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Der Chor Joyful People aus Hohenpeißenberg beim Konzert in der Schloßberghalle. Vorne links Chorleiterin Marianne Hofmann.

„Joyful People“ in der Peitinger Schloßberghalle

Umjubelt: Herzerwärmende Gospels

Peiting - Ein umjubeltes Konzert präsentierte der Chor Joyful People aus Hohenpeißenberg in der voll besetzten Schloßberghalle. Die Sänger um Chorleiterin Marianne Hofmann ernteten wahre Beifalls-Stürme und stehende Ovationen.

Schon die Dekoration ließ einiges erwarten: In der einen Ecke vor der Bühne ein altes Schreibpult, in der anderen eine Leinwand. Mittendrin die 42 Mitglieder des Gospelchors, vor denen ein riesiger Löwenkopf die Bühne zierte. Mit den Stücken „Bless the lord oh my soul“ und „He’s got the whole world in his hand“ nahm das Konzert seinen Auftakt. Engagiert geleitet von Marianne Hofmann, die sich immer wieder zum Publikum umwandte und es zum Klatschen und Fingerschnippen animierte, bevor sie sich wieder ihren Sängern zuwandte und sie zu wahren Höchstleistungen anspornte.

In den über 20 Jahren seines Bestehens hat der Chor ein breites Repertoire angesammelt, das vom klassischen Gospelsong, wie „Reaching heaven“, „May God bless my living“ oder „Shine your light“ über afrikanische Lieder wie „Aya ngena“ oder „Baba yetu“, bis hin zu populärem Liedgut wie „The lion sleeps tonight“, „Time to say goodbye“ oder „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ reicht.

Insgesamt standen an diesem Abend 26 Lieder auf dem Programm, von denen auch einige auf der CD der Joyful People mit dem Titel „You can feel it“ zusammengefasst sind. Zudem verfügt der Chor über zahlreiche beachtliche Solostimmen und mit Petra Blank eine glänzende Begleitung am Piano. Nicht zu reden von den Chormitgliedern, die die Lieder zum Teil noch virtuos auf der Violine oder mit Trommeln umrahmten.

Zur Präsentation hatte sich der Chor eine Rahmengeschichte aus Liebesbriefen zwischen Anna und ihrem Ehemann, einem Seemann ausgedacht, die Elisabeth Kurz vorlas. Die Briefe schilderten Eindrücke von einer Reise rund um die Welt. Von Brasilien nach Madeira, von Südtirol ans Nordkap, von Afrika nach Schweden. Unterwegs in der ganzen Welt denkt der Seefahrer an seine Liebste zu Hause, schreibt ihr innige Briefe und schildert seine Erlebnisse und Eindrücke von der Reise. Auf der Leinwand wurden dazu meditative Bilder gezeigt.

Genauso herzerwärmend wie die Briefe waren die dazwischen präsentierten Lieder, die nicht nur den christlichen Glauben und die Liebe Gottes zu den Menschen zum Inhalt hatten, sondern auch die Liebe der Menschen untereinander. Ohne Grenzen und Beschränkungen. Kein Wunder, dass zum Schluss „Gänsehaut-Feeling“ aufkam, als alle Besucher in das Abschlusslied „We are the world“ einstimmten, sich von ihren Sitzplätzen erhoben und mit den Armen schwangen. Soviel gute Stimmung und solide Unterhaltung – da kann man nur feststellen: Das viele Üben des Chors im Vorfeld hat sich gelohnt.

Ursula Fröhlich

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