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Interessierte Beobachter schauten sich die Ausstellungsstücke an.

Jubiläums-Ausstellung VHS

Seit 70 Jahren Wissen für alle

Schongau - Zum 70-jährigen Jubiläum der Volkshochschule zeigt das Stadtmuseum anhand einer kleinen, aber feinen Ausstellung mit Bild- und Textmaterial, Presseartikeln und Originalen die Entwicklung dieser Bildungseinrichtung. Den Schwerpunkt bilden historische Plakate aus der Frühzeit der Volkshochschule, die mit ihren Außenstellen seit 70 Jahren „Wissen für alle“ anbietet.

Auf der kleinen Feier hat Bürgermeister Falk Sluyterman den Zweck der Einrichtung aus deren ersten Satzung zitiert. „Die Volkshochschule Schongau dient der Menschenbildung. Sie will ihre Hörer durch Denken zu eigenem Urteil, zur Duldsamkeit und zur verantwortlichen Zusammenarbeit in der Gemeinschaft führen.“ Die Volkshochschule sei parteipolitisch und konfessionell ungebunden und suche ihr Ziel – die zur mitbürgerlichen Partnerschaft bereite Persönlichkeit – auf gemeinnützige Weise zu erreichen. Heute, so Sluyterman, werde der Auftrag der Volkshochschule so formuliert: „Wir schaffen ein umfangreiches und innovatives Bildungsangebot für alle Schichten der Bevölkerung zu sozial verträglichen Preisen in verlässlicher Qualität vor Ort.“

Franz Grundner – er hat zusammen mit Harald Scharrer vom Historischen Verein Schongau Stadt und Land penibel die Exponate für die Ausstellung aus dem Fundus der Stadt zusammengetragen – sagte, die Volkshochschule habe Schongau nicht nur kulturellen, sondern auch wirtschaftlichen Aufschwung gebracht. Karl Kühmoser war es vorbehalten, die Besucher über die Anfänge der Volkshochschule zu informieren. Er erwähnte die Schriftwechsel zwischen den beiden Studienräten Sigfrid Hofmann mit Franz Josef Strauß. „Beide wollten sie Bildung weitertragen.“

Bei der Ausstellungseröffnung: VHS-Leiterin Ursula Diesch und Bürgermeister Falk Sluyterman.

Kühmoser zählte zudem auf, dass bereits 1947 Vorträge über Maschinenkunde und Chemie zum Programm der Volkshochschule gehörten. „Der Wissensdurst im täglichen Leben war enorm.“ Ursula Diesch, Leiterin der Volkshochschule, ließ die Entwicklung der Einrichtung ab den 60er-Jahren Revue passieren. Sie erwähnte dabei die gesamte Palette, zu der auch Faltbootfahrten, Goldschmiede-, Mal- und Schnitzkurse sowie Studien- und Reiseerlebnisse gehörten. Rekordanmeldungen bei den Englischkursen habe es 1972/73 gegeben.

Ein Sechstel der Bevölkerung würde die Bildungsangebote annehmen. Erwähnenswert: 70 Prozent der Teilnehmer sind Frauen. Für das nächste Jahr hat die Leiterin der Volkshochschule eine Literaturwoche in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Peiting angekündigt.

Die Ausstellung

im Stadtmuseum in der Christophstraße ist zu den üblichen Öffnungszeiten bis 20. November zu sehen.

Walter Kindlmann

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