übernahme-Gespräche mit den Mitarbeitern indes laufen dieser Tage an.

Aussagen im Übrigen, die dem Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Sitzung die Entscheidung leicht gemacht haben. Aus dem Rennen waren mit dieser Entscheidung zwei weitere Gesellschaften, die sich mit einer Bewerbung ins Spiel gebracht haben: Die „FortSchritt“ GmbH, die bereits ein Kinderhaus in Peißenberg-Wörth betreibt. Und die „kiClub“ GmbH.

Ein Synergie-Effekt könnte sich durch die Tatsache ergeben, dass die Kinderhilfe in dem Gebäude, in dem der AWO-Kindergarten „Waldmäuse“ in den oberen Räumen untergebracht ist, bereits unten eine ihrer Einrichtungen betreibt: einen Hort. Künftig hat die Kinderhilfe in diesem Haus dann beides unter einem Dach. Übrigens: In Peiting ist die Kinderhilfe Oberland außerdem Träger des Kinderhauses an der Untereggstraße, des Gumpen-Kindergartens und eines weiteren Horts. Für die Eltern, die auch im kommenden Kindergartenjahr ein Kind im AWO-Kindergarten angemeldet haben, heißt das: Die Gemeinde kümmert sich erstmal um alles, holt alle bestehenden Daten von der Arbeiterwohlfahrt zur Übergabe an die Kinderhilfe ein.

Und auch die bewährten Öffnungszeiten bleiben erhalten, werden vielleicht sogar ausgedehnt. „Uns war es wichtig, dass hier nichts reduziert wird“, betont Peitings Hauptamtsleiter Stefan Kort.

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